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Neue Übernahmegerüchte befeuern Aktienkurs: SoftBank könnte für Twitter bieten

Twitter am Boden: Der Kurznachrichten-Dienst kämpft seit Jahren gegen einen fallenden Aktienkurs

Neuer Hoffnungsschimmer nach bitteren Wochen für den abgestürzten 140-Zeichen-Dienst: Wie das Anlegermagazin Barron’s am Freitag kolportierte, könnte sich japanische Telekomgigant Software für Twitter interessieren. Die Twitter-Aktie reagierte sofort mit einem Kurssprung von sieben Prozent im späten Handel. Wie konkret das Gerücht tatsächlich ist, erscheint allerdings fraglich.

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Kommt Twitters Rettung am Ende aus Japan? Diese Übernahme-Hoffnung keimte am Freitag im späten Handel auf, als Anteilsscheine plötzlich um sieben Prozent auf 18 Dollar nach oben sprangen.

Wie das zum Wall Street Journal gehörende Anlegermagazin Barrons berichtet, zirkuliert unter Anlegern das Gerücht, dass der japanische Telekomriese SoftBank an Twitter greifen könnte. Interessanter Nebenaspekt: In Japan liegt Twitter vor Facebook und ist das größte Social Network des Landes.

Übernahmegerüchte durch SoftBank

Allerdings beruft sich Barron’s dabei weniger auf Informationen von mit dem Vorgang vertrauten Personen als vielmehr auf Marktspekulationen, die zunächst auf dem Finanzportal The Fly kursierten.

Tatsächlich sind die Übernahmegerüchte um Twitter durch SoftBank nicht vollkommen neu: Bereits im Wochenverlauf hatte das Nachrichtenportal Headline & Global News und Forbes Magazine diese Akquisitionsvariante ins Spiel gebracht.

Mit einem Börsenwert von 76 Milliarden Dollar dürfte SoftBank, das zu 28 Prozent an Alibaba beteiligt ist, zumindest das nötige finanzielle Fundament mitzubringen, um eine Übernahme von Twitter zu stemmen. Im September erst hatte SoftBank seine 32 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Chip-Produzenten ARM abgeschlossen.

Salesforce-Übernahme am Veto der Großaktionäre gescheitert

Ausgelöst wurden die Übernahmespekulationen um Twitter vor genau einem Monat, als CNBC berichtete, dass Twitters Aufsichtsrat einen Verkauf erwäge und Google, Disney und Salesforce Interesse gezeigt hätten. Nicht einmal zwei Wochen später war aber klar: Niemand wollte Twitter kaufen.

Dass Salesforce zumindest ernsthafte Absichten hatte, ließ CEO Marc Benioff am Freitag gegenüber dem Finanzsender CNBC durchblicken: „Ich mag den CEO und das Unternehmen, ich liebe alles an der Marke, aber Großaktionäre nicht, und ich höre auf sie.  Wir mussten den Rückzug antreten“, erklärte Benioff das Scheitern der Übernahme.

Wie sich Twitter unterdessen eigenständig entwickelt, können Aktionäre diese Woche überprüfen, wenn der 140-Zeichen-Dienst am Donnerstag nach Handelsschluss neue Quartalszahlen vorlegt.

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