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Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt: “Blickpunkt Sport war der größte Fehler meines Lebens”

Fußball-Helden Hoeneß, Beckenbauer, Scholl, Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt: “Nie jemanden in die Pfanne gehauen”
Fußball-Helden Hoeneß, Beckenbauer, Scholl, Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt: "Nie jemanden in die Pfanne gehauen"

Zum Start der Bundesliga-Saison traf Fußball-Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt, 41, Christopher Lesko, um über ihren Weg vor die Kameras deutscher und englischer TV-Sender zu sprechen. Gerechtigkeits-Fan Müller-Reinhardt erzählt von Mobbing beim Bayerischen Rundfunk, Moral in Hoeneß- und Beckenbauer-Kontexten und ihrem Engagement für Flüchtlinge: „Integration wird zu 51% scheitern. Für die 49% kämpfe ich.“

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Isabella, wir duzen uns seit einigen Jahren: Ich fände ein Pseudo-Sie für unser Gespräch künstlich.

Ich sehe das genauso.

Wer genau sitzt hier vor mir?

Isabella Müller Reinhardt, 41 Jahre alt, wohnhaft derzeit in Isernhagen.

Du bist also ein Eintrag im Melderegister.

Über mich gibt es natürlich viel mehr zu sagen.

Was denn? Wer sitzt hier?

Eine Frau, die ein erfülltes, glückliches Leben führt und sich wahrscheinlich jünger fühlt, als sie ist.

Ich würde die Differenz gern verstehen. Jetzt musst Du fragen: „Welche?“

Welche?

Die Differenz zwischen realem und gefühltem Alter.

Denke ich zurück an die Zeit, in der ich wirklich jung war, wirkten 40-Jährige steinalt, und ihr Leben war irgendwie durch. Mittlerweile bin ich 41 und fühle mich aber überhaupt nicht, wie 41-Jährige damals in meinen Augen waren. Manchmal schaue ich mir alte Fotos von mir an, auf denen ich 20 bin, und denke: Du siehst noch fast genauso aus. Vielleicht will ich es gar nicht wahrhaben, dass ich älter werde? Vielleicht ist Vierzig das neue Dreißig? So fühle ich mich jedenfalls.

Zum glücklichen, erfüllten Leben: herzlichen Glückwunsch! Woraus ist denn Dein Glück gebaut?

Glück wird weniger durch äußere Faktoren bestimmt. Meins ist mit meinem Mann und unserem Kind gebaut aus einer eigenen Familie, die ich liebe, und die mich liebt. Ich habe auch Eltern, die ich liebe. Insgesamt ist Glück das Gefühl, angekommen zu sein.

Dauerhaft glücklich sein, klingt ein wenig öde: Mit Blick auf Dich selbst, wer bist Du noch?

Ich bin offen, an anderen interessiert und direkt; auch wenn ich nicht so extrovertiert bin, wie viele glauben. Ich kann gut für mich sein, und ich brauche das auch sehr. Ich bin bestimmt nicht ganz so taff und selbstbewusst, wie ich mich oft gebe, sondern verletzlich.

Eigener Verletzlichkeit nähert man sich ja, indem man Verletzungen erfährt.

Als eher emotionaler Mensch lasse ich Themen manchmal dicht an mich heran, auch wenn sie mich direkt nicht betreffen müssten. Schicksale anderer beispielsweise.

Das ist eine Registereintragsantwort.

Ein persönlicheres Beispiel also? Gut: In den Jahren meiner beruflichen Karriere bekam ich manchmal Mails, in denen ich angegriffen und verletzt wurde. Natürlich ist es mir nicht egal, was andere über mich denken. Ungerechtigkeit insgesamt kann ich schlecht ertragen: Die mir gegenüber und auch jene anderen gegenüber.

Ungerechtigkeit ist nicht die Ausnahme sondern die Regel in sozialen Kontexten. Was ist denn mit Deiner Ungerechtigkeit anderen gegenüber?

Ich bemühe mich immer, andere gerecht zu behandeln.

Sagtest Du nicht, Du seist ehrlich und offen?

Gut, letztens war ich gegenüber einem vierjährigen Kind im Kindergarten ungerecht. Ganz ernst: Ich versuche wirklich, gerecht zu sein.

Georg-Text

 

Du bist ja lange schon Sportmoderatorin und hast in Eurem „Deutschland für Anfänger“- Projekt in den letzten Monaten sehr erfolgreich ein zweites Feld gestaltet. Wie hat denn Dein Weg insgesamt begonnen?

Ich bin als Einzelkind in München geboren und noch in der ersten Klasse mit meinen Eltern nach Madrid gezogen. Mein Vater wechselte beruflich dorthin. Dort begann meine Leidenschaft für den Fußball. Bis heute glaube ich, dass mein Vater mit mir als Mädchen nicht so viel anfangen konnte, er hätte lieber einen Jungen gehabt. Ganz tief drinnen habe ich, so glaube ich, versucht, eine Gemeinsamkeit mit meinem Vater aufzubauen. So begann ich im Alter von 8 Jahren, mit ihm in Madrid zu Real ins Stadion zu gehen. Unser Nachbar war Camacho, damals Kapitän von Real Madrid. Ich merkte also früh, mit Fußball kann man Männer um den Finger wickeln: bei meinem Papa fing das an.

Hatte denn Deine Mutter für Dich das geringere Gewicht?

Nein. Aber sie erzog mich und war ständig zuhause. Mein Vater arbeitete viel, war unterwegs, und ich sah ihn selten. Die wenige Zeit, die ich mit ihm verbrachte, wollte ich irgendwie näher. Meiner Mutter gegenüber musste ich nach Gemeinsamkeiten nicht suchen. Ich bin halt ein Papa-Kind, irgendwie.

Der Schritt mit sieben Jahren von München nach Madrid ging gut?

Ja. In München war ich gefühlt noch Kleinkind. Vom 7. bis zum 13. Lebensjahr war ich in Spanien und ab 13 zur Pubertät wieder in München. Das waren Wechsel in jeweils ganz andere Lebensabschnitte, das hat gut gepasst. Ich bin meinen Eltern für die Madrider Zeit sehr dankbar – nicht nur, weil ich zweisprachig aufwachsen durfte.

Du bist innerlich also auch Spanierin?

Im Herzen? Total! Ich fiebere auch für Spanien bei großen Turnieren mit.

Mit 13 also gleichzeitig nach München und in die Pubertät. Das sind schöne Strecken.

Ja. Wir kamen nach München zurück, und ich fing bei Null an. Damals gab es weder Facebook noch das Internet, und meine Eltern hätten mir einen Vogel gezeigt, hätte ich aus München permanent mit meinen spanischen Freundinnen telefonieren wollen.

Gabe es Werte oder Haltungen Deiner Eltern, die Dir für Dein späteres Leben helfen konnten?

Sie waren ständig die Adler über mir. Sie passten auf mich auf. Ich wuchs wahnsinnig behütet auf.

Der Satz stimmt so? Wahnsinnig und behütet?

Ja: Sollte ich um 19.00 zuhause sein und verspätete mich um 10 Minuten, hatte meine Mutter fast schon die Polizei angerufen. Ich hatte zwar viele Freiheiten, aber sie hatten permanent Angst, mir könne etwas passieren.

Wunderbare Voraussetzungen für die Pubertät.

Ja. Die Kontrolle war ein Thema: Als ich 14 war, übernachtete ein Freundin häufig bei mir. Wir schliefen im Keller und stiegen nachts regelmäßig aus dem Kellerfenster, um in die Stadt zu trampen. Morgens kamen wir zurück. Jahre später erzählte mir meine Mutter, sie habe das immer gewusst. Sie saß jedes Mal die ganze Nacht rauchend im Wohnzimmer und wartete, dass wir zurückkamen. Sie hatte mir das nie gesagt. Sie wollte uns den Spaß nicht verderben.

Das war es mit den Werten?

Nein. Meinen Eltern war es immer wichtig, dass ich auf eigenen Beinen stehe, einen Beruf ergreife, von dem ich selbst leben kann. Das haben sie mich auch spüren lassen: Als ich mit 21 relativ spät auszog, gab es kein Taschengeld mehr von meinem Vater. Meine Mutter sprach drei Monate nach meinem Auszug kein Wort mehr mit mir, weil sie persönlich beleidigt war. Witzigerweise wiederholte sich dies 20 Jahre später, als ich mit meinem Mann und unserem Sohn von München nach Hannover zogen.

Dein Vater stellte die Taschengeld-Zahlungen ein?

Nein, meine Mutter war tief beleidigt.

Also: Kellerfluchten und erste Erfahrungen im Münchener Nachtleben. Irgendwann taucht ja die Frage auf, was beruflich als Perspektive Sinn machen könnte. Was war denn im Angebot nach dem Abi?

Mein großer Berufswunsch, Fachärztin für Psychiatrie zu werden, scheiterte an meiner Faulheit, am NC und einem 2er Abi. Biologie und Psychologie hätten mich auch gereizt. Irgendwann kam mein Vater nachhause und erzählte, ich würde in ein paar Tagen ein Praktikum in der Marketing-Abteilung bei Giesecke & Devrient machen. Ich machte das und wusste danach, was ich nicht will: Im Kostümchen ins Büro zu einem Nine-To-Five-Job.

Psychiatrie ging nicht, ich wollte also irgendwas mit Fußball machen. Ich schrieb eine Bewerbung und besuchte den Programmchef von TV München, um ein Praktikum zu machen. Er war einverstanden, und ich landete in der Sportredaktion von TV München. Aus dem Praktikum wurde ein einjähriges Volontariat, parallel studierte ich Journalismus an der LMU in München.

Ein neues Feld für Dich: Welche Atmosphäre begegnete Dir damals beim Fernsehen?

Damals war TV München ein Paradies: Ein kleiner Sender mit viel Geld, das in junge, selbstproduzierte Formate gesteckt wurde. Ich arbeitete mit jungen Kollegen, alle hatten Ideen. Der Sender machte handwerklich nettes Fernsehen, man machte von A bis Z alles selbst. Ich war in der Sportsendung Ablaufredakteurin, machte Beiträge, übernahm Aufnahmeleitung und Gäste-Akquise. Ich holte die Spieler von zuhause ab und fuhr sie wieder nachhause. Ich habe wirklich alles gemacht. Ich konnte von der Pike auf lernen, und man durfte jederzeit Fehler machen, um zu lernen.

Erzähl mal von einem Fehler.

Mein allererstes Interview mit Harald Cerny auf dem Trainingsplatz von 1860 wurde in die Tonne getreten, weil nur meine Fragen zu hören waren: Ich vergaß das Mikro hin- und herzubewegen.

Und Dein Privatleben damals: Gab es schon einen Freund?

Immer. Die kamen und gingen. Ich arbeite also und zog mit meiner besten Freundin zusammen. Sie musste mir Zettel an die Waschmaschine kleben, welche Knöpfe ich zu drücken hatte. Der Preis einer Erziehung, innerhalb derer ich zuhause wenig tun musste. TV München suchte dann einen Moderator, ich bekam den Job. Subway hieß die 30-minütige Sendung: Ich setzte mich zu völlig Unbekannten in die U-Bahn und sprach mit ihnen. Neu für mich und eine gute Schule mit bemerkenswerten Erlebnissen: Eine Oma zeigte mir ihre KZ-Tätowierungen, ich traf Jimmy Hartwig zufällig in der U-Bahn. Ich ging in einem spontanen Format auf Menschen zu, die visuell interessant waren: Saß ein Punk neben einer Hausfrau, sprach ich mit dem Punk.

Vielleicht sind ja Hausfrauen manchmal die wahren Punks und Punks die wahren Hausfrauen. Hatte das Format gute Quoten?

Als rein regionales Format waren die Quoten sehr, sehr gut. Viele schauten, ob sie vielleicht jemanden kannten. Ich freue mich heute auch, wenn ein Fernsehfilm an Orten spielt, die ich kenne. Parallel ging ich auch in den Sportformaten mehr und mehr vor die Kamera.

Was wurde aus dem Studium?

Ich machte es zwei Jahre weiter, bevor ich aufhörte. Die Zeit der 90er tickte ja noch anders: Frauen im TV-Sportjournalismus waren die große Ausnahme.

Obwohl Carmen Thomas mit ihrem Versprecher „ Schalke 05“ den Weg ja bereitet hatte…

(lachend) Ja. Auch die Distanz zu Vereinen und Profis war für Journalisten eine kürzere: Der FC Bayern buchte damals für Trainingslager Hotels in Sardinien oder Spanien, und die Journalisten wohnten in denselben Hotels. Da waren dann 6-7 Printkollegen, mit einem Kollege von SAT.1 ran teilte ich mir ein Kamera-Team. Mehr oder weniger eine Woche Urlaub mit der Mannschaft: Wir aßen auch im selben Raum. Wollte ich ein Interview mit Basler, fragte ich Mario, ob er kurz Zeit habe. Er antwortete, er rauche noch schnell eine, und dann legten wir los. Diese großen, durchorganisierten Pressekonferenzen gab es Ende der 90er noch nicht. Als Münchnerin stand ich Bayern und 1860 sehr nahe: Wenn 60 am Wochenende das Spiel verlor, war ich so mitgenommen, dass ich an diesem Abend nicht mehr aus dem Haus ging.

Diese Konsequenz haben die hoffentlich beim nächsten Spiel berücksichtigt.

Heute lache ich drüber, aber die innere Verbindung zu 60 gibt es noch.

Gab es denn damals eine besondere Verbindung zu einem Profi?

Ich war ja im gleichen Alter wie viele Spieler, und ich ging nachts auch in dieselben Läden wie sie. Man vertraute sich also und kannte sich auch privat. Das ging gut: Ich habe nie jemanden in die Pfanne gehauen und wurde respektiert. Mit Mehmet Scholl, Thorsten Fink, Brazzo Salihamidžić und Giovane Élber konnte ich besonders gut.

Als tm3 dann die Champions-League-Rechte kaufte, traf ich mich mit dem Sport-Chef Michael Pfad und unterschrieb einen Vertrag. Der nächste Schritt in die große Welt der Selbstständigkeit: Ich ging mit Festanstellung nach Hamburg und schmiss das Studium. Eine großartige Zeit dort. Meine Mutter weinte, weil sie wegen Prostituierter und Drogenabhängiger Angst um mich hatte. Und ich saß in einer Redaktion mit vielen, damaligen Sportgrößen – Ploog, Dahlmann und anderen. Ich habe die zunächst alle gesiezt.

Macht man ja mit älteren Herren auch so. Uns beide mal ausgenommen.

Ja, die waren deswegen total beleidigt. Ich hatte Ehrfrucht und musste mich daran gewöhnen, mit ihnen in einem Team zu arbeiten. Mit meinem Lieblings-Kollegen Marinus Bester teilte ich mir ein Büro. Er spielte parallel noch ein wenig für den HSV. Es gab nicht einmal ein Archiv, es gab nichts. Eine großartige Zeit des Aufbaus, auch wenn sie nur ein Jahr dauerte, weil Murdoch die Rechte wieder abgab. Ich verließ Hamburg und ging wieder nach München. Was sollte ich dort ohne den Job?

Prostitution und Drogenhandel?

Dazu war ich zu stabil. Ich ging zurück nach München, hatte keine Wohnung und keinen Job, bis ich zur Kirch-Gruppe ging. Die begannen damit, lineares TV mit dem Internet zu verbinden, besetzten Moderatoren, die auch online moderierten. Ich moderierte einige Jahre sämtliche Sportarten bei SAT.1 und DSF. Bis die Kirch-Krise kam. Danach kam es zu dem einen, dunklen Kapitel meines Lebens.

Zu viel Helligkeit soll gar nicht gesund sein. Wo genau war es denn dunkel?

Ich ging zu 9Live. Man köderte mich damals mit einer Fußball-Sendung, die ich gemeinsam mit Jimmy Hartwig machte.

Ihr kanntet Euch ja aus der U-Bahn.

Das Format lief parallel zu den Bundesliga-Spielen. Wir schauten die Premiere-Konferenz und informierten die Zuschauer, was passierte. Das ging rechtlich ganz gut: Damals war Christiane zu Salm Geschäftsführerin von 9Live und ihr Lebensgefährte Geschäftsführer von Premiere. Ab und zu blendeten wir den laufenden Premiere-Stream auch ein. Dann erwarb arena die Bundesliga-Rechte: Ich kannte den Redaktionsleiter Adi Schmidt-Fleckenstein aus meiner SAT.1-Zeit. Er wollte unbedingt eine Moderatoren-Frontfrau, und ich wechselte zu arena.

Wer waren denn dort Deine männlichen Moderatoren-Kollegen?

Olli Welke, Matthias Opdenhövel, Norbert Dobeleit, Tom Scheunemann, Steven Gätjen. Eine großartige Zeit mit einem ähnlich unglaublichen Team-Spirit wie bei tm3: Wir bauten gemeinsam etwas auf.

Die Zeit endete ja nach wieder nach einem Jahr, wie Dein Start bei tm3. Zum zweiten Mal also wurden Hoffnung auf und Leidenschaft für eine Perspektive zerbröselt.

Als wir begannen, machten wir mit dem gesamten Team einen 3-tägigen Workshop. Jeder musste sich mit zwei Sätzen kurz vorstellen. Ich sagte: „Ich heiße Isabella, und ich gehe immer dorthin, wo die Rechte nach einem Jahr wieder weg sind.“ Da haben alle gelacht. Nach einem Jahr waren die Rechte wieder weg. Ich war traurig. In diesem Jahr hatte alles gepasst: Es war beruflich das großartigste Jahr meines Lebens. Ich wusste, das kann nirgendwo noch besser werden.

Es könne nie besser werden, ist unter dem Gesichtspunkt der self fulfillig prophecy ein Scheiß-Satz.

Ja, aber so habe ich das damals empfunden. Die Nachricht des Endes fühlte sich an, als würde der Mann, den Du liebst vor Dir stehen und sagen, er liebe Dich nicht mehr. Ich hatte damals bereits ein Angebot des Bayrischen Rundfunks, die mich abwerben wollten. Ich litt aber mit Kollegen, die extra für arena Sicherheiten aufgegeben hatten, obwohl sie Familie und Kinder hatten. Gerade Kommentatoren und Redakteure, die extra für Ihr arena-Engagement ihre Premiere-Verträge gekündigt hatten, hatten es schwer. Premiere hatte ja die Stellen neu besetzt. Ich fühlte mich sehr schlecht, weil es mir besser ging als ihnen.

Ehrenwert. Aber auch der Preis, den Du als Fisch an der inneren Angel Deines eigenen Gerechtigkeit-Dogmas zahlst. Gerechtigkeit ist eine Illusion. Der Eid der Bundeskanzlerin lässt sie schwören, Gerechtigkeit gegen jeden zu üben. Lebensfern und paradox. Wie lief es denn privat?

Privat war alles gut: Zu dieser Zeit hatte ich schon meinen Freund, der jetzt mein Ehemann ist. Ich lernte ihn ganz klassisch beim abendlichen Weggehen kennen.

Hast Du denn in Deinen späteren Wohnungen die lieb gewordene Tradition fortgesetzt, zum abendlichen Weggehen die Buden durch die Kellerfenster zu verlassen?

Nein, aber ich habe immer die Tür abgesperrt, das mache ich heute noch.

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Was macht Dein Mann beruflich?

Er war bei der Abendzeitung in München stellvertretender Online-Chef. Mittlerweise ist er für alle Sports-Online – Aktivitäten der Madsack-Gruppe verantwortlich. Wegen der neuen Funktion zogen wir vor einem Jahr nach Hannover. Ich jedenfalls ging nach arena zum BR, moderierte mit “Blickpunkt Sport” als Gerd Rubenbauer-Nachfolgerin an der Seite von Waldemar Hartmann und Markus Othmer eine Sendung, die alleine wegen des FC Bayern auch überregional Interesse fand. Nebenbei machte ich dort Sport am Samstag und eine Menge für die ARD.

Und: Wieder Aufbruchsstimmung im Kreis älterer Herren?

Nein. Sport am Samstag und die ARD-Themen waren gut. “Blickpunkt Sport” war der größte Fehler meines Lebens.

Noch ist ja Dein Leben nicht gelaufen. Was war denn falsch?

Man holte mich, um den “Blickpunkt Sport” zu verändern. Letztlich wollte man nur, dass ich mich so verändere, dass ich zum Format passe.

Geht es noch ein wenig abstrakter?

Haha. Gut: Gerade der BR als Öffentlich-Rechtlicher hatte ein Problem mit Überalterung von Zuschauern. Man wollte lebendiger werden und Formate jungen Menschen öffnen. Deshalb holte man mich: Sie wollten Junges, Freches und Frisches. Beim BR galt man noch mit 40 als jung und frisch. Diese Idee stieß im Haus besonders bei einer Person auf massiven Widerstand. Ich wurde erstmalig in meinem Leben derart gemobbt, dass ich an psychische Grenzen stieß. Ich wurde in Redaktionskonferenzen mit 30, 40 Redakteuren verbal niedergemacht: Ich musste mir anhören, ohne Trachtenjacke, in Jeans und Top zu moderieren schaute ich aus „wie eine Nutte, die aus einem Bordell kommt“, ich zöge „das Baby ‘Blickpunkt Sport’ in den Dreck“, mein Hochdeutsch sei schlimm.

Das Aussehen von Bordellmitarbeiterinnen kann ja nur beurteilen, wer Bordelle von innen kennt. Warum waren die guten BR-Verjüngungs-Impulse denn nicht kräftig genug?

Folgte ich dem Rat desjenigen, der mich holte, ich solle frecher, mutiger, jünger sein, lief ich bei einer verantwortlichen Person ins Messer. Es wurde durchgeladen und darauf gewartet, abdrücken zu können. Obwohl meine Einschaltquoten mit dem frischeren, frecheren Stil ein Jahr lang von keinem der anderen Moderatoren je erreicht wurden.

30 Redakteure haben also in der Konferenz zugehört, wie Du beleidigt und gemobbt wurdest?

Das war wie beim „Club der toten Dichter“: Da sind wirklich seit Jahren alteingesessene BR-Redakteure aufgestanden und haben gesagt, man solle froh sein, dass ich da sei. Danach wurde es nur noch schlimmer für mich. Je mehr Zuspruch ich offiziell bekam, desto größer wurde der Ärger. Damals gab es ja spontane Feedbacks über soziale Plattformen noch nicht: Zuschauer nutzten Mails und schrieben Briefe. Mir wurden offiziell nur kritische Reaktionen weitergeleitet. Mit denen war ja auch zu rechnen, wenn plötzlich für die Generation 70 Plus keine 50-Jährige im Dirndl moderierte. Vertraute Redakteure schoben mir dann heimlich unglaublich viele positive Briefe und Mails zu: Offiziell wurden die vor mir versteckt. Auch dem Intendanten wurden nur die kritischen Zuschauerbriefe gezeigt. Mobbing.

Der damalige Intendant muss intellektuell unauffällig gewesen sein: 100% negative Kommentare, das glaubt doch kein Schwein. Und ein Gespräch zwischen Dir und dem Mobber-Wesen, das Du „die verantwortliche Person“ nennst….

…hat es nie gegeben.

Na ja, dafür tragen in Konflikten ja beide Seiten Verantwortung.

Ich habe das auch erfolglos versucht.

Willst Du denn sagen, wer Dir das zugefügt hat?

Nein, die Person ist auch nicht mehr dort.

Dann kann man es ja noch leichter sagen. Soll ich in drei Minuten noch mal nachfragen?

Lachend: Nein. Ich will das nicht beantworten. Beim “Blickpunkt Sport” habe ich ein Jahr gearbeitet, für die ARD dann noch ein weiteres, mein Vertrag lief über zwei Jahre. Ich habe sehr gerne für die ARD gearbeitet, hatte aber nach zwei Jahren wegen der BR-Themen keinen Stammsender mehr. So lief für mich die Zeit aus.

Dieses Jahr hat Beschädigungen hinterlassen.

Ja. Schlimmere, als sie Arbeitslosigkeit hinterlassen kann. Wenn man für Veränderungen geholt wird, seine Arbeit liebt, Erfolg hat und vor jeder Sendung Angst haben muss, für Outfit, Frisur und Frechheit als Nutte bezeichnet zu werden, ist das eine große Belastung. Ich habe zwischendrin auf der einen Seite versucht, mir treu zu bleiben und auf der anderen Seite unbewusst versucht, dem gerecht zu werden, was mich hasste und vernichten wollte.

Ein lausiger Kompromiss…

… der nicht funktionieren konnte. In dieser Zeit flossen zuhause viele Tränen.

Hast Du denn je eine Sendung im Dirndl moderiert und Dich um einen bayerischen Akzent bemüht?

Nein. Never ever.

Du neigst aber auch ein wenig zum Widerspruch. Also, der Vertrag lief aus.

Meine letzte Sendung lief mit Ulli Hoeneß. Er kam in diesem Jahr zweimal zum “Blickpunkt” – nur, wenn ich moderierte. Die wirklich wichtigen Studiogäste hatten nie ein Problem mit meiner Art, eher im Gegenteil.

Wie hast Du Dich denn aus dieser Krise herausbewegt?

Ich habe ein Buch geschrieben. Für mich. Ich habe mir alles von der Seele geschrieben. Eine Erzählung über eine erfundene eine Frau in einer erfundenen Krise. Also: Nicht meine Geschichte. Oder nur ein wenig.

Wie endet das Buch?

Natürlich mit einem Happy End.

Wie langweilig.

Und zu Deiner Frage des Herausbewegens: Ich habe ein Jahr nicht gearbeitet, hatte auch keine Angebote im Sport. Andere wollte ich nicht annehmen. Ich brauchte Abstand. Ich schrieb ein wenig und machte nichts im TV.

2011 rief mich Stefan Tewes von Sky an: Ich akzeptierte das Angebot, innerhalb der Samstagabend-Show ein Nachrichten-Format zu moderieren, obwohl ich wusste, dass dieses Format nicht zu mir passte. Meine Stärke ist eher die Interaktion mit Menschen, dort musste ich vom Teleprompter ablesen. Ich wollte den Fuß in die Sky-Tür bekommen. Das gelang zunächst: Ich interviewte ausländische Fußballer, die aufgrund ihrer Sprache in den Medien nicht vorkamen. Ich traf mich mit Lucas Barrios im Lokal und tanzte Tango mit ihm, traf Farfane, Vidal, Pizarro und Naldo. Ein lustiges, ungewöhnliches Format. Ich machte das, bis ich schwanger wurde und mein Sky-Gastspiel beendet war.

Fünf Monate nach der Geburt bekam ich den Anruf aus England: ITV hatte Bundesliga-Rechte erworben. Die ITV-Gruppe hatte einen reinen Sportsender und wollte, dass ich ein Bundeliga-Format moderiere: die Bundesliga-Highlight-Show, aufgebaut wie die Sportschau. ITV wollte ein German Girl mit leichtem Akzent und ein Format, das nicht aus dem Studio produziert war. Die DFL hatte mich empfohlen. Das mache ich bis jetzt seit vier Saisons. Ich bekomme sonntags nur die Info der Sende-Reihenfolge der Spiele. Alles andere mache ich. Ich habe völlige Freiheiten: was ich sage, was ich anziehe…

Das Dirndl spielt eine untergeordnete Rolle?

Oh, da stehen die mal richtig drauf! Ich drehe auch einmal jährlich vom Oktoberfest im Dirndl. Ich kenne bei ITV niemanden wirklich: Vor zwei Jahren traf ich mich mit Niall Sloane, dem Head of Sports, zum Kaffee. Sonst gibt es bis auf Mails keinen Kontakt. Die Sendung läuft gut, die sind superhappy. Dieser Job ließ sich hervorragend mit meiner Mutterrolle verbinden: Sonntags schreibe ich meine Texte, montags drehe ich.

Eingehweihte raunen, die Woche habe auch noch andere Tage.

Stimmt, aber ich brauche auch Zeit für mein Kind. Und Zeit für mich selbst.

Diese Differenzierung gefällt mir – hinter allen Rollen, beruflichen und privaten, gibt es ja noch uns selbst. Wie nutzt Du denn Zeit für Dich selbst? Machst Du Sport? Schreibst Du Leserbriefe an katholische Wochenzeitungen?

Lachend: Ich schreibe.

Gegen wen?

Für mich. Und ich restauriere alte Möbel. Und ich setze mich einmal wöchentlich mit einer Freundin auf den Markt und quatsche.

Du hast eine glückliche Familie: Sag mal zwei Sätze über Deinen Mann.

Christoph Maier, Münchener. Er ist ein paar Jahre jünger als ich und kennt mich besser, als ich mich selbst kenne. Und er liebt mich zu 100%. Ich hatte noch nie das Gefühl, mich in irgendeiner Weise verstellen zu müssen. Er ist der erste Mensch, den ich 24 Stunden um mich herum ertragen kann.

Übrigens – Beziehungen: Nach dem Medienhype um das Outing von Thomas Hitzelsperger ebbte das öffentliche Interesse am Schwul-Sein von Bundeliga-Profis ab. Wie viele schwule Profis gibt es denn gefühlt aus Deiner Sicht?

Gefühlt? Zehn Prozent? Also einer in jeder Elf, die auf dem Platz steht. Mathematisch gesehen. Nach Thomas Hitzelsperger wird sich auch in Zukunft kein aktiver, schwuler Profi in Deutschland outen. Käme einer zu mir und fragte mich, was er tun solle, antwortete ich ihm: „Halt Deine Klappe!“

Outing-Befürworter argumentieren ja eindimensional, Outing helfe dabei, kein Doppelleben führen zu müssen.

Stimmt, aber: Ein schwuler Fußballer etwa, der beim FC Bayern unter Vertrag stünde, würde sich doch niemals mit seinem schwulen Freund öffentlich zeigen, sondern hätte beispielsweise eine Alibi-Freundin. Er würde nie händchenhaltend mit seinem Freund über den Marienplatz laufen oder im Hugo’s rumknutschen. Auch mit Outing könnte er sein Leben nie so leben, wie er es vielleicht wollte. Fußballer gehen nicht in Schwulenbars, schon gar nicht heute, wo jeder mit Handys fotografiert und mediale Aufmerksamkeit verfügbarer und Privatsphäre sensibler geworden ist.

Deine gefühlten 10% gelten dann auch für Profi-Boxer.

Klar, es gibt schwule Boxer und schwule Formel eins-Fahrer. Wie in jeder Berufsgruppe.

Immerhin haben sich Zeitgeist und Gesellschaft zumindest in einer guten Art so weiterentwickelt, dass der Umgang mit geschlechtlicher Identität natürlicher, normaler geworden sind. Hast Du eigentlich irgendeine Haltung zum Ulli Hoeneß – Steuerthema?

Ulli Hoeneß war für mich der großartigste Gesprächspartner, den ich hatte. Ich schätze ihn unglaublich.

Steuerfragen bildeten wahrscheinlich nicht das Kernthema Eurer Gespräche.

Natürlich nicht. Ich finde grundsätzlich, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Er hat Scheiße gebaut, ist dafür in den Knast gewandert. Und jetzt ist auch wieder gut. Wenn er zum neuen FC Bayern-Präsidenten gewählt wird, begrüße ich das. Da sind wir wieder beim Thema der Gerechtigkeit: Er hat einen Fehler gemacht und ist dafür bestraft worden.

Moralische Aspekte kann man ja auch im Kontext der WM-Vergabe bewegen: Wie ist denn Deine Haltung zu den Vorwürfen gegenüber Beckenbauer im Kontext der FIFA-WM-Vergabe-Themen?

Generell muss man in Richtung der FIFA natürlich fragen, ob das System der Vergabe, die Kultur der Organisation, überhaupt Möglichkeiten ließ, ohne Bestechungen zur Vergabe einer WM gelangen zu können. Das System also kann ebenso Schuld tragen wie die einzelnen Länder. Hat Deutschland sich die WM gekauft, weil sie es innerhalb des Systems tun mussten, ist es trotzdem lausig. Zum Vergleich der moralischen Aspekte beider Themen: Hoeneß hat sich hingestellt und gesagt, er habe Scheiße gebaut. Das hat ein Beckenbauer nie getan. Entweder, weil er keine gebaut hat. Oder, wenn er Scheiße gebaut haben mag, weil er dazu nicht steht. Wie siehst Du das?

Hoeneß war meiner Wahrnehmung nach immer schon ein innerlich lieber, herzlicher Kerl. Er hat nur alles dafür getan, dass man dies nicht so schnell merkte. Lichtgestalten wie der Kaiser sind nicht nur langweiliger: Sie haben, was potenzielle ‚Schatten‘ angeht, auch eine andere Fallhöhe: Denkmäler schlügen härter auf, wenn sie stürzten. Hoeneß war nie eines.

Jedenfalls keines wie der Kaiser.

Erzähl ein wenig über „Deutschland für Anfänger“. Du hast zusammen mit der Syrerin Abir Alhaffar einen Youtube Kanal in Deutsch und Arabisch gebaut, der Ausländern und Flüchtlingen eine ganze Reihe von Fragen lebensnah beantwortet.

Aufklärung und Integration sind wichtig, auf beiden Seiten übrigens. Ich beschäftige mich seit einem Jahr sehr intensiv damit und habe selbst unglaublich viele Fragen, die mir keine Sau beantwortet. Dass jeder den Koran anders auslegt, beispielsweise: Ich unterhalte mich mit einer syrischen Frau, die ein Kopftuch trägt und die mir sagt, die andere syrische Frau könne nicht gläubig sein, weil sie kein Kopftuch trage. Die Frau ohne Kopftuch sagt aber zu mir, im Koran stünde davon gar nichts. Beide Frauen sind auch noch sunnitische Muslime, kommen aus der gleichen Glaubensrichtung und aus demselben Land. Ich verstehe es nicht.

Grundsatzwerke wie der Koran oder auch die Bibel bieten Interpretationsspielräume, die je nach Ziel instrumentalisiert werden können. Das gehört zum Geschäftsmodell der Produkte und hat für Gläubige nicht nur Nachteile.

Für mich ist es auch ein Widerspruch, wie Menschen einerseits nach einem Buch leben können, das im Steinzeitalter geschrieben wurde, sich an alte Traditionen klammern und andererseits moderne Kommunikationstechnologien wie Handys, Tabs und das Web nutzen.

Es sollen ja auch bereits mobilfunkbewaffnete Katholiken und Protestanten mit modernsten Endgeräten gesichtet worden sein.

Aber, kennst Du so viele Katholiken und Protestanten, die 1:1 so identifiziert nach der Bibel leben? Ich nicht. Ich schaue viele TV-Formate und Talk-Shows zu diesen Themen. Ich höre Meinungen, Meinungen, Meinungen, aber kaum Erklärungen, die mir weiterhelfen. Das fehlt mir total.

Ich behaupte, Integration kann mehrheitlich nicht funktionieren. Wie lautet Deine Antwort?

Fifty-Fifty: Du wirst niemals alle integrieren können.

Das war eine Pokalfrage: Ein Unentschieden ist verboten.

Dann: 51% lassen sich nicht integrieren. Auch, weil sie nicht wollen. Und für die anderen 49% kämpfe ich.

Tut denn Deutschland das Richtige?

Nein. Wenn sich so viele Institutionen an uns wenden, ist das ein Zeichen dafür, dass von der Bundesregierung zu wenig kommt. Über uns wurde ja im gesamten Spektrum von RTL bis hin zu ZDFzoom berichtet. Weißt Du, wie viele Politiker sich in dem gesamten Jahr mit uns in Verbindung gesetzt haben?

Natürlich nicht.

Einer, der sich mit mir getroffen hat und fragte, wo die Politik helfen könne.

Politiker sind ohnehin nicht so verbindungsfähig. Einer immerhin. Wer war das?

Der CDU-Abgeordnete Maik Beermann. Er hat uns über Facebook kontaktiert.

Die anderen Politiker haben mir nicht einmal geantwortet, als ich sie kontaktiert habe.

Nationalistisch gefärbte, politische Strömungen finden in Deutschland mehr Zuspruch. Warum?

Solange die großen Volksparteien vieles schönreden, werden sich Menschen kleinen Krawall-Parteien und -Bewegungen anschließen. Natürlich kann man Impulse von Neid und Abgrenzung verstehen, gerade, wenn man sich als Deutscher benachteiligt fühlt. Anderseits gibt es den Satz: Nimmt ein Flüchtling Dir den Job weg, kannst Du im Job nicht gut gewesen sein.

Insgesamt reden Politiker vieles zu schön. Da beginnt das Problem. Ich kann die Floskeln und Plattitüden nicht mehr hören: Das alles hat mit dem Islam nichts zu tun. Natürlich hat das eben auch mit dem Islam zu tun. Wenn man als Partei in Floskeln lebt, muss man sich auch nicht darüber wundern, wenn Menschen sich abwenden.

 

Mehr über den Autor: www.leadership-academy.de

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Alle Kommentare

  1. Eine mir bisher unbekannte Person und ein von mir nach Möglichkeit gemiedenes markiges Terrain. Dennoch las ich gerne alles. Das Ende kam mir gar verfrüht und überstürzt.

    Eine Fülle interessanter Themen und geschmeidiger Formen. Zum Beispiel: Dieser Franz B. ein Langweiler und der BR ein Problembezirk – die Dame macht ernst mit Ehrlichkeit und Gerechtigkeit. Und! Mit der ehrenhaft anmutenden Verschwiegenheit bezüglich des Namens des Mobbers zeigt die Rächerin vernichtende Raffinesse: So geraten mehrere in Verdacht, und Gegenrede, Verteidigung und Rechtfertigung bleiben aus. Gut und giftig zugestochen von dieser Skorpiongeborenen. Mit vordergründig liebreizend strahlendem Gesicht.

  2. Starkes Interview mit einer starken Frau. Ich kann mich sehr mit ihr identifizieren. Kann mir das Gespräch lebhaft vorstellen! Daher habe ich das Interview gleich auch bei FEMME-Media in der Gruppe geteilt als auch bei FB.

  3. Irgendwann dachte ich an einen bestimmten Vogel – keine Ahnung warum. Wie auch immer: Spezielles Interview, in dem mehr steckt als der Auszug “… beklagt Mobbing”.

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