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US-Playboy wagt Tabubruch: Das Bunny-Heft zeigt erstmals eine junge Frau mit Kopftuch

In seiner aktuellen Renegade-Issue stellt der Playboy auch die junge Journalistin Noor Tagouri (mit Kopftuch) vor
In seiner aktuellen Renegade-Issue stellt der Playboy auch die junge Journalistin Noor Tagouri (mit Kopftuch) vor

Mittlerweile bricht der US-Playboy mit so gut wie allen - über Jahrzehnte gelernten - Leser-Erwartungen. Erst gibt es keine Nackte mehr im Häschen-Heft und nun druckt die Redaktion erstmals ein Foto einer Frau mit Kopftuch. Damit befindet sich die Redaktion allerdings fast schon wieder im amerikanischen Magazin-Mainstream. Denn die US-Ausgabe der Woman's Running hat aktuell sogar eine Läuferin mit Hidschab auf der Titelseite.

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Diese beiden Beispiele zeigen, in den USA scheint die Debatte über Kopftücher etwas anders zu laufen, als in Deutschland gerade. Während im Spätsommer eine Vielzahl von einheimischen Redaktionen Reporterinnen zu verhüllten Selbstversuchen auf die Straße schickte, beschäftigen sich auch die US-Medien mit dem Thema. Nur eben anders.

So geht der Playboy den für ihn ungewöhnlichen Schritt und stellt mit Noor Tagouri erstmals eine Frau mit Hidschab vor. Ihr Portrait ist Teil einer großen “2016 Renegades”-Serie, die interessante und aufstrebende Personen aus der Medien-, Unterhaltungs- und Spiele-Szene vorstellt, die für ihren Berufstraum große Hindernisse überwinden mussten.

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Mit dem Playboy-Shooting gelingt der 22-Jährigen, die neben dem Kopftuch eine Lederjacke und Turnschuhe trägt, etwas, dass nie eine Frau vor ihr schaffte. Das soll aber nur ein erster Schritt sein. In dem Interview mit dem Männermagazin verrät Tagouri, dass sie ebenfalls gerne die erste US-Nachrichtensprecherin werden würde, die ein Hidschab trägt.

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Auf das Cover der Zeitschrift schaffte es die junge Journalistin noch nicht. Das hat ihr Rahaf Khatib noch voraus. Die Läuferin ist das aktuelle Titelmodel der Woman’s Running. Auch sie trägt ein Kopftuch und geht – vor allem via Social-Media – sehr offen damit um.

In beiden Fällen blieb bislang ein Shitstorm aus. Das wäre hierzulande möglicherweise anders. So sorgte vor ein paar Monaten das Foto einer jungen Mutter mit Kopftuch auf der Eltern für jede Menge böse E-Mails und regelrechten Telefonterror in der G+J-Redaktion.

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