„Tierquälerstadt Memmingen“: Peta darf Protestplakat zum Forellenschlachtfest nicht aufhängen

Dieses Verbot bietet einen klasse PR-Aufhänger, um sich noch stärker an der Stadt Memmingen und Fischetag abzuarbeiten. Seit Jahren kämpft die Tierschutzorganisation Peta gegen die „tierquälerische Tradition“. Sehr zur Empörung der Aktivisten lehnte der örtliche Werbeflächenanbieter ein Plakat ab. Claim des Protest-Posters, dass einem typischen deutschen Ortsschild nachempfunden ist: „Tierquälerstadt Memmingen“.

Nach Meinung von Peta verstößt der Fischertag, bei dem es darum geht, innerhalb von 30 Minuten im Stadtbach eine möglichst schwere Forelle zu fangen, gleich mehrfach gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen Artikel 3 Absatz 2 im Grundgesetz, „da Frauen am Fischertag nicht teilnehmen dürfen“. Peta kritisiert dies  und fordert deshalb „eine Umgestaltung der Veranstaltung in ein Stadtfest, bei dem keine Tiere gequält oder getötet werden und Frauen nicht ausgeschlossen werden“.

„Der Fischertag ist ein Fest, das im 21. Jahrhundert in seiner ursprünglichen Form nicht mehr stattfinden darf, da es gegen die Rechte von Tieren und Frauen verstößt“, so Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von Peta. „Anstatt auf Tierquälerei und Ausgrenzung zu setzen, sollten die Memminger Lebewesen mit Achtung und Respekt begegnen.“


Neben der – nun gescheiterten – Plakataktion setzen die Aktivisten auch noch auf eine Unterschriftenaktion. Das selbstgesteckte Ziel von Peta liegt hierbei bei 2.000 Unterschriften. Der derzeitige Stand: 1.389.
Im Social-Web ist der Aufruf bereits ein gewisser Viral-Erfolg
. Über 350 Mal wurde er bislang geteilt.