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DJV-Magazin journalist: Matthias Daniel ist jetzt Chefredakteur bei new business

journalist-Chefredakteur Matthias Daniel wird das Heft unter dem Dach des new business Verlags weiterhin verantworten
journalist-Chefredakteur Matthias Daniel wird das Heft unter dem Dach des new business Verlags weiterhin verantworten

Seit diesem Monat liegt die Produktion des DJV-Magazins journalist beim Hamburger Verlag new business. Lange war unklar, ob auch die Belegschaft zum neuen Verleger wechseln wird. In einer Sache herrscht nun Klarheit: Chefredakteur Matthias Daniel ist in gleicher Position mitgegangen und bereits an der Produktion für das November-Heft beteiligt. Viele weitere Fragen sind aber noch offen.

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Für den Neustart des journalist ist die Personalie Daniel von hoher Bedeutung. Als Chefredakteur eines Teams von drei weiteren festangestellten Redakteuren hat Daniel das Heft in den vergangenen Jahren geprägt und genießt in der Branche ein hohes Ansehen. Mit dem Wechsel bekräftigen der DJV und der neue Verlag new business auch ihre Position, nicht nur dem Titel, sondern auch den Mitarbeitern eine Zukunft geben zu wollen. Bislang ist Daniel der einzige Mitarbeiter, der vom ehemaligen journalist-Verlag Rommerskirchen zum neuen Auftragnehmer des DJV wechselt. Hintergrund ist nach Informationen von MEEDIA eine von Daniel eingereichte fristlose Kündigung. Normalerweise wäre der Chefredakteur aufgrund der Kündigungsfrist noch an Rommerskirchen gebunden – mindestens bis Anfang nächsten Jahres, wie es aus dem Verlag heißt. Der Status der weiteren Mitarbeiter ist unklar. Der Verlag Rommerskirchen hatte vor einigen Wochen bekannt gegeben, die gesamte Belegschaft zu kündigen – mutmaßlich um den DJV unter Druck zu setzen.

Der Journalistenverband hatte Rommerskirchen den Auftrag zur Produktion des journalist nach mehreren Jahrzehnten zum Oktober dieses Jahres entzogen. Hintergrund waren Sparmaßnahmen, die letztlich den Umfang des Heftes reduzierten. Der DJV nahm eigenen Angaben zufolge ein Sonderkündigungsrecht in Kauf, dem Rommerskirchen öffentlich, bislang aber nicht juristisch, widersprochen hatte. Stattdessen verklagte Rommerskirchen den DJV auf Schadenersatz in Höhe von von rund 700.000 Euro, da der DJV durch Äußerungen über die Zusammenarbeit das Anzeigengeschäft des Verlages beschädigt habe. Über die Klage entscheidet derzeit das Landgericht in Bonn.

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Den Neustart unter dem Dach des Hamburger Fachverlages sollen die Auseinandersetzungen erst einmal nicht belasten, heißt es. Wie new business-Verlagsgeschäftsführer Peter Strahlendorf gegenüber MEEDIA bestätigte, sei die Produktion für das November-Heft in Arbeit. Derzeit plane man 64 Seiten plus Umschlag. Zuletzt erschien der journalist in einem Umfang von rund 32 Seiten. Die Auseinandersetzungen zwischen DJV und Rommerskirchen färben dennoch auf die aktuelle Produktion ab. Zum einen erklärte Rommerskirchen gegenüber MEEDIA, dass auch sein Verlag an einer Doppelausgabe (November + Dezember) arbeitet. Unklar ist derzeit, ob und wer den Titel journalist weiterführt. Als Option sicherte sich new business im September Titelschutz für weitere Marken, daunter Titel wie “Journalismus-Magazin”, “Magazin für Journalismus” oder “Magazin für Journalisten” . Theoretisch dürfte einer Verwendung der Marke journalist nichts im Wege stehen. In der Schadenersatzklage aus dem Hause Rommerskirchen sei kein Widerspruch der Kündigung enthalten, heißt es. Damit gibt es juristisch auch keinen Streit über Titelrechte. Trotzdem scheinen die Parteien vorsichtig zu agieren. Auf Nachfrage wollte sich dazu keiner der Verlage äußern.

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