Anzeige

Der tote Torero und das Social Web: brachiale Solidaritätswelle mit Stier Lorenzo lässt EM verblassen

Stier tötet Torero - die Sympathien im Social Web gelten dem Stier

Brutale, grausame Szenen: Am Samstag wurde der Torero Víctor Barrio, 29, vom Stier Lorenzo während eines Stierkampfs im spanischen Teruel getötet. Ein Horn des Stieres durchbohrte das Herz des Toreros, das Ganze wurde live im spanischen Fernsehen übertragen. Auf Twitter und Facebook formierte sich daraufhin eine Solidaritätswelle für den Stier und viel Häme für den toten Torero. Die Story dominierte im Social Web sogar das Finale der Fußball-Europameisterschaft.

Anzeige

Zu sagen, dass Stierkampf umstritten ist, wäre stark untertrieben. Fast überall auf der Welt wird Stierkampf als barbarischer Akt und Tierquälerei empfunden. Auch in Spanien gibt es immer mehr Kritik, trotzdem werden dort weiterhin Stierkämpfe veranstaltet und manchmal kommt es dabei zu tödlichen Zwischenfällen für den Torero (für den Stier endet der Stierkampf immer tödlich).

In Zeiten von Social Media gehen solche Bilder schneller als je zuvor um die Welt und sorgen für hoch-emotionale Reaktionen. Bei Twitter und Facebook war am Wochenende zu erkennen, wie sehr Stierkampf von vielen Nutzern verachtet wird. Allenthalben wurde der Stier glorifiziert und der tote Torero verspottet:

Bei Twitter avancierte der Begriff „Torero“ am Wochenende zum Trending Topic. Laut der Social Media Analyse von 10000Flies.de sind in der Top Ten der bei Facebook und Twitter meist geteilten Stories am Montagmorgen alleine acht Stories zum toten Torero. Die anderen beiden Stories sind Portugals EM-Sieg auf Rang 6 und der Abgang von Matthias Sammer beim FC Bayern auf Rang 10. Bild.de stellte die Torero-Story am späten Samstagabend gegen 23.33 Uhr online und erklomm trotz der späten Uhrzeit noch Rang 1 der Samstags-Charts bei 10000Flies.de.

Anzeige