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Weltweit wächst die Zahl der No-go-Areas für Pokémon Go-Spieler

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Hype des Jahres: Nintendos Mobile-App Pokémon GO

Bei dem Handy-Spiel  Pokémon Go geht es darum, virtuelle Pokémon-Monster zu fangen, die sich an verschiedenen Orten in der realen Welt verstecken. Zahlreiche Spieler sind in ihrem Jagdfieber nicht zu bremsen. Weltweit gibt es bereits einig No-Go-Areas für Pokémon Go-Spieler.

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Pokémon Go-Spieler gehen oft zu weit – finden vor allem Sicherheitsbehörden und historische Stätten. Nun wird an den kalifornischen Spieleentwickler Niantic Labs appelliert, sensible Orte aus der App zu entfernen. Auch No-go-Areas für Pokémon Go gibt es bereits. Eine Auswahl:

Deutschland: KZ-Gedenkstätten wollen von dem Spiel ausgenommen werden. So sollten nach Wunsch der verantwortlichen Stiftung die ehemaligen Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg als mögliche Spielorte aus der App herausgenommen werden. Auch Gelände der Bundeswehr könnten bald Pokémon-freie Zone werden: Militärische Liegenschaften wie Kasernen, Übungsplätze und Schießbahnen seien keine Spielplätze, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Japan: Auch vor den Gedenkstätten der Atombombenopfer in Nagasaki und Hiroshima hatten die Jäger keinen Halt gemacht. Das ging den Stadtoberen zu weit. Sie forderten die Spielemacher der Smartphone-App auf, die Friedensgedenkstätten aus dem Spiel zu entfernen. “Der Friedenspark ist kein Ort für Spieler”, sagte ein Stadtvertreter in Nagasaki vor den Gedenkfeiern zum Jahrestag der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August.

USA: Das Holocaust-Museum und der Nationalfriedhof Arlington in Washington haben ebenfalls mit nicht zu bremsenden Pokémon-Jägern zu kämpfen: Sie appellierten über Twitter an die Besucher, sich respektvoll zu verhalten und das Spielen der App beim Besuch der historischen Stätten zu unterlassen.

Saudi-Arabien: Das gesamte Königreich hält nichts von virtueller Monster-Jagd: Die höchste islamische Institution des Landes bestätigte laut der Nachrichtenseite Arab News kürzlich ein Rechtsgutachten, das das Spiel im ganzen Land verbietet. Nach Ansicht des Ständigen Komitees für Rechtsfragen handelt es sich um ein Glücksspiel, was im Islam grundsätzlich untersagt ist.

Israel: Das Land verbannt Pokémon Go aus allen israelischen Botschaften weltweit. Auch auf Militär-Stützpunkten und im Außenministerium ist die Monster-Jagd verboten. “Wegen Sicherheitsaspekten muss man vorsichtig sein”, sagte ein Sprecher.

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Alle Kommentare

  1. Natoflugplatz sowie Kaserne in meiner nähe sind von Anfang keine pokemon go zonen gewesen. Ich verstehe die kritik nicht. Niantic hat da schon von vorhinein einige sachen gemacht. Es ist schwer alle sicherheits schwierigige und moralisch verwerfliche orte auf der ganzen welt zu markieren damit dort keine pokemon spawnen.

  2. Wie verhält es sich überhaupt mit privaten Acker- und Weideflächen, Gärten und Firmengeländen? Darf Niantic diese Flächen einfach virtuell nutzen? Diesen Flächen werden virtuell genutzt und damit Geld verdient, ohne bei den Eigentümern angefragt zu haben. Flächen die frisch ausgesät sind können Schaden nehmen und Pokemon-Jäger können unter Umständen auf Firmengeländen verunglücken. Wer haftet in einem solchen Fall. Ein solches Spiel hebt die geltenden Gesetze natürlich nicht auf, aber es scheint viele Nutzer zu verleiten sich über das Recht zustellen. Man hat doch fast den Eindruck, dass mit den aktivieren der App bei vielen das Gehirn ausgeschaltet wird oder warum rennen Nutzer auf Schießbahnen auf denen scharf geschossen wird?

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