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Schwerer Schlag für Score Media: Media Impact wirbt Top-Vermarkter Matthias Schönwandt ab

Personal-Coup mit Folgen? MI-Manager Harald Wahls (re.) freut sich über den Neuzugang Matthias Schönwandt
Personal-Coup mit Folgen? MI-Manager Harald Wahls (re.) freut sich über den Neuzugang Matthias Schönwandt

Paukenschlag für den Zeitungsvermarkter Score Media: Matthias Schönwandt verlässt als Geschäftsführer den Score-Media-Partner Medienhaus Deutschland und geht zum Konkurrenten Media Impact, dem geneinsamen Vermarkter von Springer und Funke. Der Wechsel ist pikant. Denn Branchen-Profi Schönwandt sollte eigentlich den neuen Zeitungsvermarkter gegen Platzhirsch Media Impact in Stellung bringen.

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Es ist ein schwerer Schlag für den nationalen Zeitungsvermarkter Score Media: Matthias Schönwandt, 50, bisher Geschäftsführer der Medienhaus GmbH & Co. KG, verlässt Score Media, um zum 1. Oktober 2016 als General Manager Nationaler Handel zu Media Impact zu wechseln. Dies teilt Axel Springer mit. Er ist in dieser Funktion für das nationale Werbegeschäft der Handelskunden verantwortlich.

Harald Wahls, Geschäftsführer Media Impact: „Wir freuen uns, Matthias Schönwandt für uns gewonnen zu haben, um die erfolgreiche Offensiv-Strategie von Media Impact auch in dem Segment der nationalen Handelskunden fortsetzen zu können. Insbesondere die Begleitung der wichtigen Handelskunden bei ihrer Transformation in das digitale Geschäft wird eine seiner großen Aufgaben sein. Der Handel sieht für seine eigene Branche einen Nachholbedarf, bei dem Media Impact als der führende crossmediale Vermarkter in Deutschland eine wichtige Rolle spielen wird.“

Damit gerät Score Media weiter unter Druck, da der nationale Zeitungsvermarkter mit Schönwandt seinen wohl erfahrensten Manager verliert. In der Branche mehren sich unterdessen die Zweifel, ob der neue Score Media-Chef Heiko Genzlinger, vormals Yahoo-Deutschlandchef, seiner bislang fachfremden Aufgabe wirklich gewachsen ist. Seit Monaten ist von dem Mann, der angetreten ist, um die Vermarkterlandschaft umzukrempeln, öffentlich nichts zu hören. So kursieren Gerüchte, ob das aus dem bisherigen Anbietern NBRZ und Medienhaus Deutschland geschaffene Konstrukt Score Media überhaupt marktfähig ist.

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Der Wechsel von Schönwandt zu Media Impact ist zudem heikel. Denn der Manager dürfte über viele Interna Bescheid wissen, die möglicherweise für den Score-Media Konkurrenten Media Impact von Interesse sein könnten. Media Impact hatte in der Vergangenheit kein Hehl daraus gemacht, dass man dem seit längerem in den Startlöchern stehenden Rivalen keine großen Chancen einräumt. So hatte Nienhaus mehrfach öffentlich dafür geworben, dass die Score-Media-Gesellschafter zum Springer/Funke-Vermarkter MI wechseln. Ohne Schönwandt und die ebenfalls beim Medienhaus Deutschland ausscheidende Co-Geschäftsführerin Friederike Bahlinger wird es Score Media noch schwerer haben, am Markt zu punkten.

Entsprechend angesäuert wie auch trotzig fiel der Kommentar aus, den Christoph Rüth, Geschäftsführer der Madsack Gruppe, als Sprecher der Gesellschafter Medienhaus Deutschland zu dem abrupten Ausscheiden seiner Top-Kräfte abgab: „Im Zuge der Neuausrichtung der nationalen Vermarktung der angeschlossenen Verlagshäuser möchte ich Sie heute darüber informieren, dass zwei der bisherigen Geschäftsführer von Medienhaus Deutschland, Friederike Bahlinger und Matthias Schönwandt, sich ab Mitte Juni neuen Aufgaben außerhalb der Organisation zuwenden werden. Die Entscheidung wurde in gegenseitigem Einvernehmen getroffen und wir bedanken uns an dieser Stelle für die Zusammenarbeit der letzten Jahre. Für die berufliche Zukunft wünschen wir beiden viel Erfolg. Als Gesellschafter treiben wir weiterhin den gemeinsamen Aufbau des neuen Crossmediavermarkters Score Media Group voran, der im Herbst an den Start gehen wird. Das Team von Score Media wächst seit der offiziellen Gründung vor zwei Monaten kontinuierlich und freut sich auf die anstehenden Kundengespräche.“

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Alle Kommentare

  1. Score Media gehört zu Madsack und Madsack gehört de facto der SPD.

    Mein “Mitleid” hält sich deshalb doch sehr in Grenzen, wenn eine Firma aus der (von mir aus inoffiziellen) Parteipresse jetzt mal auf die … na ja: “Nase” gefallen ist.

    Das erste Mal ist es ja nicht, das sowas passiert und damals, bei der Causa Hansen, unterstützte genau diese SPD den Verrat ja sogar ausdrücklich:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/vom-gewerkschafter-zum-manager-transnet-chef-hansen-will-bahnvorstand-werden-1540857.html

    Tja… sowas kommt von sowas.

  2. Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.Einer geht, ein anderer wird kommen und das Leben geht weiter.Alles wird gut.

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