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So wollen die Krautreporter-Macher mit Steady Paid-Content-Modelle verändern

Krautreporter-Macher Sebastian Esser (links) und  Philipp Schwörbel entwickeln Steady
Krautreporter-Macher Sebastian Esser (links) und Philipp Schwörbel entwickeln Steady

Wenn große Verlagshäuser schon nicht in der Lage sind, Leser dazu zu bringen, für Inhalte zu zahlen, wie sollen das dann Blogger oder freischaffende Journalisten anstellen? Was das angeht, haben die Krautreporter-Chefs Sebastian Esser und Philipp Schwörbel jetzt eine Lösung anzubieten: Steady - eine Plattform, auf der Journalisten und Blogger ihre Inhalte verkaufen können. Die Testphase beginnt im Oktober.

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Der Finanzier hinter Steady ist niemand anderes als Google mit seiner Digital News Initiative: Mit 350.000 Euro fördert der Internet-Gigant das Projekt und ist damit der Haupt-Geldgeber.

Die Idee von Steady: Autoren teasern ihre Publikationen auf der Plattform an und finden auf diese Weise Unterstützer. Steady fungiert dabei als eine Art Marktplatz, auf denen Publisher ohne Verlag ihre Inhalte anbieten.

Doch der eigentliche Fokus liegt darauf, dass diese Publisher Leser auf der eigenen Seite zu Zahlern machen. Paid Content im klassischen Sinne ist damit aber nicht gemeint. „Wir glauben nicht, dass eine Bezahlschranke die beste Lösung ist“, sagt Gabriel Yoran, neben Esser und Schwörbel einer der Co-Gründer und verantwortlich für Marketing und Kommunikation. Und erläutert weiter: „Analysen haben ergeben, dass Leser nur dann für digitale Angebote zahlen würden, wenn ihnen drei Fragen beantwortet werden: Wofür wird das Geld verwendet? Wie viel wird benötigt und wie viele zahlen schon?“ Die Zahlungsbereitschaft läge zwischen drei oder vier Euro pro Monat. „Nicht die Mehrheit, aber immerhin fünf Prozent würden zahlen.“

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Und von diesen fünf Prozent will sich auch Steady finanzieren: Die Autoren binden ein Steady-Feld auf ihrer eignen Webseite ein; um die administrative Tätigkeiten hinter der Bezahlabwicklung kümmert sich Steady – und kassiert dafür fünf Prozent des Erlöses. Außerdem hat es Steady nicht nur auf die schreibende Zunft abgesehen, sondern auch auf YouTuber.

Keine Bezahlschranke für kleine Blogs und Websites, sondern Crowdfunding ist die Lösung – schließlich kommt das Projekt aus dem Hause der Krautreporter. Deren zwei Jahre altes Online-Magazin Krautreporter wurde ebenfalls durch Crowdfunding finanziert. 900.000 Euro kamen damals als Startkapital zusammen.

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Alle Kommentare

  1. Welches erfolgreiche Digital-Produkt haben diese Herrschaften eigentlich vorzuweisen? Krautreporter ist genauso pleite wie die Prenzlauer Berg Nachrichten. Dass solchen Dampfplauderern immer das Geld hinterhergeworfen wird, schient symptomatisch für unsere Gesellschaft zu sein…

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