Partner von:
Anzeige

Nach Kritik an Trending Topics: Facebook ersetzt Mitarbeiter durch Algorithmus

Die Staatsanwaltschaft München I wird nicht gegen Mark Zuckerberg ermitteln
Die Staatsanwaltschaft München I wird nicht gegen Mark Zuckerberg ermitteln

Nach den Manipulationsvorwürfen an die Trending Topics zieht Facebook Konsequenzen: Wie das Unternehmen erklärte, will man die Vorgänge zukünftig automatisieren. Bedeutet: Der Einfluss des Algorithmus wird größer, während Mitarbeiter nur noch eine Kontrollfunktion übernehmen. Laut Medienberichten wurde ein Großteil des Teams gefeuert und die Maschinen-Auswahl startete mit einem Flop.

Anzeige
Anzeige

Die Aufgaben zur Erstellung der Trending Topics, ein bislang nur in den USA existierendes Angebot des sozialen Netzwerkes, werden umverteilt. Während bis zuletzt Mitarbeiter manuell Trending Topics, also angesagte Themen, zusammenstellten – und vom Algorithmus unterstützt wurden – soll nun der Algorithmus die Arbeit übernehmen. Mitarbeiter sollen nur noch eine Kontrollfunktion einnehmen, erklärte Facebook auf seinem Blog. Laut dem US-Portal Quartz hat die Umstellung auch personelle Konsequenzen: 15 bis 18 Mitarbeiter sollen gefeuert worden sein.

Das Trending-Topics-Team geriet im Mai in die Kritik, als ehemalige Mitarbeiter behaupteten, das Team würde die Trending Topics manipulieren und Berichterstattung über konservative US-Politiker unterdrücken. Facebook hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eigenen Angaben zufolge Untersuchungen durchgeführt, bei denen sich die Vorwürfe nicht bestätigt hätten. Im Rahmen der Krisenbewältigung hatte sich CEO Mark Zuckerberg auch mit konservativen Spitzenpolitikern getroffen.

Anzeige

Im Netz ärgern sich User über den Schritt, menschliche Mitarbeiter durch den Algorithmus zu ersetzen. Darüber hinaus scheint der Computer nicht zuverlässig zu arbeiten. Wie The Atlantic berichtet, hat der Algorithmus einen Artikel über die Fox-Moderatorin Megyn Kelly in die Trending Topics gehievt, der sich als Fake-Beitrag entpuppte. In dem Artikel wurde behauptet, dass sich der Sender von der Moderatorin getrennt habe, weil sie die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton unterstütze. Dass der entsprechende Artikel überhaupt trendete (und 200.000 Likes sammelte), weckt laut Atlantic Zweifel daran, dass überhaupt noch Mitarbeiter in den Vorgang involviert sind.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia