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Reichweiten-Rankings: die populärsten Radiosender in allen 16 Bundesländern

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Der deutsche Radiomarkt ist regional extrem zersplittert. Kaum ein bundesweiter Sender existiert, stattdessen sowohl auf öffentlich-rechtlicher, als auch auf privater Seite massenweise lokale und regionale Kanäle. MEEDIA blickt traditionell auf die MA-Zahlen aller Bundesländer - und zeigt die jeweilige Top 5 mit Gewinnern und Verlierern.

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Im hohen Norden blieb bei der neuesten Radio-MA alles beim Alten: R.SH führt in Schleswig-Holstein klar, verbesserte sich in der Tagesreichweite (Mo.-So.) sogar noch um 35.000 Hörer auf 611.000. Das öffentlich-rechtliche NDR 2 steigerte sich zwar noch etwas deutlicher, hat aber weiterhin einen Rückstand von fast 90.000 Hörern. Größter Verlierer ist NDR 1 Welle Nord mit einem heftigen Minus von 18,4%. Abseits der Top 5 verbesserten sich noch NDR Info und vor allem der Deutschlandfunk (+36,6% auf 97.000 Hörer) deutlich.

Spannend geht es in Hamburg zu: Marktführer Radio Hamburg verlor 11,1%, bleibt aber dank ähnlich großer Verluste von NDR 2 klar vorn. Vor NDR 2 schob sich NDR 90,3. Die beiden großen Gewinner der Top 5 heißen NDR Info und N-Joy. Auf den Rängen 7, 8 und 9 steigerten sich zudem Hamburg Zwei (+26,6%), Klassik Radio (+22,6%) und NDR Kultur (+57,1%) massiv.

In Niedersachsen baute die Nummer 1 NDR 1 Niedersachsen ihren Vorsprung auf NDR 2 aus, beide Sender legten aber recht kräftig zu. Deutliche Reichweitenverluste verzeichnet hingegen radio ffn, das sich damit der Mio.-Marke nähert. Von hinten droht dennoch keine Gefahr, denn auch Antenne Niedersachsen verlor klar.

Höchst zufrieden dürfte Radio Bremen sein: Die beiden Sender Bremen Eins und Bremen Vier sind die großen Gewinner im kleinen Bremen, bauten ihren Vorsprung auf Energy Bremen und die beiden starken NDR-Sender aus den Nachbarländern daher deutlich aus. Interessant: Das Funkhaus Europa vom WDR verbesserte sich in Bremen von 8.000 täglichen Hörern um 62,5% auf 13.000 – und damit auf Platz 9.

Radio-MA 2016 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2016 II vs. 2016 I
Schleswig-Holstein
1 R.SH Radio Schleswig-Holstein 611.000 35.000 6,1%
2 NDR 2 520.000 43.000 9,0%
3 NDR 1 Welle Nord 389.000 -88.000 -18,4%
4 N-Joy 248.000 -6.000 -2,4%
5 Radio Hamburg 188.000 -1.000 -0,5%
Hamburg
1 Radio Hamburg 297.000 -37.000 -11,1%
2 NDR 90,3 216.000 -3.000 -1,4%
3 NDR 2 207.000 -24.000 -10,4%
4 NDR Info 118.000 12.000 11,3%
5 N-Joy 113.000 22.000 24,2%
Niedersachsen
1 NDR 1 Niedersachsen 1.529.000 98.000 6,8%
2 NDR 2 1.465.000 63.000 4,5%
3 radio ffn 1.075.000 -85.000 -7,3%
4 Antenne Niedersachsen 788.000 -52.000 -6,2%
5 N-Joy 531.000 -9.000 -1,7%
Bremen
1 Bremen Eins 156.000 21.000 15,6%
2 Bremen Vier 128.000 18.000 16,4%
3 Energy Bremen 80.000 -7.000 -8,0%
4 NDR 1 Niedersachsen 48.000 -4.000 -7,7%
5 NDR 2 41.000 -3.000 -6,8%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2016 Radio II / Tabelle: MEEDIA

Das große Nordrhein-Westfalen wird natürlich weiterhin vom Lokalsender-Verbund radio NRW dominiert: Mit 4,896 Mio. Hörern pro Tag nähert sich der Zusammenschluss der 5-Mio.-Marke. Ebenfalls fast 200.000 Hörer hinzu gewonnen hat 1Live, das sich damit klar von WDR 2 absetzt. Bei der vorigen MA lagen beide Sender noch nah beieinander. Der größte prozentuale WDR-Gewinner heißt WDR 3: Der Sender gewann auf Platz 6 liegend 34,7% hinzu.

Auch in Hessen sind die Verhältnisse eindeutig: Hit Radio FFH heißt hier die klare Nummer 1 – daran ändern auch die sechsstelligen Verluste nichts. Nach oben ging es in der Top 5 einzig für hr4. Dafür folgen auf den Rängen 6 bis 8 mit You FM, hr-Info und Radio Bob! direkt drei weitere Aufsteiger.

In Rheinland-Pfalz steigerte sich RPR1. deutlich – um 8,4%. An SWR3 kommt der Sender aber dennoch nicht heran. Zwei große Prozentuale Gewinner kommen aus dem benachbarten Hessen: Hit Radio FFH steigerte sich auf Platz 6 um 24,3%, hr3 auf Rang 10 um 33,3%.

Baden-Württemberg wird weiterhin ganz klar vom SWR dominiert: SWR3 führt mit 2,287 Mio. Hörern pro Tag vor SWR4 BW und SWR1 BW. Für alle drei ging es zudem nach oben. antenne 1 büßte als stärkster Privatsender 4.000 Hörer ein, Radio Regenbogen gewann hingegen 40.000 hinzu. Großer Gewinner auf Platz 8: Das Ding mit einem Plus von 24,9%.

Radio-MA 2016 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2016 II vs. 2016 I
Nordrhein-Westfalen
1 radio NRW 4.896.000 187.000 4,0%
2 1Live 3.389.000 193.000 6,0%
3 WDR 2 3.090.000 -80.000 -2,5%
4 WDR 4 1.997.000 -4.000 -0,2%
5 WDR 5 621.000 -71.000 -10,3%
Hessen
1 Hit Radio FFH 1.375.000 -106.000 -7,2%
2 hr3 879.000 -22.000 -2,4%
3 hr4 588.000 42.000 7,7%
4 hr1 428.000 -59.000 -12,1%
5 planet radio 359.000 -33.000 -8,4%
Rheinland-Pfalz
1 SWR3 875.000 10.000 1,2%
2 RPR1. 617.000 48.000 8,4%
3 SWR4 RP 504.000 6.000 1,2%
4 SWR1 RP 417.000 -11.000 -2,6%
5 bigFM Hot Music Radio 332.000 -8.000 -2,4%
Baden-Württemberg
1 SWR3 2.287.000 82.000 3,7%
2 SWR4 BW 1.243.000 3.000 0,2%
3 SWR1 BW 1.223.000 40.000 3,4%
4 antenne 1 707.000 -4.000 -0,6%
5 Radio Regenbogen 715.000 40.000 6,1%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2016 Radio II / Tabelle: MEEDIA

In Bayern gab es unterdessen einen kleinen Erdrutsch: Lag dort Antenne Bayern vor einem halben Jahr bei der Tagesreichweite noch mit fast 800.000 Hörern vor dem Bayern Funkpaket, sind es nun nur noch 448.000. Der Grund: Dicke Verluste bei Antenne Bayern und noch dickere Gewinne beim Bayern Funkpaket. Bayern 1 muss sich daher weiter mit Platz 3 zufrieden geben, Bayern 3 mit Platz 4. Klare Gewinne verzeichnen B5 aktuell auf Platz 5 und Bayern 2 auf Rang 6.

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Im kleinen Saarland wird weiterhin vor allem Radio Salü gehört. Der Privatsender verlor zwar 10.000 Hörer, liegt mit 250.000 aber weiterhin relativ komfortabel vor SR 1 und SR 3. Deutliche Verluste gibt es auf Platz 5 für SWR3, zudem auf 7 und 8 für bigFM Saarland und RTL Radio.

Den umkämpften Hörfunkmarkt Berlin führt weitern 104.6 RTL an – und das mit größerem Vorsprung als zuletzt, denn die Nummer 2 Berliner Rundfunk 91.4 büßte 4,3% ein. Hinzu gewonnen haben hingegen radioBerlin 88,8 auf 3 und 98.8 Kiss FM, der damit von 7 auf 5 kletterte. Aus der Top 5 heraus gefallen ist damit 94,3 rs2. Der Aufsteiger des Halbjahres findet sich auf Rang 9: Star FM 87.9 verbesserte sich um 32,7% auf 142.000 Hörer pro Tag.

Einen Führungswechsel gab es unterdessen in Brandenburg: BB Radio zog dank eines 9,3%-Plus an Antenne Brandenburg vorbei, das wiederum 7,4% Hörer einbüßte. Zurück in der Top 5 ist Fritz, das sich um 11,4% steigerte, der größte Gewinner heißt aber Berliner Rundfunk 91,4. Im Gegensatz zu Berlin legte der Sender in Brandenburg deutlich hinzu.

Radio-MA 2016 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2016 II vs. 2016 I
Bayern
1 Antenne Bayern 3.269.000 -152.000 -4,4%
2 Bayern Funkpaket 2.821.000 178.000 6,7%
3 Bayern 1 2.598.000 38.000 1,5%
4 Bayern 3 2.401.000 -3.000 -0,1%
5 B5 aktuell 664.000 70.000 11,8%
Saarland
1 Radio Salü 250.000 -10.000 -3,8%
2 SR 1 Europawelle 206.000 1.000 0,5%
3 SR 3 Saarlandwelle 180.000 -3.000 -1,6%
4 DasDing / 103.7 Unser Ding 63.000 1.000 1,6%
5 SWR3 49.000 -11.000 -18,3%
Berlin
1 104.6 RTL 318.000 6.000 1,9%
2 Berliner Rundfunk 91.4 243.000 -11.000 -4,3%
3 radioBerlin 88,8 239.000 18.000 8,1%
4 radioeins 208.000 -1.000 -0,5%
5 98.8 Kiss FM 172.000 13.000 8,2%
Brandenburg
1 BB Radio 410.000 35.000 9,3%
2 Antenne Brandenburg 398.000 -32.000 -7,4%
3 104.6 RTL 214.000 5.000 2,4%
4 Berliner Rundfunk 91.4 201.000 45.000 28,8%
5 Fritz 156.000 16.000 11,4%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2016 Radio II / Tabelle: MEEDIA

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine neue Nummer 1: NDR 1 Radio MV überflügelte dank 30.000 neuen Hörern die Ostseewelle Hit-Radio MV, die wiederum 23.000 Kosnumenten verlor. Der Rest der Top 5, Antenne MV, NDR 2 und N-Joy gewann zwischen 4% und 6%. Noch größere Gewinner folgen auf den Rängen 6 bis 8 mit NDR Info (+21,4%), dem Deutschlandfunk (+21,1%) und NDR Kultur (+53,3%).

Einen Sprung von 4 auf 3 vollzog mdr Jump in Sachsen: Dank eines 22%-Zuwachses überholte der Sender Radio PSR. Vorn bleibt in Sachsen aber mdr 1 Radio Sachsen – und zwar noch souveräner als zuletzt. Dahinter geht es zwischen dem Sachsen Funkpaket, mdr Jump und Radio PSR sehr eng zu.

Auch in Sachsen-Anhalt gehört mdr Jump zu den Gewinnern, überholte auf Platz 4 den Sender 89.0 RTL. Ganz vorn bleiben radio SAW und mdr Sachsen-Anhalt, der Abstand zwischen den beiden verringerte sich dabei spürbar. Auf Platz 6 näherte sich mdr Sputnik der Top 5 an: mit einem Plus von 12,4% auf nun 163.000 Hörer pro Tag.

Schließlich Thüringen: Dort führt weiterhin mdr Thüringen – vor Antenne Thüringen und mdr Jump. Satte 13,8% gewann die LandesWelle Thrüingen hinzu. Neu in der Top 5 und zum ersten Mal in der Radio-MA dabei: radio Top 40.

Radio-MA 2016 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2016 II vs. 2016 I
Mecklenburg-Vorpommern
1 NDR 1 Radio MV 424.000 30.000 7,6%
2 Ostseewelle Hit-Radio MV 421.000 -23.000 -5,2%
3 Antenne MV 332.000 15.000 4,7%
4 NDR 2 189.000 9.000 5,0%
5 N-Joy 126.000 7.000 5,9%
Sachsen
1 mdr 1 Radio Sachsen 1.111.000 117.000 11,8%
2 Sachsen Funkpaket 543.000 35.000 6,9%
3 mdr Jump 533.000 96.000 22,0%
4 Radio PSR 531.000 42.000 8,6%
5 R.SA 448.000 27.000 6,4%
Sachsen-Anhalt
1 radio SAW 569.000 -29.000 -4,8%
2 mdr Sachsen-Anhalt 515.000 49.000 10,5%
3 Radio Brocken 332.000 -62.000 -15,7%
4 mdr Jump 191.000 17.000 9,8%
5 89.0 RTL 188.000 5.000 2,7%
Thüringen
1 mdr Thüringen 561.000 -12.000 -2,1%
2 Antenne Thüringen 459.000 -9.000 -1,9%
3 mdr Jump 317.000 13.000 4,3%
4 LandesWelle Thüringen 255.000 31.000 13,8%
5 radio Top 40 99.000 neu
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2016 Radio II / Tabelle: MEEDIA

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