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Nur mal kurz den ESC retten: Raab TV produziert neue Casting-Show der ARD

Da werden Erinnerungen an glorreichere ESC-Zeiten geweckt. Am erfolgreichsten schnitt Deutschland in den vergangenen Jahren immer dann ab, wenn Stefan Raab involviert war und die Sänger via Casting gesucht wurden. Jetzt kehrt die ARD, zusammen mit der Produktionsfirma Raab TV zu dieser Form des Auswahlverfahrens, inklusive einer Experten-Jury, zurück. In ihr sitzen unter anderem Lena und Tim Bendzko. Frei nach einem seiner Songs, soll das neue Konzept jetzt also „nur mal kurz den ESC retten“.

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Das Konzept und Prozedere der Suche nach einem Song und einem Sänger oder einer Sängerin, die für Deutschland nach Kiew reisen soll, ist jedoch nicht ganz einfach.

Erst einmal sind Interessierte mit starken Stimmen aufgerufen, sich beim NDR zu bewerben. Aus ihnen wählen dann Vertreterinnen und Vertreter des deutschen ESC-Federführers NDR und weiterer ARD-Sender, der Produktionsfirma Raab TV sowie andere musikalische Experten, 30 junge Leute aus, die zu einer zweiten Castingrunde eingeladen werden.

Die besten fünf von ihnen schaffen es dann in die große ESC-Vorentscheid-Show. Sie findet am 9. Februar in Köln statt und wird von Barbara Schöneberger moderiert. In dieser Sendung („Eurovision Song Contest – Unser Song 2017“) singen die Finalisten jeweils einen Song, den internationale Komponisten extra für den ESC 2017 geschrieben haben.

Die Auftritte werden von einer Jury, bestehend aus Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen kommentiert und bewertet. Die letztendliche Entscheidung, wer Deutschland beim nächsten Grand Prix vertritt, fallen jedoch die TV-Zuschauer.

Als lustiges Gimmick streamt die ARD die Show auch live ins Internet und bittet die europäischen Zuschauer ebenfalls – diesmal via ESC-App – um ihre Bewertung.

Nach dem peinlichen Abschneiden der vergangenen Jahre bejubeln nun die NDR- und ARD-Macher ihre Umbauarbeiten des gescheiterten Prozedere der letzten Jahre. „Zurück zu den Wurzeln der erfolgreichen Castingshow à la ‚Unser Star für Oslo‘, Konzentration auf wenige starke Songs und Kandidaten an einem langen Fernsehabend, dazu glaubwürdige und überzeugende Jurymitglieder – das ist ‚Unser Song 2017′“, sagt Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung. Zudem verweist er darauf, dass man seit 2002 die besten Ergebnisse immer mit den Siegern aus Castings erzielt haben. Beispiele hier sind Max Mutzke und natürlich Lena.

Nachtrag (15. September):
In einer älteren Version dieses Textes erweckte eine missverständliche Formulierung den Eindruck, dass Stefan Raab eine aktive Rolle als Produzent in der Herstellung der neuen Show übernehmen würde. Dem widerspricht die Produktionsfirma und sein Management.

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