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Tim Cook bei James Cramer: Die TV-Offensive vom Apple-Chef nach dem Börsenabsturz

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Nach dem Live-Anruf und einer Email folgt nun das große TV-Interview in Zeiten der Börsenkrise: Apple-Chef Tim Cook ist wieder einmal mit CNBC-Aushängeschild James Cramer in den Dialog getreten. Gestern nach Handelsschluss stellte sich Cramer den Fragen der Wall Street-Legende und versuchte Kurspflege zu betreiben: Der Kurssturz sei eine Überreaktion, Apple werde weiter Produkte herausbringen, ohne die man nicht mehr leben könne.

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Apple findet keinen Boden: Nach den enttäuschenden Quartalszahlen wird die Apple-Aktie täglich immer weiter nach unten durchgereicht – gestern wurden 52-Wochentiefs getestet. Verliert Apple die 92 Dollar-Marke, droht der nächste Kursrutsch – und damit der erneute Verlust des Börsenthrons an Alphabet.

Höchste Zeit also für Tim Cook, um für die arg abgestürzte Apple-Aktie öffentlichkeitswirksam die Lanze zu brechen. Das tut der Apple-Chef seit rund einem Jahr am liebsten bei der beliebten Börsensendung “Mad Money” auf CNBC, die von Wall Street-Legende James Cramer (TheStreet.com) moderiert wird.

Cook trifft Cramer: Nach Anruf und Email nun das Interview

Man kann es inzwischen so etwas wie eine Männerfreundschaft nennen: Nach dem Anruf im März dieses Jahres mitten in Cramers Live-Sendung folgte im August eine Mail aus Cupertino an den Marktkommentator von CNBC, die seinerzeit den Absturz der Apple-Aktie beendete. Wohl wissend, dass seine Mail natürlich schnell Verbreitung finden würde, formulierte Tim Cook so etwas wie einen offenen Brief an Aktionäre.

Wie sich die Anlässe gleichen. Neun Monate später ist die Apple-Aktie wieder an jener prekären Marke angelangt, und wieder sucht Cook den Dialog zu Cramer – diesmal in Form eines Interviews, in dem Cook Stellung zum rasanten Börsenabsturz nimmt.

“Ich glaube, das ist eine große Überreaktion”, versucht der Apple-Chef den drastischen Kurseinbruch, der in einer Woche 60 Milliarden Dollar Börsenwert ausradierte, ins rechte Licht zu rücken. “Nach absoluten Standards hatten wir ein unglaubliches Quartal”, findet Cool angesichts der 10,5 Milliarden Dollar Nettogewinn, die dennoch satte 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.

Cook sieht Apple einmal mehr als Opfer des eigenen Erfolgs. “Wir hatten einen abnormal hohen Upgrade-Zyklus des iPhones im vergangenen Jahr und werden nun an diesen Vorgaben gemessen”, erklärt Cook in defensiver Gestik.

“In einigen Jahren werden wir uns fragen, wie wir ohne die Apple Watch leben konnten”

Der Apple-Chef versucht sich dann mit Zweckoptimismus: “In einigen Jahren werden wir zurückblicken und uns fragen, wie wir nur ohne die Apple Watch leben konnten”, glaubt Cook. Und mehr noch – Apples Zukunft sei weiterhin rosarot.

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“Wir haben große Innovationen in unserer Pipeline. Wir werden Dinge herausbringen, von denen man heute noch nichts weiß und ohne die man nicht mehr leben kann”, rührt der 55-Jährige massiv die Werbetrommel für den Techpionier.

Allein: Bei Aktionären kommt die Botschaft kaum an: Die Apple-Aktie legte im nachbörslichen Handel in Reaktion auf Cooks Äußerungen gerade mal um 17 Cents oder 0,18 Prozent zu.

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