Bewegendes Video-Experiment der BBC: Unterwegs mit dem Smartphone eines Flüchtlings

Bewegende Bilder von BBC Media Action: 3:04 Minuten unterwegs mit dem Smartphone eines Flüchtlings.

Textnachrichten von der Familie, anonyme Warnungen über Whatsapp, existenzielle Ortungsversuche: Für Flüchtlinge ist ein Smartphone oft der einzige Kontakt zur Außenwelt – dem langsam aber sicher der Saft ausgeht. Welche Bedeutung die Geräte auf der gefährlichen Reise haben, veranschaulicht die britische Rundfunkanstalt BBC in einem bewegenden Video-Experiment. Das aus dem eigenen Smartphone ein „Flüchtlings-Smartphone“ macht.

„Wenn du aus deinem Land fliehen müsstest, welches technische Gerät würdest du mitnehmen?“ Eine Frage, die gleich zu Beginn des Videos im Raum steht. Nach 3:04 Minuten ist die Antwort klar: das Smartphone. Warum, veranschaulicht BBC Media Action, die Charity-Organisation der britischen Rundfunkanstalt, nun in einem bewegenden Experiment: Wer das Video auf einem Smartphone ansieht, wird für kurze Zeit in die lebensbedrohliche Welt eines Flüchtlings versetzt.

Seit 2015 hätten mehr als eine Million Frauen, Männer und Kinder über inoffizielle Fluchtrouten – über das Mittelmeer und Südosteuropa – gefährliche Reisen unternommen, um im Norden Europas Fuß zu Fassen. Dabei stets im Gepäck: ein Smartphone. Um mit der zurückgeblieben Familie in Kontakt zu bleiben. Bei WhatsApp über Grenzschließungen gewarnt zu werden. Zu sehen, wo man sich gerade befindet. Und das so lange, wie es der Akku hergibt.

Basierend auf Interviews mit insgesamt über 100 Flüchtlingen und Helfern, will die BBC humanitäre Organisationen  auf die Missstände in der Kommunikation von Flüchtlingen – ob auf ihrer Reise, im „Transit“-Bereich oder in Deutschland angekommen  – aufmerksam machen. Das dürfte mit diesem bewegenden Video gelingen.