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Gute Nachricht für Medien: Die Adblocker-Rate sinkt in Deutschland weiter

Gruner + Jahr Manager Oliver von Wersch ist Sprecher des Online-Vermarkterkreises des BVDW
Gruner + Jahr Manager Oliver von Wersch ist Sprecher des Online-Vermarkterkreises des BVDW

Die meisten Online-Medienmacher werden dies als gute Nachricht werten. Zum zweiten Mal in Folge ist in Deutschland die Adblocker-Rate gesunken. Für das zweite Quartal errechnete der Online-Vermarkterkreis (OVK) einen Wert von 19,43 Prozent. Bereits im ersten Quartal war die Rate auf 20,09 Prozent gefallen.

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Den Höhepunkt der Adblocker-Nutzung auf Desktop-Geräten registrierten die Online-Vermarkter im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Seitdem kommen die Anti-Werbe-Tools immer seltener zum Einsatz.

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“Es zeichnet sich ein leichter Trend ab – die Adblocker-Rate ist inzwischen kontinuierlich rückläufig”, erklärt Oliver von Wersch (Gruner + Jahr Digital), stellvertretender Vorsitzender des OVK. “Nichtsdestotrotz stellt Adblocking in dieser Größenordnung noch immer ein massives Problem dar. Hier sind alle Marktteilnehmer gefordert, die Qualität der Online-Werbung weiter zu verbessern.”

Vor allem zwei Gründe dürften für die rückläufigen Einsatzzahlen verantwortlich sein. Zum einen ist das Bewusstsein bei den Verbrauchern für die Konsequenzen ihres Handels, wenn sie Adblocker einsetzten, gestiegen. Zum anderen dürften auch die juristischen Siege der Verlage bzw. das teilweise Verbot von Adblock Plus einen Anteil am Rückgang haben.

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Alle Kommentare

  1. > Zum einen ist das Bewusstsein bei den Verbrauchern für die
    > Konsequenzen ihres Handels, wenn sie Adblocker einsetzten,
    > gestiegen. Zum anderen dürften auch die juristischen Siege der
    > Verlage bzw. das teilweise Verbot von Adblock Plus einen Anteil am
    > Rückgang haben.

    “Bewusstsein bei den Verbrauchern” und “juristische Siege”?? So ein Unsinn.

    Was ist das denn für eine Statistik? Wie kommen die zu dem Ergebnis, womit haben die das gemessen?

    Ich bin zum Beispiel vollständig Werbe geblockt und bekomme trotzdem die Angebote von Grunar und Jahr werbefrei auf den heimischen Bildschirm. Mache ich was verkehrt oder G+J?

  2. Lobbyartikel. Juristische Siege? Welcher? Bewusstsein für Handel? Quatsch….Wo habt Ihr denn einen solchen Schrott her.

  3. Zur Ermittlung der zentralen Adblocker-Rate erheben rund zwei Drittel der OVK-Mitgliedshäuser kontinuierlich und unabhängig voneinander den Anteil der geblockten Online-Werbung auf ihren Angeboten und melden diesen dem BVDW. Der Verband veröffentlicht dann in regelmäßigen Abständen Updates zum aktuellen Umfang.

    Es kommt drauf an, welche G+J-Angebote Sie nutzen. Die Zugangsbeschränkung wurde für geo.de, essen-und-trinken.de, livingathome.de sowie schoenerwohnen.de eingeführt, für Portale wie z.B. stern.de bislang nicht.

    Juristischer Teilerfolg: Das OLG Köln verbietet bezahltes Whitelisting. (Urteil Ende Juni)

    1. “Es kommt drauf an, welche G+J-Angebote Sie nutzen. Die Zugangsbeschränkung wurde für geo.de, essen-und-trinken.de, livingathome.de sowie schoenerwohnen.de eingeführt, für Portale wie z.B. stern.de bislang nicht.”

      Also ich habe sowohl testweise (gehöre nicht zur Zielgruppe) geo.de und essen-und-trinken.de mit meiner Kombination (NoScript und Ghostery) besucht, wobei alles scharf gestellt ist, was scharf zu stellen ist (javascript verboten und Ghostery blockiert alle Werbe-, Tracker- und sonstige Dienste).
      Effekt keiner. Alles ist lesbar. Keine Beschwerde über blockiertes JavaScript, wie bei bild.de und keine beschwerde über einen Adblocker.

  4. “Wer viel mißt, mißt Mist” heist es so schön. Das ist, wie die Messungen der GfK. Die messn nicht die Fernseh-Verweigerer, sondern nur ihre geschlossene Testgemeinde. Das immer mehr Menschen auf das Fernsehen verzichten, bekommen die gar nicht mit!

    Hier ist das ähnlich. Wie verhält sich denn der Anteil derer die, mit oder ohne Adblocker, die von der OVK gemessenen Seiten besucht haben? Ich nehme mal an, der Anteil der Besucher geht zurück. Ich besuche ja zum Beispiel die Seiten von Bild nicht enmal mehr versehentlich. Spiegel Online wird mich als Leser auch verlieren (ich weiß, wie relativ einvach die “Verschlüsselung” zu umgehen ist, habe aber gar keinen Bock darauf, jeden Artikel mit einem Modifizierten ROT-Verfahren zu behandeln).

    Das ist der eine Teil. Der andere ist, das sich die Adblocker-Welt nicht nur aus Benutzern von Adblock Plus besteht. Neben Programmen wie Blockr gibt es noch Kombinationen wie NoScript mit Ghostery und anderen. Manche Benutzer werden sich einen Proxy-Server mit Squid eingerichtet haben. Dann gibt es noch die ganz harten, die ihre Host-Datei per Hand editieren.

    Ich vermute mal, die OVK erfaßt nur einen Teil der Werbe-Verweigerer.

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