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“Journalistische Verarbeitung schiefgegangen” – Drogen-Experte kritisiert RTL wegen “Jenke-Experiment”

Jenke von Wilmsdorff: “Der Schnitt bringt Unvereinbares zusammen und tilgt Wichtiges. Und die Zusammenhänge des Gezeigten gingen oft verloren oder wurden gar nicht erst gesucht”, so Drogen-Experte Henrik Jungaberle, der das Experiment begleitete.
Jenke von Wilmsdorff: "Der Schnitt bringt Unvereinbares zusammen und tilgt Wichtiges. Und die Zusammenhänge des Gezeigten gingen oft verloren oder wurden gar nicht erst gesucht", so Drogen-Experte Henrik Jungaberle, der das Experiment begleitete.

Vor wenigen Wochen konsumierte TV-Journalist Jenke von Wilmsdorff in seinem "Jenke-Experiment" bei RTL harte Drogen. Es hagelte Kritik. Der Beitrag sei drogenverherrlichend und unverantwortlich. Jetzt hat Henrik Jungaberle, der Wilmsdorff als Experte bei seinen Drogen-Phasen beaufsichtigte, schwere Vorwürfe gegenüber RTL erhoben. Die "journalistische Verarbeitung" sei "schiefgegangen".

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In der am 5. September ausgestrahlten Sendung der 5. Staffel des “Jenke-Experimentes” griff der RTL-Reporter zu harten Drogen wie Ecstasy, LSD und K.O.-Tropfen. Das Konzept der Sendung: Wilmsdorff widmet sich heiklen gesellschaftlichen Themen und testet am eigenen Leib, wie sich das so anfühlt.

Nach der Ausstrahlung des Drogen-Experiment-Sendung wurden zahlreiche kritische Stimmen laut. Die Niedersächsischen Landesmedienanstalt prüfte anschließend, ob die Folge jugendgefährdend sei.
RTL verteidigte das Experiment: Man habe das Thema Drogen eingeordnet, um vor den zerstörerischen Konsequenzen zu warnen.

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Jetzt erhebt auch der Drogen-Experte Henrik Jungaberle, der das Experiment beaufsichtigte, Vorwürfe gegen RTL. Journalistisch habe RTL nicht sauber gearbeitet. “Der Schnitt bringt Unvereinbares zusammen und tilgt Wichtiges. Und die Zusammenhänge des Gezeigten gingen oft verloren oder wurden gar nicht erst gesucht”, schreibt Jungaberle auf seinem Blog. Der Sendung fehle ein roter Faden und bereite das komplexe Thema nicht verständlich auf. “Was wir (…) gesehen haben, war eine teils wirre Aneinanderreihung emotionalisierender Szenen, (…) die Sendung war journalistisch weichgespült und verlief sich im Ganzen dann ins Unkritische.” Die ausgestrahlte Sendung sei klischeehaft, nenne keine Fakten und ordne das Thema Drogen nicht ein. Die bewusstseinserweiterten Erfahrungen, die Jenkel während seines Drogen-Trips hatte, schnitt RTL komplett heraus: “Tatsächlich drehten sich Jenkes Erfahrungen weitestgehend um ästhetische Eindrücke, Einsichten und philosophische Fragen, die kaum Platz in der Sendung fanden.”

Dennoch war die Drogen-Folge aus RTL-Sicht ein Erfolg: 2,44 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen an diesem Abend zu. Der Marktanteil lag damit bei herausragenden 24,8 Prozent – das “Jenke-Experiment” war Quotensieger des Tages.

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Alle Kommentare

  1. Drogen und Menschheit und die eigene Biologie..

    Dieser Jens ist nicht der einzige Drogenkonsument und sehr wohl nicht sein einmaliges Exprement… Der hat nur vorgegaukelt und diesen als Exprement an die Medien verkauft dafür wurde Er sogar Hohnariert..
    Alles Rezeptpfliche sind nun mal Drogen..
    Drogen alle sind für Menschen schädlich und würde auch keinem empfehlen – nicht einmal wenn es von Ärzten verschrieben wurde..

    Desto trotz,, MedienHuren gegen geltende Gestze verstossen,, so müssen diese zur Verantwortung gezogen werden und konsequenten aus Strafverfahren tragen – Wie jeder andere auch.

    Medienfreiheit wird zu Ihren eigenen Belustigung missbraucht und damit sogar noch Gewinn erwirtschaftet – Mehrfaches Vergehen wie Terrorismus..

    Nochmals,, Journalisten sind MedienHuren und keine Diplomaten genisen auch keinen Imunität und sind nicht Schätzenswerter als durchschnittliche Bürger.. BASTA!

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