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„Wir sind eine Branche der Schisser und Anpasser“: Silke Burmester beendet ihre taz-Medienkolumne

Nach sieben Jahren ist Schluss: „Die Kriegsreporterin“ Silke Burmester hängt den Stahlhelm an den Nagel und hört mit ihrer Medien-Kolumne in der taz auf. Bereits vor Wochen verkündete sie, eine Pause einlegen zu wollen, um an einem neuen Print-Projekt zu tüfteln. Jetzt wendet sie sich für eine Abschieds-Kolumne noch ein letztes Mal an die „taz-Medienredaktion!“.

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Offenbar hat sich schon zu lange geärgert, dass es nicht zum Selbstverständnis von Journalisten gehört, „sich mit Kollegen anzulegen“, wie sie ihrem Abschiedsbrief schreibt. „Und schon gar nicht mit den Bossen. Wir sind eine Branche der Schisser und Anpasser, die zwar groß darin ist, Fehler bei anderen zu suchen, aber sich heulend in der Ecke verkriecht, wenn sie ihre Arbeitsbedingungen benennen soll.“

An welchen konkreten Projekten die in Hamburg lebende freie Journalistin zur Zeit arbeitet, will sie noch nicht verraten. Allerdings kann es sein, dass sie selbst am Ende ihrer Abschieds-Kolumne einen kleinen Hinweis gibt. So meint sie, dass man „vielleicht mal was mit Tieren oder alten Leuten“ machen sollte. „Ich denk mal drüber nach…“

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