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Facebook ordnet News Feed neu: Postings von Freunden künftig wichtiger als Verlagsinhalte

Immer reicher: Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Immer reicher: Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Facebook schraubt weiter am News Feed: Das weltgrößte Social Network ändert erneut den Algorithmus, der die Auswahl der Inhalte seines News Feeds regelt. Die Folge: Beiträge von Facebook-Freunden sollen häufiger zu sehen sein, die Posts von Seiten dagegen weniger. Für die Medienbranche ist das eine schlechte Nachricht: Posts, die auf neue Artikel verweisen, rutschen damit im News Feed weiter nach unten – Reichweitenverluste sind absehbar.

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Mark Zuckerberg legt nach: Im vergangenen Jahr kündigte der Facebook-Chef bereits an, den News Feed einer nachhaltigen Änderung zu unterziehen. Nun wird der Algorithmus, mit dem Facebook die Auswahl der Inhalte seines News Feeds zusammenstellt, ein zweites Mal geändert und zudem sogenannte News Feed Values eingeführt.

Mit einschneidenden Folgen: Die Posts von Freunden – also Fotos, Videos, Status Updates und geteilte Links –, werden höher gerankt, während die Beiträge von Pages im News Feed zurückgestuft werden. „Wir erwarten, dass sich die Sichtbarkeit von Posts und der dadurch erzeugte Traffic für einige Seiten verringert“, räumt Facebook ein.

Family first: “Nutzer sorgen sich darum, wichtige Updates von ihrer Familie und Freunden zu verpassen”

Auch gelikte Seiten oder Kommentare auf Posts, die Fanpages oder Freunde abgegeben haben (Nutzer XY gefällt das Video von Fanpage Z bzw. hat den Post von Fanpage Z kommentiert), tauchen inzwischen tiefer im News Feed auf.

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“Wir haben aus unserer Gemeinde gehört, dass Nutzer sich darum sorgen, wichtige Updates von ihren Freunden zu verpassen”, begründete News Feed-Chef Adam Mosern in einem Blogpost. “Facebook wurde schließlich aus der Idee gegründet, Menschen mit ihren Freunden und der Familie zu vernetzen. Und das ist unsere Top-Priorität bis heute.”

Schlechte Nachrichten für Medientreibende: Weniger Reichweite für Artikel

In der Praxis sind das vor allem für Medienmacher schlechte Nachrichten: Was Facebook als Aufräumaktion für Mitglieder tarnt, sind in Wirklichkeit angezogene Daumenschrauben für Unternehmen, die sich von Fanpages einen Traffic-Schub erhoffen.

Wie man der schwindenden Sichtbarkeit im News Feed entgegenwirken kann, ist hinlänglich bekannt – nämlich mit dem Sponsern eines Posts. Das ist am Ende des Tages schließlich Facebooks Geschäftsmodell: möglichst viele Werbe-Dollars und -Euros einzusammeln.

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Alle Kommentare

  1. Uhhhh…. Wau! Außer neue Emoticons und die Idee das Internet in Indien! in Facebook umzubenennen fällt Fratzenbuch auch nichts mehr ein.

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