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TNS-Studie: Spotify wächst massiv und freut sich über großen Anteil von Kopfhörer-Nutzern

Spotify-Deutschland-Chef Stefan Zilch
Spotify-Deutschland-Chef Stefan Zilch

Um mehr Werbegelder abgreifen zu können, hat Spotify bereits zum zweiten Mal TNS beauftragt, viele Details über die Nutzerschaft des Streaming-Dienstes heraus zu finden. Einige der Ergebnisse: Die Spotify-Hörer werden immer mehr, kommen überdurchschnittlich oft aus dem Norden, sie sind jung - und hören oft mit Kopfhörer - was Spotify-Deutschland-Chef Stefan Zilch sehr freut.

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29% der von TNS befragten 15- bis 64-jährigen aus dem TNS-Online-Research-Panel gaben an, Spotify per Kopfhörer zu nutzen. Beim herkömmlichen Radio lag der Kopfhörer-Anteil nur bei 6%. Was zunächst mal nur nach einem technischen Detail klingt, bekommt durchaus Relevanz. Denn: Wer seine Musik per Kopfhörer hört, blendet sämtliche anderen Geräusche aus, hört also viel intensiver. Spotify-Free-Nutzer – und nur um die geht es in der Studie – hören damit theoretisch auch die Werbespots viel intensiver. Ein Aspekt, der in der Vermarktung künftig durchaus eine Rolle spielen könnte.

Ohnehin entwickelt sich Spotify Free – die Premium-Nutzer spielen in der Studie keine Rolle, weil sie ja keine Werbung hören – positiv: Die Bekanntheit des Dienstes stieg seit der TNS-Studie vor einem Jahr von 57% auf 67%, die wöchentliche Reichweite bei den 15- bis 64-Jährigen von 8,8% auf 12,2% – und in der Kern-Zielgruppe der 15- bis 34-Jährigen sogar auf 24%. Spannend: Besonders erfolgreich ist Spotify neben der Metropole Berlin im Norden: Bremen und Niedersachsen weisen überdurchschnittlich viele Spotify-Free-Hörer auf. Deutlich unterdurchschnittlich sind die Zahlen hingegen in Brandenburg, Thüringen und Hessen.

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Im Vergleich zur Konkurrenz ist Spotify Free die klare Nummer 1. Mit 12% liegt man klar vor iTunes, radio.de und SoundCloud. Durch Spotify Premium käme laut Stefan Zilch noch einmal ein Drittel Nutzer oben drauf, also in etwa 4%. Damit läge man knapp vor dem Haupt-Konkurrenten Apple Music.

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Wichtig für Vermarktung und Kern der Studie sind die Zahlen aus den einzelnen Bundesländern: Wie viele Nutzer erreicht Spotify Free dort – und wie viele die einzelnen Radiosender. Mit diesen Zahlen will Spotify die Werbungtreibenden überzeugen, Audio-Kampagnen auch bei dem Streaming-Dienst zu schalten und eben nicht nur im herkömmlichen Radio. Das Beispiel Hamburg zeigt, dass Radio Hamburg hier der Gigant ist, doch selbst dort würde man zusätzliche 11% der 14- bis 34-Jährigen erreichen, wenn man seine Spots auch bei Spotify schalten würde. Denn: 11% aus dieser Altersgruppe hören Spotify, aber kein Radio Hamburg. Bei fast allen Sendern in fast allen Bundesländern erreicht man so eine beachtliche inkrementelle Reichweite.

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Probleme hat Spotify noch in höheren Einkommensschichten, was aber natürlich auch daran liegt, dass das Publikum sehr jung ist – und damit in großen Teilen noch nicht viel Geld verdient. Dafür liegt man bei der Bildung über dem normalen Radiohörer. Interessant: Das Spotify-Publikum ist zudem deutlich weiblicher als die 15 bis 64-jährige Gesamtbevölkerung und die Nutzerschaft der Radiosender.

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Alle Kommentare

  1. Wer mehr verdient bezahlt die paar Euro pro Monat halt.

    Sinnig und sonst vielleicht nur ansatzweise von NetFlix gemacht wären knallharte öffentliche Statistiken über die verwendeten Provider, Speed und natürlich ob ECHT MOBIL UNTERWEGS oder nur Couchsurfer per DSL.
    Bei Autos weiss man auch wie schnell sie fahren.
    Ebenso Geräte-Statistiken wären nett. Z.b. welche Kopfhörer (bald weiss man das ja weil die alle per USB angeschlossen werden) oder Bluetooth-Lautsprecher und natürlich welche Endgeräte/Handies/….
    Ansonsten hat man ja nur die Verkaufs-Top-100 bei Amazon.

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