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Werbe-Killer als Massenphänomen: AdBlock Plus knackt Marke von 100 Millionen aktiven Nutzern

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Diese Zahlen dürften den meisten Verlagsmanagern nicht gefallen: Auf der TechCrunch Disrupt-Konferenz in New York verriet Eyeo-Chef Till Faida am gestrigen Montag stolz die neusten Zahlen für AdBlock Plus. Demnach hat der Banner-Killer weltweit die Marke von 100 Millionen aktiven Nutzern geknackt. Was für viele Medienmacher wohl noch beängstigender sein dürfte, ist der Fakt, dass rund 500 Millionen Menschen bereits das Programm heruntergeladen haben. Heißt: Die interessierte Nutzergruppe ist riesig.

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„Adblock Plus ist vor wenigen Jahren als Open Source Hobbyprojekt gestartet, als Kölner Start-Up heute an diesem Punkt zu stehen, macht uns wahnsinnig stolz“, erklärt Faida begeistert via Mitteilung. „Während in Ländern wie Deutschland und Frankreich das Wachstum nach wie vor stabil ist, verzeichnen wir gerade in den USA, in Großbritannien, aber auch in vielen Schwellenländern einen enormen Zuwachs an Usern, die wieder mehr Kontrolle über das, was sie im Internet sehen, bekommen wollen“.

Auch im Unternehmens-Blog freuen sich die Eyeo-Macher über das Knacken der 100-Millionen-Marke. Zudem versprechen sie noch „härter“ arbeiten zu wollen, um auch die 200 Millionen zu überspringen. Gerade diese Ankündigung dürfte den meisten Medienmanagern nicht gefallen.

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Seit weit über einem Jahr kämpfen – zumindest in Deutschland – mehrere Verlage, Vermarkter und TV-Konzerne auf juristischem Wege gegen die Add-Ons. Allerdings halten sich die Gerichtserfolge noch in Grenzen. Erfolgreicher scheint die Taktik zu sein, die Werbe-Muffel auszusperren. So zeigt die Bild ihre Web-Inhalte nur noch, wenn die Nutzer ihre AdBlocker ausgeschaltet oder ein spezielles kostenpflichtiges Abo abgeschlossen haben. Auf ähnliche Konzepte setzt auch Gruner + Jahr bei einigen seiner Online-Angebote, wie Geo.de.

Langsam zeigen sich dabei auch erste Erfolge. So konnte der Onlinevermarkter Kreis des Bundesverbandes der digitalen Wirtschaft (OVK) erstmals einen leichten Rückgang der AdBlocker-Rate in Deutschland messen. Im ersten Quartal des Jahres wurde auf 20,09 Prozent aller Page Impressions die Auslieferung von Online-Werbung verhindert.

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Alle Kommentare

  1. Hallo,
    stellt euch einmal vor ihr würdet auf einer alten Kupferleitung telefonieren und es blökt immer ein Vollidiot dazwischen nur mit Persil waschen? Das wäre ein Verstoß gegen das Fernmeldegeheimnis weil ja auch nicht sicher ist ob er mich nicht im gleichen Zug abhört. Genauso ist es mit dem Internet. Ich zahle eine monatliche Gebühr um die Datenautobahn zu nutzen. Wenn ich dann einen Kontakt zu einer Webseite aufgebaut habe möchte ich von niemandem gestört werden und meiner Arbeit nachgehen, denn ich bezahle die Gebühren für eine einwandfreie Verbindung. Sollten Gerichte das anders sehen, so ist das Urteil gekauft. Es sei denn man räumt dem Nutzer des Internets den Weg der Klage für die versäumte Arbeitszeit ein die er benötigt um sich von den immer schneller eingeblendeten Reklamelabels zu befreien. Nach allgemeinen Arbeitsrecht habe ich Anspruch auf ungehinderten Arbeitsablauf.
    Wertarbeit setzt sich durch und braucht keine Reklame nur der Murks hat es nötig von sich reden zu reden. Man will hier ohne Arbeit dem Anderen das Geld aus der Tasche ziehen damit die Schere Arm und Reich noch weiter geöffnet wird.

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