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„Es ist mir unangenehm. Sie können leider nicht mehr dabei sein“: Darum brach das „Quizduell“ einfach ab

Die "Quizduell"-Kandidaten schauten nur verdutzt: Quizonkel Jörg Pilawa musste das Publikum rauswerfen

Schon mehr als zwei Jahre ist es her, dass sich Das Erste mit dem „Quizduell“ an einer Innovation am Vorabend versuchte. Nach (anfänglichen) Schwierigkeiten läuft die „Pannenshow“ mittlerweile reibungslos – fast. Am gestrigen Donnerstag brach die Sendung mit Jörg Pilawa einfach ab. Der Grund: Die Macher sprengten die Sendezeit, jedoch nicht den programmierten Werbeblock.

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Und plötzlich war er vorbei, der Ratespaß, in Minute 47 war einfach Schluss, Moderator Jörg Pilawa verabschiedete sich vom Publikum. Dabei war die Sendung noch gar nicht vorbei. „Quizduell“-Fans staunten am Donnerstagabend nicht schlecht. Zum ersten Mal in der Sendung sollte es zu einer Stichfrage kommen, weil die Teilnehmer in der finalen Runde gleichauf waren. Zur Stichfrage und zu einem Gewinner kam es auch, nur waren die Zuschauer nicht mehr dabei.

Pannenshow „Quizduell“: Mittlerweile über zwei Jahre ist es her, dass die Sendung, die auf der beliebten gleichnamigen Smartphone-App basiert, von der ARD ins Fernsehen gebracht wurde. Den Start konnte man alles andere als geglückt bezeichnen. Fast über die gesamte erste Staffel hinweg konnten die Zuschauer eigentlich nicht mitspielen, die technische Integration hatte einfach nicht funktioniert. Hartnäckig, auch wegen der überragenden Quoten, hielt der Sender aber am Format fest. Mit Staffel zwei sollte endlich Ruhe einkehren. Mittlerweile erlebt das „Quizduell“ im Ersten seine beste Phase. Erst am Montag wurden mit 3,51 Millionen Zuschauern und einem grandiosen Marktanteil von 17,4 Prozent neue Rekorde aufgestellt. Der Durchschnitt seit dem Start der neuen Folgen am 4. Oktober liegt bei 2,35 Mio. und erfolgreichen 12,6%.

Und nun der Rückfall, mit dem Quizonkel Jörg Pilawa aber souverän umging. Gerade als er darauf hinwies, dass sich die Sendezeit dem Ende neige, bekam der Moderator offenbar die Anweisung aufs Ohr: Abbruch. „Ich höre gerade, die Sendezeit ist vorbei“, so Pilawa. Dann konnte er erst einmal nur noch lachen. „Jetzt geht gleich was ab in den sozialen Netzwerken, nur Sie können leider nicht mehr dabei sein.“ Pilawa erklärte, dass die Zuschauer vor den TV-Geräten die entscheidenden Minuten nicht mehr sehen können, er und die Teilnehmer die Sendung aber zuende bringen und sie dann in voller Länge in der Mediathek angesehen werden kann. „Es ist mir unangenehm, aber so sind die Spielregeln.“ Dann die Verabschiedung, bei Minute 48 war Schluss.

Bei Facebook entschuldigte sich die Redaktion des „Quizduell“ und erklärte das Problem. Durch die Stichfrage bekam die Sendung Überlänge. Da der Vorabend im Ersten aber werbefinanziert ist, sei der Werbeblock bereits programmiert gewesen. Die Live-Show überziehen ging also nicht. „Wir geben unser Bestes, unser Spiel vor Ablauf unserer Sendezeit sauber zu beenden. Dies hat bisher immer funktioniert, heute leider nicht. Wir sind weiterhin bemüht, unsere Sendung zu optimieren.“

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