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Jetzt mixt auch Gruner + Jahr mit: essen & trinken mit Thermomix im MEEDIA-Check

“Die ersten Reaktionen stimmen uns jetzt schon froh”, so Astrid Hamer (G+J Publisher Food) über ihr neues Thermomix-Magazin essen & trinken mit Thermomix.
"Die ersten Reaktionen stimmen uns jetzt schon froh", so Astrid Hamer (G+J Publisher Food) über ihr neues Thermomix-Magazin essen & trinken mit Thermomix.

Schon im Editorial hält Chefredakteur Jan Spielhagen fest: "Überall ist der Thermomix das große Thema". Mit essen & trinken mit Thermomix startet Gruner + Jahr ein neues Printobjekt und mixt nun sechs Mal jährlich mit der Konkurrenz um die Wette. Das Kochmagazin, das seit heute für fünf Euro im Regal liegt, ist in Kooperation mit Hersteller Vorwerk entstanden. Und will das Kochen mit der Küchenmaschine "auf ein ganz neues Niveau" befördern. Kann das gelingen?

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Print-Magazine für die Küchenmaschine Thermomix sind der neue Trend. Entdeckt hatte den Food-Trend der Heel-Verlag aus Königswinter. Dessen Zeitschrift Mixx, erstmals im November 2015 erschienen, hatte als erstes auf Thermomix-Rezepte gesetzt. Vor kurzem hat Falkemedia mit mein thermo nachgelegt – und ist mit den Heftbestellungen kaum hinterhergekommen. Und auch beim neuesten Heft zur Küchenwundermaschine, essen & trinken mit Thermomix von Gruner + Jahr, scheint der Erfolg programmiert.

Rund 4.300 Abos wurden vor dem Launch abgeschlossen, von der ersten und zweiten Ausgabe seien insgesamt 46.000 Hefte (Druckauflage: 200.000) vorbestellt, so Astrid Hamer (G+J Publisher Food) gegenüber MEEDIA. Die potenzielle Zielgruppe ist groß: In mehr als einer Million deutscher Haushalte gibt es einen Thermomix. Neue Rezepte-Hefte zu der Küchenmaschine schießen wie Pilze aus dem Boden. Was also macht essen & trinken mit Thermomix anders als die Konkurrenz?

Ein Alleinstellungsmerkmal sticht schon auf dem Hochglanz-Cover ins Auge: “Offizieller Partner von Thermomix”, steht dort zwischen Espresso-Sternen und Nuss-Cranberry-Cantuccini geschrieben. Fünf essen & trinken-Köche haben sich “exklusiv bei Vorwerk” in Wuppertal auf die Rezept-Entwicklung schulen lassen und anschließend die insgesamt 43 Rezepte in der e&t-Versuchsküche für das Thermomix-Magazin entwickelt. Die Arbeitsschritte sind dementsprechend auch mit den typischen Thermomix-Symbolen (wie Knetmodus und Linkslauf) gekennzeichnet. Sehr hilfreich: Wer noch nichts mit Begriffen wie Varoma, Mixtopfdeckel oder Cook-Key anfangen kann, bekommt den Thermomix im Heftumschlag – der obendrein als Lesezeichen und Rezeptfinder dient – noch einmal in seine Bestandteile zerlegt.

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“Die Hoheit über die Inhalte hat selbstverständlich zu 100 Prozent die Redaktion”, versichert Hamer gegenüber MEEDIA. Um ein Corporate Publishing-Magazin im Auftrag des Unternehmens handle es sich also nicht. Das Thermomix-Heft ist eine Line Extension und wurde aus der e&t-Stammredaktion heraus rund um Chefredakteur Jan Spielhagen entwickelt.

Auf den ersten Blick erinnert das Heft mit angenehm dickem Papier eher an das junge Kochmagazin Deli (ebenfalls von G+J), doch spätestens bei den Ressorts “”Essen”, “Entdecken” und “Service” dürfte sich der essen & trinken-Leser wieder heimisch fühlen. Passend zur Weihnachtsbäckerei gibt es für Hobbyköche etwa auf 14 Seiten “Das große Knuspern” mit zahlreichen Plätzchen-Rezepten, einen kulinarischen Wochenfahrplan mit “5 Tage, 5 Teller” (wohl in Anlehnung an die e&t-Rubrik “7 Tage, 7 Teller”) und mit einem Kürbis-Flammkuchen und Ricotta-Käse-Ravioli in Kürbissauce auch etwas “Herbstküche”. Kurz: Auch in essen & trinken mit Thermomix wird nach Saison und Genres (ob Wild, Dessert oder Gebäck) gekocht. Fast jedem Rezept wird dabei eine eigene Doppelseite samt opulenter Aufmachung eingeräumt, einige sind sogar mit bebilderten Produktionsschritten versehen.

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So weit, so üblich. Doch was macht essen & trinken mit Thermomix anders als das Mutterblatt – abgesehen von Rezepten für den Thermomix? Etwa die ständige Rubrik “Warenkunde”, die sich diesmal Pilzen widmet – eine angenehm spielerisch gestaltete Doppelseite, die zahlreichen Pilz-Sorten aus der Vogelperspektive zeigt und erklärt, was man mit ihnen anstellen kann. Oder die persönliche “Vorrat”-Rubrik, in der ein Redakteur/eine Redakteurin schnelle Rezepte für die Vorratskammer präsentiert.

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Eine großartige Rubrik, aber deutlich zu schlank geraten: “Das volle Programm”, in dem leider nur ein einziges All-in-One-Rezept präsentiert wird, bei dem der Thermomix wirklich alles übernimmt.

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Das mag den Hobbykoch vielleicht freuen, der dem Thermomix nicht alles überlassen mag – die meisten schnell zusammengerührten oder -gemixten Leckereien müssen größtenteils immer noch in Handarbeit vorbereitet und in den Backofen geschoben werden. Doch stellt sich spätestens hier die Frage: Wen spricht essen & trinken mit Thermomix also an? “Alle Thermomix-Besitzer, die auf essen & trinken-Niveau kochen möchten”, so Publisherin Astrid Hamer gegenüber MEEDIA.

Das dürfte dem neuen Food-Magazin aus Hamburg auch gelingen. Das Heft kommt mit opulenten und ehrlichen Food-Optiken daher, besticht mit einer hochwertigen Haptik und einem völlig akzeptablem Copypreis von fünf Euro bei 104 Seiten – aber das kann die Konkurrenz auch. Wo sind also die ultimativen Geheimtipps – und das fängt schon beim Reinigen an – für den Thermomix? Wo die zahlreichen Getränke (Milchshakes, Smoothies und sogar Bier), die mir der Thermomix mixen und brauen kann? Welche Rezepte kocht mir der Thermomix ganz autonom?

essen & trinken mit Thermomix lässt hier noch einige Fragen offen – vielleicht werden sie ja in kommenden Ausgaben beantwortet …

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  1. So ändern sich die Zeiten! Windige Haustürverkäufer, früher noch unter “Nepper, Schlepper, Bauernfänger” gelistet, gelten als geschäftstüchtig, wenn sie Hausfrauen absurd teure Produkte verkaufen. Andere springen auf die Masche auf und verdienen als Trittbrettfahrer mit Zusatzartikeln für das immer noch im Schrank stehende Teuer-Produkt. Die Ausnutzung der “kognitiven Dissonanz” der geschädigten Käufer als Geschäftsidee. Dazu muss die Thermo Massenhysterie (in Globalsprache Hype genannt) auch gezielt aufrechterhalten werden – bevor noch eine Gewinnwarnung rausgegeben werden muss.

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