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„Neo Magazin Royale“-Gast Gregor Gysi kritisiert Jan Böhmermanns Schmähgedicht

Jurist und Linken-Politiker Gregor Gysi war Jan Böhmermanns erster Gast nach seinem Schmähgedicht

Vor seinem Auftritt im „Neo Magazin Royale“ hat Gregor Gysi Jan Böhmermann für sein Schmähgedicht kritisiert. Er habe das Gedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gelesen und finde es nicht witzig, sagte der frühere Chef der Linken im Bundestag und Jurist der Freien Presse. Es würden viele Vorurteile bedient, so Gysi. „Das ärgert mich. Es ist eine Schmähkritik.“

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Juristisch gesehen sei das Gedicht eine Beleidigung. Gysi sagte, er sei zwar ein Verfechter der Kunstfreiheit, „aber man sollte sie auch nicht missbrauchen. Jan Böhmermann hätte das so nicht sagen müssen.“ Der ZDF-Moderator meldet sich an diesem Donnerstag nach einem Monat Pause mit seinem „Neo Magazin Royale“ zurück.

Die Sendung wurde am Mittwoch aufgezeichnet, Gysi ist dort zu Gast. Gegenüber Bild sagte der Politiker über seinen Besuch in Böhmermanns Studio in Ehrenfeld, er habe dem Moderator einen langen juristischen Vortrag gehalten. „Ich habe ihm gesagt, dass ich das Gedicht nicht schön finde, weil es alle Vorurteile bedient. Dennoch bekommt man Zustimmung, weil Erdogans Politik unmöglich ist. Er ist nicht souverän. Ich werde ja auch oft beleidigt. Aber ich habe noch nie einen Antrag auf Strafverfolgung gestellt.“

Überhaupt schien die Sendung dem Politiker nicht völlig euphorisiert zu haben. Auf die Bild-Frage, wie es denn war, sagte er: „Es ist eine schöne Jugendsendung. Die Witze darin waren so teils, teils.“

Mit Material der dpa

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