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Spiegel-Verlag bestätigt: 35 Mitarbeitern wird betriebsbedingt gekündigt

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass
Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass

Es ist ein Novum in der Geschichte des Hamburger Spiegel-Verlags: Das Medienhaus wird erstmals Mitarbeitern betriebsbedingt kündigen. Davon betroffen sind 35 Arbeitnehmer und dies ausschließlich auf Verlagsseite. Der größte Teil der Kündigungen soll erst im nächsten Jahr ausgesprochen werden.

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Gedrückte Stimmung beim Hamburger Spiegel-Verlag. Das traditionsreiche Medienhaus wird 35 Mitarbeitern betriebsbedingt kündigen. Dies bestätigt jetzt eine Firmensprecherin auf Anfrage und damit eine MEEDIA-Meldung von vergangener Woche. Wörtlich: „Es ist gelungen, den geplanten Personalabbau in vielen Bereichen – so auch in der Redaktion – über Vorruhestand und eine interne Weitervermittlung zu bewältigen. Es verbleiben nun 35 Kündigungen über einen Zeitraum von jetzt bis Ende 2017.“

Wie MEEDIA aus Verlagskreisen erfuhr, soll der größte Teil der betriebsbedingten Kündigungen erst im Laufe des nächsten Jahres ausgesprochen werden. Dass sich die Kündigungen bis Ende 2017 hinziehen, liegt an geplanten Ausgliederungen von Teilbereichen – unter anderem im Vertrieb und in der Vermarktung.

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Betriebsrat und die Geschäftsführung hatten sich vergangene Woche auf einen Sozialplan verständigt. Er sieht vor, dass Gekündigte rund 1,3 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung erhalten sollen. Zur Erinnerung: Der Spiegel-Verlag hatte Mitte 2015 eine „Agenda 2018“ angekündigt, mit der das Hamburger Nachrichtenmagazin sinkenden Umsätzen und Werbeerlösen entgegentreten und neue Leser gewinnen will.

Durch die Schlankheitskur sollten 149 von 727 Stellen wegfallen. Davon entfielen rund 35 Vollzeitstellen auf die Redaktion, 14 auf die Dokumentation und 100 auf den Verlag. Inzwischen sind mehr als 110 Arbeitnehmer freiwillig ausgeschieden – und haben dafür eine Abfindung angenommen. Verlagschef Thomas Hass erklärte damals zur Agenda 2018: „Es sind harte und schmerzliche Einschnitte, die wir vor uns haben. Ich bedaure sehr, dass wir uns von Kolleginnen und Kollegen trennen müssen. Aber es gibt leider keine Alternative zu diesem Abbau von Stellen, wenn wir die wirtschaftliche Zukunft unseres Unternehmens sichern wollen“.

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