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Samsung trotzt Note 7-Gate – Aktie nach starkem Gewinnausblick auf Allzeithochs

Samsungs Galaxy Note 7 ist zum Krisengerät geworden
Samsungs Galaxy Note 7 ist zum Krisengerät geworden

Krise, welche Krise? Smartphone-Platzhirsch Samsung bestimmt seit Wochen mit seinem Note 7 die Schlagzeilen – in denkbar negativster Form. Immer wieder tauchen neue Fälle von Explosionen auf. An den Kapitalmärkten dominieren dagegen andere Nachrichten: Am Freitag legte Samsung wie üblich seinen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Quartals vor, das mit geschätzten Gewinnen von 7 Milliarden Dollar besser als erwartet entwickelte. Die Folge: Ein Sprung auf neue Allzeithochs.

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Die Negativschlagzeilen reißen nicht ab. Am Mittwoch erst kursierte die Meldung, dass ein Flugzeug der amerikanischen Airline Southwest auf der Strecke von Louisville nach Baltimore vor Abflug evakuiert werden musste, weil erneut ein Galaxy Note 7 in Flammen aufging.

Seit einem Monat kämpft Samsung bei seinem neuen Smartphone-Flaggschiff mit defekten Akkuzellen, die zu Überhitzung und sogar Brand- und Explosionsgefahr führen können. In der Folge hat der wertvollste Konzern Südkoreas eine weltweite Rückrufaktion von 2,5 Millionen Note 7 durchgeführt.

Nettogewinn von sieben Milliarden Dollar erwartet

Die Geschäfte im abgelaufenen Quartal wurden vom Drama um das Note 7 indes nicht beeinträchtigt.Wie Samsung am Freitag in seinem turnusmäßigen Ausblick mitteilte, rechnet der 76 Jahre alte Verbraucherelektronik-Pionier im Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Juli und Ende September nunmehr mit einem operativen Gewinn zwischen 7,7 und 7,9 Billionen Won bzw. rund 7 Milliarden Dollar.

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Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als Samsung 7,4 Billionen Won verdiente, stellten die Südkoreaner damit einen Gewinnanstieg von vier bis sieben Prozent in Aussicht. Die Analystenschätzungen waren von einer stagnierenden Gewinnentwicklung bei 7,5 Billionen Won ausgegangen. Die Umsätze dürften allerdings um etwa fünf Prozent auf 49 Billionen Won  (ca. 44 Milliarden Dollar) zurückgehen.

Aktie schießt auf Allzeithochs

Treiber der Geschäftsdynamik sind allerdings nicht die eigenen Smartphones, sondern der Komponentenbereich, der mit Chips und Displays etwa die Hälfte operativen Gewinne generiert.

An der Seouler Börse kam Samsungs besser als erwarteter Ausblick gut an: Nachdem der weltgrößte Smartphone-Anbieter am Vortag den Sprachassistenten-Entwickler Viv Labs, der ursprünglich Apples Siri entwickelt hat, übernommen hatte, zog die Aktie auf über 1,7 Millionen Won an, den höchsten Kurs aller Zeiten. Das nach dem Note 7-Schock entstandene zwischenzeitliche Minus von über 20 Prozent ist damit mehr aus ausgeglichen – Samsung ist so wertvoll wie nie.

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