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Mesut Özil postet ein Foto von seiner Pilgerreise nach Mekka und bekommt in nur zehn Stunden über 1,2 Millionen Likes

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Eigentlich gilt der moderne und erfolgreiche Fußball-Profi als maximal angepasst. Er gibt sich größte Mühe, jedes politische Statement zu vermeiden. Eine klare oder gar scharf formulierte Meinung schmälere nur die Vermarktung - und oft auch die Aufstellungs-Chancen – heißt es zumindest. Mesut Özil postete vor zehn Stunden trotzdem ein Foto, dass den Star-Kicker auf seiner Pilgerreise nach Mekka zeigt und auf das schon jetzt weit über 1,2 Millionen Menschen reagierten.

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Das Bild zeigt den Nationalspieler in einem weißen Gewand vor der Kaaba im Innenhof der Heiligen Moschee in Mekka. Als einzigen Text postete der Spielmacher des FC Arsenal die erklärenden Hashtags #Mecca #HolyCity #SaudiArabia #Islam #Pray dazu.

Der bekennende Muslim Özil war also zum Beten in Saudi-Arabien. Allein das Bekanntwerden dieser Reise darf im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich als klares und starkes Statement verstanden werden. Dass der Profi dieses Bild allerdings auch noch via Facebook teilte, macht klar: Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass die ganze Welt sieht, dass er in Mekka war.

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Natürlich dürfte dem Profi auch klar sein, dass er sich in Deutschland, in der die AfD in vielen Umfragen bei um die zehn Prozent liegt, nicht nur Freunde macht. Tatsächlich darf man den Einfluss, den Star-Fußballer über die sozialen Netzwerke ausüben können, nicht unterschätzen.

Mesut Özil ist längst eine globale Marke mit über 30 Millionen Facebook-Freunden. In Düsseldorf soll sich ein ganzes Team um die passende Social-Media-Strategie kümmern. Immerhin gilt er in der Werbewirtschaft als Top-Influencer. Gerade diese Form des Marketings wird immer mehr zum neuen Mega-Trendbegriff. Denn über die Influencer können Firmen Zielgruppen und Kunden erreichen, sie sonst so kaum noch zu fassen bekommen. Die Reaktionen auf das aktuelle Posting sind massiv, aber auch überwiegend positiv.

Das Bild sammelte bereits über 1,2 Millionen Reaktionen, wurde über 50.000 mal geteilt und über 29.000 Mal kommentiert.

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Alle Kommentare

  1. Vielleicht kann man mit dem neuen WerbeBegriff Influencer etwas vorsichtiger umgehen. Viele Follower zu haben macht noch keinen Influencer. Und tausende Kommentare keinen Umsatz. Muss man wohl noch lernen, bei FB ist es ja schon passiert, bei youtube und instagram scheinbar noch nicht.

  2. Wie kommt man auf eine Verknüpfung mit der AfD in Deutschland, wenn Özil nach Mekka reist und “pray’t” Özil rennt ja auch sonst nicht mit verschleierten Freundinnen plus Metall-Niqab herum, denen er dann auch den Handschlag verweigert wegen Unreinheit oder sonstigem Blödsinn. Er geriert sich also keineswegs als Frauenunterdrücker oder anderweitig Höherstehender, nur weil er Mann ist. Warum man ausgerechnet Özil als modernen oder besser normalen – Vertreter des Islam mit der AfD in Verbindung bringt, verstehe wer will.

    1. Stimmt, es ist völlig überflüssig, dieses Fass aufzumachen. Özil bekennt sich im Gegensatz zu etlichen anderen in Deutschland aufgewachsenen Kickern aus Gastarbeiter-Familien klar zu seinem Geburtsland. Und er bekennt sich ohne großartige Worte eben auch zu seiner Religion, dem Islam. Also alles okay. Wer damit ein Problem hat, kann es für sich behalten.

      1. warum dieses thema aufgegriffen wird? weil das timing passt. die stimmung ist aufgeheizt und die leute sorgen sich wegen des islams. wenn da auch noch einer der “nationalhelden” sich zum islam bekennt, könnte das heftige reaktionen hervorrufen. das die afd hier mit genannt wird ist doch klar denn sie ist das ergebniss dieser unruhe.

  3. Ihr habt sie nicht mehr Alle in Deutschland !!!!!!!!!!!! Holt sie euch Alle ins Land…
    Ihr werdet noch sehen was ihr davon habt…Jede Nation sollte ihre eigene Kultur und Werte behalten …das ist Freiheit….. und jeder Gast ! ist willkommen egal an was er glaubt solange er nicht meine Hausschlüssel verlangt…
    Ein Moslem kann und WILL…!!!! niemals ein Europäer werden , ausser er verfolgt andere Ziele und findet in eurer NAIVITÄT den richtigen Nährboden. Viel Spass !

    1. Quatsch mit Soße. Mesut Özil ist, wie Millionen von Deutschtürken, Moslem UND Europäer – und ich glaube kaum, dass er “andere Ziele” verfolgt. Aber klar, wer den Widerspruch nicht sieht, wo keiner ist, muss in Ihren Augen naiv sein. Immer schön in einfachen Schablonen denken …

      1. Ob das Quatsch ist? Keine Ahnung, beobachte aber und allzu blauäugig sollte man auch nicht sein.

        Lee Kuan Yew, hoch angesehener ehemaliger Premierminister der Republik Singapur, hatte da etwas mehr Erfahrungen:

        „Ich glaube, wir haben ganz gute Fortschritte gemacht, bis die Welle des Islam über uns kam. Wenn Sie mich um meine Beobachtungen bitten, dann denke ich, die anderen gesellschaftlichen Gruppen nehmen die Integration leichter als die Muslime, etwa hinsichtlich Freundschaften, Ehen zwischen den Konfessionen usw. Ich würde heute sagen, wir können alle Religionen und Rassen integrieren, außer den Islam“

    2. Alles klar Konstantin(opel). Die Welt ist schlecht, alle wollen unsere Kultur und Werte zerstören und nehmen uns den Wohlstand. Gerade Özil ist ein Paradebeispiel dafür, so wie der uns auf der Tasche liegt. Iss Deinen Brei dann geht’s gleich wieder besser.

    1. Alles klar…Atheist….. deine Welt ist GUT…! Es gibt keine Kriege keine Hungernden keine …keine…keine … schlaf weiter.
      Und um deinen Wohlstand solltest du dir langsam doch Gedanken machen. Ich hoffe Du bist noch jung genug um es zu erleben.
      Frag doch mal einen Moslem mit Deutschem Ausweis was er ist ? am besten Özil…. Du wirst dich wundern !
      Und nochmal….. jeder soll glauben was er mag !!! aber mir nicht in meinem Haus auf die Füsse treten.Nicht ich muss mich nach meinen Gästen richten.
      Und denk mal drüber nach wieviele der sonst hier lebenden Ausländern sich einbürgern wollen ????

      1. Ach Konstantin. Da ist aber einer wütend. Warum ist das so? Was haben Dir diese pösen Ausländer denn weggenommen? Warum ist Moslem = schlimm? Was mache ich wenn Özil auf Deine Frage antwortet er sei ein Mensch, in dem Fall halt ein religiöser Mensch? Keine Ahnung ob Du darauf Antworten hast oder nur wieder viele Ausrufezeichen, ist mir auch egal.
        Lebe halt weiter in “Deinem Haus” mit Deinem Hass

  4. Die üblichen Linksradikalen hier begrüßen die Religion. Aber nur wenn sie muslimisch ist. Das sagt schon viel über dieses Zweckbündnis von potentiellen Gefährdern einer freiheitlich demokratischen Grundordnung.

  5. Kommunisten, linke Grüne, BlaBlaBla aber alle sind Weltmeister. Gibt es in Sachsen eigentlich Religion? Da sind doch 75% ungetauft.

    P.S. Wenn Sie die Hymne singen wollen tun Sie das. Nazi sind Sie nur wenn Sie sich ständig in der Strophe vertun…..

    1. An Arteist……. wenn er noch zuhört…. wird er jetzt erschrecken ! Bin selbst seit 1964 GAST in Deutschland . 1978 mein Abi gemacht und überaus dankbar für die Möglichkeiten die mir das Land bot. Meine Tochter hat Deutsche Philologie studiert und lehrt Deutsch – zum Teil als Fremdsprache für Migranten-
      Ja !!… ich mache mir Sorgen um dieses Deutschland , teilweise mehr als ihr Deutschen selbst . Deutschland war für mich immer ein Vorbild für den Rest Europas was Sicherheit , sozialer Gerechtigkeit und vorbildhafter Staatsstruktur anbelangt . Und Heute ? Schmarotzer aus Eigener und internationalen Herkunft wo man hinschaut. Traurig aber wahr

      1. @Konstantin: Habe großen Respekt vor Deiner Lebensleistung und Glückwunsch zur erfolgreichen Tochter (ganz ohne Ironie).
        Das einzige was mich erschreckt ist, dass Du die Möglichkeiten die Dir offenstanden nun anderen offenbar verwehren willst. Wäre 1964 der Zeitgeist ein anderer, nämlich der von Dir bevorzugte gewesen, Dein Weg und der Deiner Tochter wäre deutlich anders verlaufen. Ich glaube nicht dass Dir oder Deinen Eltern ein derartiger Hass entgegengeschlagen ist, wie Du Ihn nun in Deinen Beiträgen ausdrückst. Mal drüber nachdenken. Die Beweggründe dafür nach Deutschland zu kommen kenne ich nicht, aber es waren sicher nicht die schlechteren wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber Deinem Herkunftsland.

        Die Fragen die ich oben gestellt haben, hast Du zudem nicht beantwortet. Aber zumindest kommst Du in Deinem Beitrag nun ohne die vielen Ausrufezeichen aus 😉

        Ansonsten, wer wie Du seit 1964 in diesem Land lebt ist kein Gast mehr sondern unabhängig von der Nationalität Staatsbürger dieses Landes und so mitverantwortlich für die Zustände die Du nun beklagst. Die “Gesellschaft” sind nämlich wir und nicht die wechselnden Figuren in der Politik.

  6. @Arteist:Leider sind unsere Standpunkte weit von einander entfernt sodass wir unendlich lange hin und her schreiben können ohne uns zu nähern.
    Ich habe bestimmt nichts gegen Migranten bzw. Flüchlingen da ich doch den gleichen Hintergrund habe.Ausserdem bin ich mit Türken,Italienern,Spaniern,usw. grossgeworden. Den Zeitgeist von damals würde ich sogar noch als schlimmer beschreiben da die Menschen mit etwas Neuem und Fremden konfrontiert wurden was mit einer Mischung aus Vorsicht und Ablehnung behandelt wurde.Glaube mir es war nicht einfach.Man musste in allen Lagen mindestens 2 Mal besser sein um akzeptiert zu werden was natürlich mit entsprechendem Ehrgeiz zwangsweise zum Erfolg führte.
    In den Jahren wurde mir mehrmals nahegelegt die Deutsche Staatsbürgerschafft anzunehmen was für mich problemlos und einfach gewesen wäre ich jedoch nie die Notwendigkeit dafür empfand da ich mich auch so sicher und wohl fühlte.Wieso ich Dir das Alles schreibe ?
    Weil es mich stört wenn Du von Hass sprichst und alle Menschen etwas naiv gleich siehst , meine Anstrengungen zur Integration gleichstellst mit Denen deren Absicht nur darin liegt sich auf Staatskosten als Grossfamilie , am besten noch als Staatsbürger Deutschlands, niederzulassen und noch in der dritten Generation die Sprache nicht lernen wollen.
    Letztlich möchte ich Dir noch sagen dass wir damals bis in die späten 80er kein Gewerbe ausüben durften und erst rech nicht wählen um Deinen Vorwurf auf “Mitverantwortlichkeit” der Zustände zurückzuweisen.
    Wie auch immer “et kütt wie et kütt” sagt man bei uns.

  7. Bei uns sagt man: “et hätt noch emmer joot jejange”. Von daher könnten wir die Diskussion vermutlich vis a vis in einer Kölschen Eckkneipe führen 🙂 wäre sicher ein interessanter Abend.
    Danke für Deine Offenheit, auch wenn wir (hier) nicht auf einen Nenner kommen.

  8. Konstantin & Arteist: das war mal wirklich ein sauber geführter Diskurs – alle Achtung, davon müsste es mehr und öfters was geben in solchen Chats!!

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