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Mathias Döpfner kauft für 13 Millionen Euro neue Axel Springer-Aktien

Sieht im Fall des Faktenfälschers Relotius etwas "Systemisches" beim Spiegel: Mathias Döpfner, Vorstandschef von Axel Springer

Mathias Döpfner setzt ein Zeichen und stockt seinen Anteil am Axel Springer Konzern weiter auf. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, hat der Vorstandschef des MDax-Konzerns vergangene Woche für 13 Millionen Euro weitere Aktien erworben und dabei ein gutes Näschen bewiesen: Der Durchschnittskaufpreis betrug 47,46 Euro – gestern notierte der zweitwertvollste Medienkonzern bereits fünf Prozent höher. Döpfner besitzt damit inzwischen mehr als drei Prozent aller Springer-Aktien.

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Mathias Döpfner hatte vergangene Woche in einem hochinteressanten Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung enthüllt, unter welchen Umständen er sich vor zehn Jahren selbst im großen Stil mit Axel Springer-Aktien eindeckte.

„Um unternehmerisches Selbstgefühl zu entwickeln, habe ich 2006 einen Kredit aufgenommen und zwei Prozent der Springer-Aktien gekauft. Da ich keinerlei Vermögen hatte, musste ich mich existenziell verschulden, aber ich wollte den unruhigen Schlaf des Unternehmers“, bekannte der 53-Jährige.

Döpfner sichert sich weitere 0,26 Prozent an Axel Springer

Offenbar hat Döpfner auch zehn Jahre später von den unruhigen Nächten immer noch nicht genug: Wie das Redaktions Netzwerk Deutschland gestern berichtete und Axel Springer inzwischen bestätigte, hat Döpfner seinen Anteil am MDax-Konzern nochmals aufgestockt.

Das Investment fällt mit 13,46 Millionen Euro verhältnismäßig übersichtlich aus: Mit den 283.500 Aktien, die  Döpfner über seine Investmentgesellschaft Brilliant 310. GmbH gekauft hat, hat sich der Springer-CEO weitere 0,26 Prozent am Berliner Medienunternehmen gesichert.

Vor allem durch die Schenkung von Friede Springer an ihren Vorstandschef  vor knapp drei Jahren, als Döpfner ein Aktienpaket im Wert von 74 Millionen Euro erhielt, ist der Anteil des Medienmanagers am Berliner Digital-Verlag inzwischen auf 3,07 Prozent angestiegen.

Döpfner beweist gutes Timing beim Kauf neuer Aktien

Bemerkenswert ist das Timing des Springer-CEOs: Die neuen Aktien sammelte Döpfner vergangenen Donnerstag zu Kursen von 47,46 Euro ein, als die deutschen Aktienmärkte im Sog der steigenden Brexit-Angst deutlich nachgaben. Gestern dagegen beendete der MDax-Konzern den Xetra-Handel schon wieder bei 49,68 Euro (liegt damit 2016 aber immer noch leicht im Minus).

Döpfner hat damit binnen fünf Handelstagen schon ein Plus von knapp fünf Prozent eingefahren, das 63.000 Euro vor Steuerabzug wert wäre – wenn der Springer-Chef seine neuen Papiere denn wieder abstoßen wollte. Danach sieht es jedoch wohl eher nicht aus, wenn man das SZ Magazin-Interview von letzter Woche zugrunde legt: „Auch wenn ich nur kleinerer Aktionär bin, bin ich Miteigentümer und Unternehmer bei Axel Springer, und das ist mir wichtig“, hatte Döpfner den Münchnern zu seiner Aktienposition vor Bekanntwerden des neuerlichen Engagements diktiert.

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