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G+J Living startet ins E-Commerce-Business: Schöner Wohnen launcht eigenes Shop-Angebot

Gruner + Jahrs Living-Sparte will ins E-Commerce durchstarten: Dazu setzt das dreiköpfige Führungsteam aus Bettina Billerbeck (l.), Franziska Klingspor und Matthias Frei auf eine enge Zusammenarbeit von Verlag und Redaktion
Gruner + Jahrs Living-Sparte will ins E-Commerce durchstarten: Dazu setzt das dreiköpfige Führungsteam aus Bettina Billerbeck (l.), Franziska Klingspor und Matthias Frei auf eine enge Zusammenarbeit von Verlag und Redaktion

Etwa ein Jahr nach dem Zukauf des E-Commerce-Spezialisten Danato startet Gruner + Jahrs Living-Segment ins Online-Shopping-Business. Durch den am Dienstag gelaunchten Schöner Wohnen-Shop erhofft sich die Bertelsmann-Tochter Aufwind im Digitalgeschäft. Dabei verbindet das Unternehmen den neuen E-Shop über ein "Editorial Commerce Team" mit der Redaktion von Schöner Wohnen.

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Innerhalb des Hauses Gruner + Jahr wird der Schöner Wohnen Shop als eines der wichtigsten Digital-Projekte des Verlages gehandelt. Mit dem eigenen E-Commerce-Angebot will die Living-Sparte des Hauses ihre Marke verlängern und Lesevergnügen mit einem direkten Kauferlebnis verbinden. Dadurch erhofft sich das Unternehmen nicht nur neue Umsatzfelder, sondern will auch E-Commerce-Anbietern, die mehr und mehr auch zu Content-Anbietern werden, etwas entgegensetzen.

Mit etwa 1.000 Produkten geht der neue Gruner-Shop an den Start. Eine eigene Logistik wurde nicht aufgebaut. Bestellt der Kunde bei Schöner Wohnen, kauft der Shop beim Lieferanten ein, die Margen werden aufgeteilt. Hinter dem Shop hat Living-Publisher Matthias Frei ein “Editorial Commerce Team” installiert, das “mit Nähe zur Redaktion” arbeiten soll, erklärt Team-Leiterin Franziska Klingspor. So begleiten Shop-Mitarbeiter die Entstehung des Schöner-Wohnen-Heftes, um ein Gefühl für Themen zu bekommen und gestalten den Shop nicht nur mit Produkten, sondern auch Deko-Ideen. So wolle man am Stil und Markenkern von Schöner Wohnen bleiben. Umgekehrt finden Redakteure auch im Content-Bereich des Shops statt, beispielsweise indem sie ihre Lieblingsprodukte empfehlen. Zum Start gibt sich Schöner-Wohnen-Chefredakteurin Bettina Billerbeck die Ehre, die am Produktportfolio des Shops mitgearbeitet hat und im Projekt einen “Beleg für die Digitalstrategie des Hauses” sieht. Dadurch schafft Gruner + Jahr Living auch eine neue Möglichkeit, Beziehungen zu (Werbe-)Kunden zu pflegen oder auszubauen.

Billerbeck betont, dass ihr Heft nach wie vor ein journalistisches Produkt bleibt. Ihre Redaktion werde weiterhin auf der Suche nach den neuesten Trends sein und ihre Agenda unabhängig vom Shop setzen (in diesem Zusammenhang vollzog Schöner Wohnen auch einen Relaunch). Zwar findet die Redaktion im Shop statt, allerdings sollen die Redakteure auch dort frei entscheiden können, welche Produkte sie empfehlen. Darüber hinaus bleibe die Welt des Wohnens wohl immer größer als der Shop selbst, beteuert Billerbeck. Dennoch: Geschäftsziel ist, das Gezeigte auch verkaufen zu können.

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Ab der kommenden Oktober-Ausgabe wird der Shop auch eine Plattform im Gedruckten bekommen. Auf acht Seiten wird der Shop zunächst in den kommenden vier Ausgaben seine Produkte präsentieren können. Auch andere G+J-Produkte sollen helfen, die neue Plattform bekannter zu machen.

Mit genauen Umsatzzielen hält sich das dreiköpfige Führungsteam aus Verlag und Redaktion noch zurück. Mittel- bis langfristig soll das E-Commerce-Geschäft aber zu einer Ertragssäule in der Living-Group werden.

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