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Show-Titan und Spiegel TV bekommen zweite Chance: RTL setzt “Mensch Gottschalk” fort

Showmaster Thomas Gottschalk und Spiegel TV bekommen bei RTL eine zweite Chance
Showmaster Thomas Gottschalk und Spiegel TV bekommen bei RTL eine zweite Chance

Es sollte sein großes TV-Comeback werden. Show-Titan Thomas Gottschalk meldete sich vor drei Wochen mit „Mensch Gottschalk“ auf den Bildschirmen zurück. Doch die vierstündige Sendung mit vielen Gästen und Themen wurde zum Quotenflop. Stundenlang berieten heute RTL, Spiegel TV und dtcp darüber, ob die Sendung fortgesetzt wird. Jetzt steht fest: Produzent und Moderator bekommen eine weitere Chance.

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“Mensch Gottschalk” war wirklich kein Erfolg: Die vierstündige Sendung, mit der er vor drei Wochen bei RTL on air ging, fiel bei den Zuschauern durch. So schauten im Schnitt nur 2,09 Millionen Menschen zu. Dies entsprach einem Marktanteil von 7,9 Prozent, deutlich zu wenig für die Kölner Mediengruppe RTL.

Heute berieten nun RTL, Spiegel TV und dtcp darüber, ob die Sendung fortgesetzt wird. Jetzt steht fest: Gottschalk kann weiter machen. Steffen Haug, Chefredakteur von Spiegel TV: “Wir hatten ein gutes Gespräch und freuen uns, eine neue Ausgabe von ‘Mensch Gottschalk’ für 2017 zu planen. Für sämtliche Details zu Ausstrahlung oder möglichen Veränderungen ist es noch zu früh”, erklärt Haug. Produzent und Moderator bekommen also die Chance, das Format noch einmal zu modifizieren Fraglich ist, ob die Sendung erneut vier Stunden lang sein wird.

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Besonders die Produktionsgesellschaft des Spiegel Verlags setzt große Hoffnung in das Format. Großaufträge dieser Art kann das Unternehmen an der Ericusspitze, das Anfang Juli mit Goetz Hoefer – neben Jesper Doub und Dirk Pommer – einen dritten Geschäftsführer bekommt, gut gebrauchen. Denn in den vergangenen fünf Jahren war die TV-Tochter der Spiegel-Gruppe eher von einer Pechsträhne verfolgt. So verlor Spiegel TV 2011 den Auftrag für das Talkformat „Kerner“, wenig später wurde die Kochshow „Lanz kocht“ abgesetzt. Zuvor musste Spiegel TV auch die ZDF-Tierdoku „Tierische Kumpel – Zoogeschichten zwischen Rhein und Donau“ von ihrer Auftragsliste streichen. Seit Jahren tut sich Spiegel TV schwer, neue Aufträge an Land zu ziehen. Dem Unternehmen blieb daher nichts anderes übrig, als vor allem die Personalkosten zu senken. Viele Mitarbeiter verloren ihre Jobs.

Nun symbolisiert „Mensch Gottschalk“ für die Spiegel-TV-Mannschaft wieder ein Zeichen des Aufbruchs. Dies ist gerade jetzt besonders wichtig, da der Spiegel Verlag einen harten Restrukturierungskurs durchläuft. Denn Geschäftsführer Thomas Hass muss massiv auf die Kostenbremse drücken. Rund 15 Millionen Euro jährlich soll das Unternehmen einsparen. Jetzt drohen sogar im Juni Kündigungen, die aber die Geschäftsführung partout vermeiden will.

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Alle Kommentare

  1. Bitte den Oberlehrer absetzen. Wie Til Schweiger kann man den Gottschalk nicht mehr ertragen . Gottseidank gibt es nicht nur Volksverdummungstvsender!!!

    1. Natürlich ist Gottschalk – na sagen wir es mal so – vollkommen out!
      Ja, niemand will ihn mit seinem sinnlosen Geplapper mehr sehen. Er ist genauso wie ein Riesentelefon anno 1966, damit will heute auch keiner mehr telefonieren.
      Aber man kann es Gottschalk nicht verdenken, sich anzubiedern, immerhin muss er seinen exorbitanten Lebensstandard ja bezahlen. Da muss man ihn verstehen.
      Haribo hat er als Werbepartner verloren, mit einem Opa will keiner mehr für Gummibären werben. Viel mehr sind diese RTL-Macher, die das entscheiden, zu verurteilen. Was machen sie da in ihrem Job?
      Ich dachte immer, RTL ist auf jüngeres Publikum aus, damit sie Werbegelder kassieren können. Gottschalk spricht aber die Rentner und Behinderten an. Wer hält die Wette? 100.000 Euro auf Flop.

      1. Prinzipiell bin ich total Ihrer Meinung, aber wie kommen Sie denn darauf, dass Gottschalk Behinderte anspricht? Ob Rentner mit ihm so viel anfangen können, sei mal dahin gestellt. Aber warum ausgerechnet Behinderte?

  2. Der Gottschalk hat den Zeitpunkt, bis zu dem er noch (einigermaßen) in Ehren hätte abtreten können, eindeutig verpasst.

    Traurig an der Sache finde ich vor allem, daß er damit jüngeren (und vielleicht auch besseren) den Sendeplatz blockiert.

    Mit 66 Jahren, die Gottschalk ja nun mal ist, fängt das Leben vielleicht tatsächlich erst an – allerdings meinte Udo Jürgens seinerzeit damit wohl eher das Privat- und nicht das Berufsleben.

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