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taz-Keylogger-Affäre vor Gericht: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Sebastian Heiser

Der ehemalige taz-Redakteur Sebastian Heiser wurde zu einer Strafzahlung von 6.400 Euro verurteilt
Der ehemalige taz-Redakteur Sebastian Heiser wurde zu einer Strafzahlung von 6.400 Euro verurteilt

Die Keylogger-Affäre der taz wird voraussichtlich kommendes Jahr die Richter am Amtsgericht Berlin-Tiergarten beschäftigen. Wie die taz berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den ehemaligen Redakteur Sebastian Heiser erhoben. Heiser hatte von 2014 bis Mitte 2015 mehrere Redaktionsrechner mithilfe eines Keyloggers ausgespäht. Nachdem er aufgeflogen war, setzte sich der Journalist ins Ausland ab.

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Von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wird ihm das Ausspähen und Abfangen von Daten in insgesamt 14 Fällen, so die taz. Die Straftat wird gemäß Paragraf 202a und b des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei beziehungsweise zwei Jahren Haft oder mit einer Geldstrafe geahndet. Einen genauen Gerichtstermin gibt es offenbar noch nicht.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, ist offenbar unklar, ob das Urteil überhaupt vollstreckt werden kann. Nachdem Heiser bei der taz aufgeflogen war, setzte er sich in ein asiatisches Land ab, das kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland hat. Die taz hatte im Anschluss der Keylogger-Affäre Sebastian Heiser hinterherrecherchiert. Ihr gegenüber wollte Heiser keine Anfragen beantworten. Sein Anwalt Carsten Hoenig sagte gegenüber der Tageszeitung, dass sich sein Mandant bislang “durch Schweigen” verteidige. „Das Erscheinen zum Termin ist nur eine Variante von mehreren. Wie sich Herr H. positionieren wird, hat er noch nicht abschließend entschieden.“

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Alle Kommentare

  1. Nein, Herr “Keiner”, das nennt man nicht investigativen Journalismus. Sebastian Heiser hat junge Praktikantinnen ausgeforscht und ist in ihre privatesten Lebensbereiche eingedrungen. Investigativer Journalismus bedeutet, wenn man verdeckt arbeitet, um Misssstände aufzudecken. Also “k. Einer”: erst lesen, dann denken und danach schreiben. Das sollte doch selbst für Aluhüte wie Sie möglich sein.

    1. herr k.Einer ist maximal 16.

      von dem ist nun wirklich nichts zu erwarten, was jenseits pubertärem geblubber wäre. wie weiland pawlows köter fängt er hier automatisch an zu sabbern, wenn mal wieder eines von seinen buzzword-glöckchen bimmelt. dann bläht er sich wie ein ochsenfrosch auf und nervt seine umwelt.

    2. Um Missstände aufzudecken muß man eben manchmal in privateste Lebensbereiche eindringen.
      Nicht immer findet man dabei einen Missstand, aber das ist ja auch o.k.

      1. das dürfte so ziemlich das dämlichste sein, was man zum thema sagen kan: nein, nicht immer heiligt der zweck die mittel. und – sowas kann man nur sagen, wenn man keine sekunde drüber nachgedacht hat … es ist ein freifahrtschein für den staat oder wen auch immer alle auszuspionieren, ob denn am ende etwas dabei herauskommt oder nicht.

        der kerl hat sich wie ein “kameradenschwein” benommen und findet hoffentlich nie wieder eine stelle in der deutschen presse.

  2. Ich frage mich, wie bestreitet den Sebastian Heiser seinen Lebensunterhalt in dem ungenannten asiatischen Land ohne Auslieferungsabkommen? Die taz ist ja nicht gerade ein Arbeitgeber, der fürstliche Gehälter zahlt. Hat Hr. Heiser vielleicht Finanzreserven oder Vermögen? Oder gibt es eine verborgene Unterstützerszene?

    Ansonsten, die taz propagiert schon gern den Regelbruch Wenn es die richtigen trifft ist das auch okay. Nun war es die Redaktion zur Abwechselung mal selbst. – Dumm gelaufen, oder?

    Selbst wenn es zu einer Verhandlung kommt, was ich nicht glaube, dann gibt es als Urteil ein paar Sozialstunden und/oder eine kleine Bewährungsstrafe. Er war halt so clever keine Steuern zu hinterziehen, denn da versteht die deutsche bekanntlich Justiz keinen Spaß.

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