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Treffen von Merkel, Hollande und Renzi: Journalisten beklagen sich über schlechte Arbeitsbedingungen auf Marineschiff

Beim Dreiergipfel von Merkel, Hollande und Renzi war die italienische Regierung eher auf schöne Bilder aus, als auf Berichterstattung
Beim Dreiergipfel von Merkel, Hollande und Renzi war die italienische Regierung eher auf schöne Bilder aus, als auf Berichterstattung

Journalisten sind abhängig von funktionierender Technik. Wenn die Bedingungen so schlecht sind, dass sie nicht einmal telefonieren können, fällt die Arbeit schwer. Beim so genannten Dreiergipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Francois Hollande und ihrem italienischen Kollegen Matteo Renzi auf einem Flugzeugträger waren die Arbeitsbedingungen schwierig, wie die dpa berichtet.

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Warum mehr als 150 Journalisten mit einem Flugzeugträger 15 Stunden durch das Mittelmeer schippern? Damit sie (nicht) über einen Gipfel dreier Staats- und Regierungschefs berichten können. Die Arbeitsbedingungen beim Dreiertreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem italienischen Premierminister Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande vor der italienischen Insel Ventotene waren aus Sicht der Presse alles andere als optimal.

Auf dem Flugzeugträger Garibaldi, auf dem am Montag die Pressekonferenz stattfand, gab es für die meisten Medienvertreter keine oder nur schlechte Übertragungsmöglichkeiten. Telefone funktionierten nicht, Texte, Bilder, Fernsehbeiträge konnten nicht gesendet werden. “So schlechte Arbeitsbedingungen habe ich noch nirgends erlebt”, klagte der Korrespondent der Financial Times, der aus Brüssel angereist war.

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“Ich hoffe, ihr habt eure Probleme mit dem Wi-Fi lösen können”, sagte Renzi dann auf der Pressekonferenz auf dem Marineschiff, die noch vor dem Gesprächen des Trios stattfand. Für den italienischen Regierungschef könnte die Veranstaltung vor hübscher Kulisse einen Bumerang-Effekt haben. Die Vereinigung der ausländischen Presse erwägt eine offizielle Beschwerde beim Palazzo Chigi, dem Regierungssitz. Und italienische Zeitungen fragten, warum man so viel Geld für eine “unnütze Kreuzfahrt” ausgeben müsse, nur damit schöne Bilder entstehen, aber niemand richtig berichten könne. Die Garibaldi kam erst gegen 2 Uhr nachts im Hafen von Neapel an.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Presse schlechte Arbeitsbedingungen von der Regierung in Rom geboten werden: Beim Treffen von Renzi und Merkel vor eineinhalb Jahren in Florenz unter der David-Statue von Michelangelo, gab es zwar gute Fotomotive – aber ebenfalls kein Wi-Fi. Direkt nach dem Treffen wurden die Journalisten aus dem Museum geworfen, weil die Galerie wieder öffnen wollte.

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Alle Kommentare

  1. Mir wird nur noch übel wenn ich das Gesicht dieser Frau irgendwo sehen muss. Vor allem ihre Dreistigkeit, ihr Versuch den Eindruck zu erwecken als wenn “nichts passiert ist”, dazu ihr grinsendes Gesicht und ihr ständig leeres Geschwätz machen mich einfach nur noch sprachlos.

    Auf Grund der Netiquette spare ich mir den Rest.

    1. Ich gebe Dir in all Deinen Punkten recht. Diese Frau ist nur noch eine Zumutung für die Leute die mitdenken. Ich schalte mittlerweile sofort auf ein anders Programm um wenn diese Schwätzerin im Fernsehen erscheint um völlig emotionslos ihre Märchen an das Volk bringt.
      Einfach nur zum Gruseln und Erbrechen!

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