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Apples Auto-Ambitionen: 500.000 iCars sollen im ersten Jahr verkauft werden

Seit Jahren wird über Apples iCar-Pläne spekuliert. Im Bild Apple -CEO Tim Cook
Seit Jahren wird über Apples iCar-Pläne spekuliert. Im Bild Apple -CEO Tim Cook Foto: dpa

Das Warten wird noch einige Jahre weitergehen, doch die Spekulationen kochen bereits jetzt hoch: Wie viele Elektroautos müsste Apple eigentlich verkaufen, um das iCar zu einem Erfolg zu machen? Das britische Automobilmagazin Autocar will aus dem Umfeld von Tim Cook eine interne Verkaufsvorgabe erfahren haben: Eine halbe Million iCars sollen bereits im ersten Jahr ausgeliefert werden – das Zehnfache der heutigen Absätze von Tesla.

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Die Andeutungen sind immer die gleichen: Nein, anzukündigen habe er nichts, doch die Automobilindustrie sei sehr in Bewegung, übt sich Apple-Chef Tim Cook in praktisch jedem Interview in der Kunst des Nichtssagens.

Oder wie gegenüber seinen Aktionären auf der letzten Hauptversammlung im Februar formuliert: “Das Aufregende an Weihnachten war immer, dass man nicht wusste, was einen erwartet. Er wird noch einige Zeit Heiligabend sein”, lockt Cook immer wieder.

Dabei ist Apples Arbeit an einem iCar seit Anfang 2015 das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis in der Techbranche: „Es ist ein offenes Geheimnis, dass Apple an einem Elektroauto arbeitet”, erklärte Tesla-Chef Elon Musk der BBC im Januar. Apples Vorhaben sei „ziemlich schwer zu verbergen, wenn man 1.000 Ingenieure anheuert.“

Das iCar, das legen die immer höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (R&D) und die auf mehrere Tausend Mitarbeiter aufgestockte Projektunit “Titan” nahe, ist Tim Cooks große Zukunftswette, die auf Gedeih und Verderb über die Bewertung seiner Ära entscheiden wird, die bislang eher durchwachsen ausfällt.

Apple-Auto soll erst 2021 in den Verkauf kommen

Doch das Apple-Auto scheint noch ein halbes Jahrzehnt auf sich warten zu lassen. Nachdem das Wall Street Journal vor einem Jahr noch 2019 als möglichen Startzeitpunkt des Apple-Autos genannt hatte (Bloomberg war ursprünglich vom Jahr 2020 als Launchtermin ausgegangen), berichtete das Premium-Techportal The Information zuletzt nun von einer Verzögerung der Marktreife.

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Apples Zielvorgabe sei nach den Schwierigkeiten in der Entwicklung, die im Frühjahr mit dem Rückzug des Projektschefs Steve Zadesky offenbar wurden, nun auf 2021 nach hinten gerückt, berichtete der frühere Wall Street Journal-Techreporter Amir Efrat zuletzt mit Verweis auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Große Ambitionen: Eine halbe Million Autos zum Start verkaufen

Wie das Automobilmagazin Autocar nunmehr aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen erfahren haben will, wettet Apple bei seinen Auto-Ambitionen in den für den wertvollsten Konzern der Welt üblichen, ganz großen Dimensionen. 500.000 Apple-Autos sollen demnach im ersten Verkaufsjahr 2021 abgesetzt werden, kolportiert das britische Branchenorgan – das wäre das Zehnfache der Absätze, die Tesla 2015 erzielt hat.

Am Ende liegt Apple mit seinen hochfliegenden Ambitionen aber immer noch unter den Produktionsplänen von Elon Musk: Der Tesla-Chef hat bekanntermaßen das Ziel ausgegeben, bereits 2018 die Marke von einer halben Millionen verkaufter Elektroautos zu knacken. Zum Vergleich: Die Marktführer Toyota und Volkswagen lieferten sich 2015 mit 10 Millionen verkauften Autos einen enges Wettrennen um den Spitzenplatz.

Der Techpionier aus Cupertino dürfte sich mit den Verkaufszahlen der ersten Jahre ohnehin nicht groß aufhalten. Wie Autocar berichtet, wird das in fünf Jahren erwartete iCar intern nur als Vorläufer zur eigentlichen Revolution betrachtet: dem selbstfahrenden Apple-Auto, das erst in einem Jahrzehnt erwartet wird – 2026.

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