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Nur noch 16,40 Euro: Rocket Internet stürzt auf neue Allzeittiefs

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Bad News vom Großinvestor: Oliver Samwer, Vorstandschef der Rocket Internet AG

Rakete im Tiefflug: Zu Kursen von nur noch 16,40 Euro wurden die Anteilsscheine von Rocket Internet gestern gehandelt. Tiefere Kurse gab es in den 21 Monaten, die die Berliner Internet-Beteiligungsgesellschaft nun schon an der Börse notiert ist, nie. Der neuerliche Absturz, der gestern weitere 8,5 Prozent an Wert vernichtete, ist der schwierigen Lage an den Weltbörsen geschuldet, die nach dem Brexit auch zu Wochenbeginn im Ausverkaufsmodus blieben.

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Die Welt blickt weiter wie nach einem schweren Autounfall auf die Katastrophe, ohne abschätzen können, was durch den Brexit eigentlich passiert ist oder passieren wird. Die Kapitalmärkte indes sind wieder einmal schneller und versuchen einzupreisen, wie groß der Schaden für Großbritannien und die Weltwirtschaft sein wird.

Erstes Fazit nach zwei Handelstagen: Es sieht nicht gut aus. Nach dem Schock am vergangenen Freitag, der das Pfund auf ein 31-Jahres-Tief und den Dax um 700 Punkte abstürzen ließ, setzte sich der Ausverkauf auch zu Wochenbeginn fort. Mittendrin sind entsprechend auch Internet- und Technologiefirmen, die unter der globalen Ausverkaufswelle leiden, selbst wenn sie kein überproportional großes Großbritannien-Geschäft aufweisen.

Brexit lässt deutsche Internetaktien zweistellig einbrechen

Apple, Alphabet, Facebook und Microsoft verloren seit dem Brexit etwa fünf Prozent an Wert. Deutlicher zur Sache ging es an den deutschen Börsen: Xing verlor seit Freitagmorgen mehr als zehn Prozent,  Zalando 11 Prozent und Rocket Internet gar 13 Prozent an Wert.

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Für die Berliner Beteiligungsgesellschaft bedeutet der neuerliche Absturz gleichermaßen den harten Aufprall auf neue Allzeittiefs. Nur noch 16,40 Euro wurden für die Anteilscheine von Rocket Internet gestern bewilligt; das Berliner Internet-Unternehmen wird damit inzwischen nur noch mit 2,7 Milliarden Euro bewertet.

Mehr als 60 Prozent  seit IPO an Wert verloren

Die Investmentgesellschaft der Samwer-Brüder weist inzwischen nach jeder Lesart eine vernichtende Bilanz aus: Seit Jahresbeginn liegt die Rocket-Aktie um mehr als 42 Prozent hinten, seit dem IPO im Oktober 2014 wurden 62 Prozent an Wert ausradiert, seit den Allzeithochs gingen gar mehr als 70 Prozent an Wert verloren.

CEO Oliver Samwer dürfte die neuen Allzeittiefs indes kaum berühren. “Die kurzfristige Optimierung des Börsenkurses und der Kommunikation ist für mich kein Thema mehr”, erklärte Samwer unlängst im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. “Ich dusche immer so lange, bis die Zweifel weg sind”, hatte der Rocket-Chef der Süddeutschen Zeitung verraten. Vielleicht fällt die Dusche heute ja etwas länger aus…

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