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In diesem Video erklärt John Oliver auf tragisch komische Weise das ganze Ausmaß der Print- und Journalismuskrise

John Oliver
John Oliver

John Oliver und seine HBO-Show "Last Week Tonight" sind bekannt für scharfzüngige, politische Erklärstücke. Diesmal hat sich Oliver ganz dem Journalismus gewidmet und erklärt anschaulich, warum ohne lokale Tageszeitungen die komplette Medien-Nahrungskette auseinanderfällt.

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Ausgehend von dem Oscar prämierten Journalisten-Film “Spotlight” erläutert John Oliver in knapp 20 Minuten den bedauernswerten Zustand vieler Zeitungsredaktionen in den USA. Und er erklärt, warum Zeitungsredaktion für das gesamte Mediensystem von elementarer Bedeutung sind: “Vieles von dem, was Websites und TV-Nachrichten machen, ist bloß das Umverpacken von Print-Quellen. Auch dumme kleine Shows wie unsere hängen von der Arbeit von regionalen Zeitungen ab. Wann immer unsere Show Journalismus genannt wird, ist das ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die die wirkliche Arbeit machen.”

Oliver kommt zu dem Schluss: “Die Medien sind eine Nahrungskette, die ohne lokale Zeitungen auseinanderfallen würde.”

Tragisch, komisch, absolut sehenswert und leider wohl auch auf hiesige Verhältnisse übertragbar:

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Alle Kommentare

  1. Und was haben wir hier so im Angebot? DuMont-Gleichschalt-Borschtsch

    Von intelligetem TV-Programm janz abgesehen … Popo und Assch, Böhmi, den fetten Halbglatz und jede Menge Spätpubertierer in Einsplus, Einsextra, EinsmitKorn usw. die sich über BRAUNE SOOSE beömmeln…. huiii

    Also haltet doch bitte die Schnauze wenn ihr es nicht besser hinkriegt.

    hihihi, afder, alta…. AfDer, verstehste so???

  2. Wenn Stammredaktionen entlassen oder zusammengelegt werden, teilweise ganze Publikationen nur noch von Volontären aus Tickerversatzstücken zusammenkopiert werden, dann kann man auch nicht mehr von Journalismus sprechen.

    Printmedien sind heute nur noch politische Instrumente von Medienkonzernen, die eigenen Interessen dienen. Warum informieren sich Nutzer wohl eher in Blogs, auf Youtube oder Twitter? Neutrale Berichterstattung Fehlanzeige. Hintergrundinformationen und Rechere? Zu teuer. Eigene Reporter/Korrespondenten? Zu teuer. Investigativer oder kritischer Journalismus? Tot! Hauptsache Mainstream und P.C.

    Wenn einer vom anderen abschreibt bzw. kopiert und nur noch die Überschriften angepasst werden und Inhalte SEO-optimiert werden, dann hat das nichts mit Qualität oder Vielfalt zu tun.

    Und warum braucht man noch unabhängige Lokalredaktionen? Man kann doch Twitter-Meldungen kopieren und kommentieren oder verwackelte Smartphone-Videos von “Leserreportern” einbetten…

    Neuster Trend: Youtube Videos nachvertonen (lustige Tiervideos etc.) und dann als Nachricht verkaufen, um möglichst viel Werbung unterbringen zu können; selbst das Schreiben hat man in den Pseudo-Redaktionen verlernt.

    Nutzer werden, egal welches Portal oder welche Zeitung man liest, mit den gleichen Textversatzstücken aus dem Ticker und Pressemeldungen erschlagen. Im Netzt gibt es tausende Bildergalerien und Newsticker, die alle paar Minuten mal mit Null-Information aktualisiert werden, damit Suchmaschinen suggeriert wird, die Inhalte sind aktuell um die Reichweite zu erhöhen.

    Noch besser veranschaulicht der Niedergang des Print- und Online-Journalismus die Selbstversklavung gegenüber Facebook. Kein Artikel mehr mit “Jetzt liken” oder der Content wird gleich bei Facebook veröffentlicht. Gut für Fakebook, schlecht für die eigene Reichweite. Liest man einen Artikel, wird man von lästigen Popups belästigt, die darauf hinweisen, dass auf der Hauptseite eine Änderung stattgefunden hat oder man wird von “Breaking News” zu Trivialthemen belästigt. Oh ja, das ist investigativer Journalismus. Nannen rotiert im Grab.

    Redakteure arbeiten nicht mehr als Journalisten oder Reporter, geschweige denn investigativ, sondern eher auf Basis von SEO- und Reichweitenoptimierung. Die Seiten sind Wüsten aus Flatdesign von Design-Praktikaten, Layout- und Font-Spielereien, Twitter-Feeds, Kurztexten, Galerien, Tickerfeeds – nur Inhalte fehlen. Und der Weißraum des Bedeutungslosigkeit wird mit tollen HTML5 und Flash Animationen zugekleistert (wenn die Seite denn mal nach 5 Minuten dank all der Trackingsoftware geladen hat).

    Nur blöd das die Leser nicht dumm sind und den Braten riechen: Printsterben hausgemacht. Bezahlschranken (neudeutsch: Paywall) die zusätzlich die Reichweiten verringern – blöd für die Werbepreise. Und dann der Kampf gegen Google und Co. mit dem Lex Springer – dem letzten Garanten dafür, dass überhaupt noch Traffic reinkommt.

    Heute geht es doch eher darum, irgendwelche Bezahlschranken aufwendig zu installieren und zu verteidigen sowie möglichst viele Werbeformen und Trackingsysteme unterzubringen. Warum sollen Kunden für umformatierte Tickermeldungen zweifelhafter Qualität zahlen und dann auch noch massiv Werbung schauen (von Ladezeiten ganz zu schweigen).

    Man merkt zunehmend, es geht nicht mehr um die unparteiische überparteiliche neutrale Information, sondern um massive Verblödung und Werbeverkäufe.

    1. Sehr gute Analyse, kann ich nur bestätigen. Das generieren von Klicks ist das Hauptziel, egal welche ehemals jouralistischen Grund- und Ehrbegriffe man dafür über Bord schmeissen muss. Für diese wirtschaftliche Notwendigkeit könnte ich ja wie für die Werbung der Privaten noch ein gewisses Restverständnis aufbringen, was ich den Schreiberlingen und Schreibtischtätern aber wirklich richtig übelnehme, ist deren devote Hofberichterstattung, das Kriechen auf der Schleimspur des Establishments, das Anbiedern, den vorauseilenden Gehorsam, das Hetzen, Lügen und Verleumden, die tendenzöse Überschrift, die weggelassene Nationalität eines Verbrechers, das Relativieren, Ablenken, Kleinreden, Vertuschen. Ihr habts bei mir verschissen, Jungs. Und zwar richtig, und gottlob nicht nur bei mir. Da hilft jetzt auch keine verschämte Merkelkritik mehr. Der Tag, an dem ich nochmal eine Tages- oder Wochenzeitung kaufe, kommt in dieser Diktatur nicht mehr, erst in der nächsten Demokratie.

  3. Nichts ist eben so beständig wie der Wandel.

    Denn sobald Google und Co mal so richtig in den News-Markt einsteigen, werden auch die letzten Verlage merken, dass 08/15-(Hof)-Berichterstattung sich nicht mehr rechnet.

  4. Ja, aber… woher kommen die wohl Geschichten, die die Daumenkinder Inc. dann in ihren mal kleinen mal großen Kinos verwursten und bepreisen?

    Vielleicht übersehe ich ja riesenfette Dinge – aber… wer holt denn die schönen Stücke von der Straße? Zum Beispiel die Sache mit dem bestohlenen Chinesen, der sich unverhofft aber dann doch irgendwie ergeben im Zug nach Flüchtlingen wiederfand?

    Keiner von den Agentur-Saugern und Zombi-Redaktionen bringt so etwas nach Hause. Wie auch? Keiner von den reinen Onlinern würde und wird sich die Schuhe schmutzig machen wollen, selbst wenn er wüßte, wie so etwas in Nachrichten-Geschäft geht. Von den Semis mal ganz abgesehen.

    Was wären die ganzen Nutznießer, büroeingesessenen Abnehmer, Viertverwerter und Kommentierer ohne die Leistung die meist im und in den Lokalen stattgefunden hat? Was hätten die?

    Katzencontent. Und Schminktipps. Hm.

    😉

  5. @Thorsten: Gute Kritik an BUNDES/Bundeslandes-Presse und Auflistung der Situation. Presse-Wissenschaftler-Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Professoren mit noch ein paar Zusatz-Professuren bei Partei-Organisationen oder USA oder irgendwelchen Gast-Professuren im Ausland schaffen das ja anscheinend nicht um das (bald) auf Grund gelaufene Schiff wieder zum Super-Speed-Boat zur Volksverbesserung zu machen (oder es profitabel zu kriegen)…

    Zu ergänzen aber:
    In UK, aber auch hier ist man doch stolz, eine linke oder rechte Zeitung zu kaufen, worin man (“Echo-Raum” “Echo-Halle” heisst das wohl) das liest, was man hören will und die Herausgeber-Familie für BUNDESpolitik vorschreibt. Das kein Mindestlohn-Feind (“Der Mindestlohn wird Millionen Arbeitsplätze kosten und Deutschland vernichten”) für Desinformation bestraft und von allen Banken für Kredit-Unwürdig erklärt wird, ist natürlich bedauerlich. AfD sollte alle Politiker-TV-Aussagen sammeln, wo Politiker den Klima-Wandel leugnen und immer dranschreiben wie viel Pensionen diese Leute pro Monat kriegen und wie viele Milliarden-Schulden sie gemacht haben.

    Glaubwürdigkeit erodiert natürlich, wenn man Rentnern und Hausfrauen – welche in Spam und Blink-Blink-Webseiten ertrinken – erzählt, AdBlocker wären böse.
    Auch ist es seit Urzeiten ganz normal das Mantelredaktionen existieren und Bundes-Themen der Lokalzeitung von den Agenturen stammen.
    Früher hat man die Copy-Paste-Texte bei Burda-News und Google-News sofort an gleichlautenden Worten erkannt und per “Ausgeblendete Artikel einblenden” sofort gesehen. Leider wird Google-News immer schlechter 🙁 Besser Abschalten und in Österreich und Deutsch-Schweiz betreiben und die Wahrheit ohne Link-Steuer verkündigen.

    Lokalzeitungen sind evtl sehr wichtig und erfolgreich. Rhein-Pfalz (?) vielleicht z.B.. Auch Warren Buffet meinte, seine kleineren Lokal-Zeitungen wären besser als für größere Regionen.
    Auch Lokalradios sind beliebt. Auf Astra gibts überraschend viele lokale TV-Sender ! Dank FreenetTV/DVB-T2 können diese vielleicht bald auch per DVB-T2 empfangen werden weil es nur noch Freenet als Betreiber der Transponder gibt und nicht mehr ARD zwei(?) Transponder, ZDF einen und RTL und Pro7 jeweils einen Transponder mit jeweils 4-5 Sendern pro DVB-T1-Mast gehörte.
    Lokal ist super-wichtig und sollte man wohl nie mit Bundespresse vermischen.
    Mir ist beim Tag-der-offenen-Tür-Text einer Zeitung mal aufgefallen das 6 von 7 Redakteuren 50 oder älter waren. Super-Scoop. Interessiert halt keinen… Heise hat ja das anonyme Tipp-Portal eröffnet, aber dort interessiert sich sicher keiner dafür… Openleaks gibts ja leider auch wohl immer noch nicht. Die totale Durcharmung vieler Gesellschaften lähmt wohl auch alle Organisationen welche eigentlich für die kleinen Bürger arbeiten sollten (Parteien, Gewerkschaften,…). Fast nur noch der Verbraucherschutz und die Test-Zeitschriften bleiben.

    Was hier grundsätzlich ignoriert sind, sind die 2 kostenlosen Zeitungen am Mittwoch und am Samstag. Die sind wohl auch profitabel. Wer nur vom sichtbaren Eisberg berichtet, aber die tausenden Klein-Zeitschriften und Kostenlos-Presse (Raiffeisen, Sparkasse, Volksbank, Kunden-Zeitschriften,…) ignoriert sondern nur die Leistungs-Schützer-IVW-Top100 betrachtet oder was es im Supermarkt-Regal gibt, endet dann vielleicht zu Recht wie die Titanic…

    Die Presse sollte wie das Licht den Sumpf austrocknen. Tja. Gabs jemals einen Staat wo es dem Bürger besser ging ? Wo Presse nicht funktioniert, funktioniert der Staat (“Besser für alle”) nicht. Nennt mal Flächenstaaten welche funktionieren und es dem Bürger (ohne Schulden auf Kosten der nächsten 1000 Generationen) besser geht ? China, aber die haben bald vielleicht auch Probleme. Die alte China-Regierung war wohl besser.

    Vermutlich immer nur Wirtschaft (Superzyklen, Dampfmaschinenen, Autos, Strom,… bald Tesla-3 als E-Car+SmartCar=Smart-E-Car) bringt das Volk voran. Politiker sind vielleicht so irrelevant wie Adelige es immer waren.
    Computer nenne ich absichtlich nicht als Verbesserung, weil Verwaltungen immer noch nicht digitalisiert wurden. Ich glaube VW wollte den Verwaltungs-Anteil auf ZWÖLF Prozenz senken… D.h. 8,8 Leute bauen ein Auto aber 1.2 sitzen herum und verwalten ? Da ist klar das bald Tesla alle Autos bauen wird.
    Es kann sogar sein das die welche herumsitzen und verwalten viel mehr bekommen als die 8.8 welche das Auto zusammenbauen. Dann sind es weniger als 1.2 Personen aber halt 12% der KOSTEN (inclusive Bonis usw.).

    Presse nutzt die Möglichkeiten von Online nicht ansatzweise. Print=Burgerbox für Fastfood/Drive-IN. online=freier Tisch mit VOLLSTÄNDIGEN Artikeln. Das sieht man aber nirgendwo. Da ist anscheinend nicht mal die geringste Motivation, die Artikel endlich vollständig anbieten zu können. Auch wird zwischen Print und Online und Radio und TV unterschieden. Wieso denn das ? Da liest man lieber Blogs wo Leute aus ihrer Realität berichten und hoffentlich nicht bezahlt werden oder guckt Katzenvideos.

    Es gibt Informationen, welche (so wenig wie möglich) Werbung brauchen um zu einem angemessenen Preis verkauft zu werden.
    Umgekehrt gibt es Werbung, welche (so wenig wie möglich) Informationen dazumischt, um gekauft/gelesen zu werden.
    golem-de : 29.09.2015
    ” Axel Springer sieht Journalismus nur als Vehikel für Werbung ”

    Brot(Packung hier): 1.5% Fett, 7% Eiweiss, 52% Kohlenhydrate obwohl 100% Ballast-Stoffe(=unverdauliche Kohlen-Hydrate glaube ich) natürlich besser wäre.
    Steak: x% Fett weil 100% Eiweiss wohl nicht lecker wäre.
    D.h. Brot(Ziel: xx%-100% Ballaststoffe) braucht Eiweiss und Fett und Steak(Ziel: 100% Eiweiss=Protein) braucht Fett.
    Eines meiner neuen Lieblings-Gleichnisse:
    – Werbung macht Informationen billiger.
    – Informationen oder Fun (Game of Thrones, Fiktive Serien usw.) machen Dauer-Werbe-Formate erst einschalt-würdig und nicht zu Ladenhütern.
    Beides würde am liebsten ohne die Hinzu-Mischung des Komplementes in der Aufmerksamkeits-Ökonomie des kleinen Bürgers landen.

    Neben-Quest: Wie positionieren sich diesbezüglich diese vielen Religions-TV-Sender und Sende-Formate ? Evtl. kriegen die Frequenzen billig um (wie billige Mieten in Büro-Immobilien oder Gewerbeparks) die Auslastung optisch zu steigern und Leerstände zu kaschieren.

    Immer dran denken: Die allermeisten – und hier überwiegend ignorierten – Zeitschriften decken nur Post-Versand und Produktion und haben Fach-bezogene Werbung und entstehen beim Herausgeber im Wohnzimmer. Die IVW hat auch Fachzeitschriften, aber ist halt eher die Spitze vom gigantischen Eisberg vieler schöner Fach-Zeitschriften oder halt kostenloser Kunden-Magazine und anderer Publikationen.
    ADAC mit Zillionen Mitgliedern ist das Beispiel für eine Vereins-Zeitschrift. Die vielen Fußball-Vereine haben vielleicht auch Mitglieder-Zeitschriften. AfD und Pegida auch ? Sollten nicht alle Partei-Zeitschriften (auch und insbesondere die alten Ausgaben wo der Klima-Wandel geleugnet wurde und der neue Markt oder Ost-Immobilien als Renten-Verbesserung angepriesen und der Euro als sicher behauptet wurde) kostenlos auf ewig im Internet bei der Bibliothek downloadbar sein ?

    Ich würde so gern die digitale Bibliothek von Alexandria (wieder)aufbauen und alles scannen was man in die Finger kriegen kann z.b. Grüne Partei-Zeitschriften von damals (Realos vs. Fundies oder viele viele Jahre davor, als manche die Grünen auf die Esoterik-Schiene bringen wollten). Schade das es keinen interessiert und bei angeblichen Messies und Sammlern gigantische Kultur-Mengen und Kultur-Güter und Schand-Beweise von Politik oder Neuer-Markt(bzw. Euro-)-Jubel-Wirtschafts-Presse leider vernichtet werden weil es keinen interessiert und hier die Rechtskosten vermutlich zu hoch wären 🙁
    Kosten: Null. Investment: Null. Steuersatz: Halt was dort üblich wäre. Platzbedarf: 1 Büro (Rest in der Cloud). Solche Startups sind halt irrelevant 🙁

    Das waren nur mal so Kommentare und keine Hausarbeit wo man Fehler finden soll.

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