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Bundeswehr startet YouTube-Serie “Die Rekruten” und die Titanic-Parodie folgt auf dem Fuße

Kommt doch nicht ins Fernsehen, zumindest nicht bei RTL II: Die Bundeswehr-Produktion “Die Rekruten”
Kommt doch nicht ins Fernsehen, zumindest nicht bei RTL II: Die Bundeswehr-Produktion "Die Rekruten"

1,7 Millionen Euro hat die Bundeswehr in die Hand genommen, um eine Webserie namens "Die Rekruten" zu produzieren. Die Reihe ist Teil einer PR-Offensive der Truppe und soll junge Menschen für den Arbeitgeber Bundeswehr begeistern. Dafür werden drei junge Rekruten bei ihrer Grundausbildung begleitet. Die Reihe ist professionell gemacht aber Spott und Kritik sind nicht weit.

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Die Bundeswehr hat was YouTube-Videos und Öffentlichkeitsarbeit betrifft eine eher unrühmliche Historie. In früheren Videos herrschte oft eine Video-Spiel-Ästethik mit martialischer Musik, Panzern und feuernden Schiffskanonen. Das ganze wirkte oft wie eine unfreiwillige Parodie.

Spätestens seit die Wehrpflicht abgeschafft wurde, muss sich die Bundeswehr aktiv um den Nachwuchs bemühen. Das ist nicht immer leicht, denn die Armee kommt in der Berichterstattung meist mit Skandalen und Kritik vor. Sei es das angeblich funktionsuntüchtige Gewehr G36, zivile Opfer bei einem von einem Bundeswehr-Oberst befohlenen Luftschlag, Schikanen an Bord der Gorch Fock, wegen technischer Defekte am Boden bleibende Tornados oder gerade aktuell untauglicher Funk-Ausrüstung. In der öffentlichen Wahrnehmung ist die Bundeswehr häufig eine Art Rumpel-Truppe.

Ganz anders das Bild, das die neue Webserie “Die Rekruten” vermittelt. In moderner YouTube-Manier werden drei junge Leute, zwei Männer eine Frau, bei ihrem Weg durch die Grundausbildung begleitet. Von der Machart her könnten “Die Rekruten” ohne weiteres auch als Reality-Soap im “echten” Fernsehen laufen. Schnelle Schnitte, Ego-Cams, Schrift-Einblendungen – alles da. Und das Thema Bundeswehr an sich bietet natürlich viele Schauwerte.

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Schnell werden aber auch wieder kritische Stimmen laut, dass das Verteidigungsministerium zu viel Geld in die Werbung und zu wenig in die Truppe steckt. An solcher Kritik mag auf den ersten Blick was dran sein, aber die Bundeswehr muss natürlich schon ins eigene Image investieren. Darum spielt die Serie “Die Rekruten”, deren erste Folgen seit gestern bei YouTube online sind, auch in einer Marinekaserne – dort wird Nachwuchs am dringendsten gebraucht. In der Welt kritisiert der PR-Berater und Reserveoffizier Sascha Stoltenow zudem: „Leider vermitteln die Kampagnen der Bundeswehr nicht unbedingt das Bild einer Armee, in der man auch kämpfen und töten muss.“ Ob dies aber Aufgabe eines Werbevideos sein muss, sei dahingestellt.

Immerhin hat die es die “Rekruten”-Reihe auch schnell zu einer – allerdings leider unlustigen – Parodie bei Titanic gebracht. Wenn die Bundeswehr mittlerweile nicht mehr selbst für die Parodien zuständig ist, kann die PR-Truppe das wohl als Erfolg verbuchen.

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Alle Kommentare

  1. Dem Autor dieses Artikels wünsche ich:
    – einen Duden
    – einen Schreibkurs
    – eine vernünftige Methodik zur Recherche
    Wie kann man so einen hingerotzten Text veröffentlichen? Null Inhalt und voller Fehler.

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