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Amazon attackiert Netflix mit Prime Video-Monatsabo

Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz und an der Börse
Immer reicher: Jeff Bezos kann sich über üppige Gewinne freuen – in der Bilanz und an der Börse

Internet-Gigant Amazon intensiviert seine Streaming-Ambitionen. Künftig bekommen Film- und Serienfans nun auch in den USA die Möglichkeit, lediglich den Streaming-Dienst Prime Video zu abonnieren – und das sogar auf Monatsbasis. Mit dem flexibleren Angebot versucht Amazon Platzhirsch Netflix zu kontern, der jeden Monat mehr als zwei Millionen neue Abonnenten hinzugewinnt.

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Jeff Bezos will es auch im Film- und Serien-Geschäft wissen: Nicht nur, dass der Internetriese weiter kräftig in eigene Inhalte investiert (auch in Deutschland) – Amazon öffnet seinen Video-Streaming-Dienst Prime Video nun auch in den USA für Nicht-Mitglieder. Bislang war der Streaming-Dienst, der nach eigenen Angaben über 13.000 Filme und Serienepisoden verfügt, an das Premium-Paket Prime gekoppelt, das Kunden eine kostenlose Lieferung bis zum nächsten Tag garantiert.

In den USA macht ein monatlich kündbarer Prime-Zugang rechnerisch Sinn: In Amazons Kernmarkt langt der nach Alphabet und Facebook drittwertvollste Internetkonzern für ein Prime-Jahresabo nämlich mit 99 Dollar hin. Die 8,99 Dollar, die Amazon hier für das Monatsmodell von Prime Video verlangt, sind damit auf Jahressicht lediglich um 8 Dollar teurer.

7,99 Euro für monatlich kündbaren Prime Video-Zugang

Andere sitzt die Situation in Deutschland: Hierzulande kostet die Jahresmitgliedschaft, die neben dem Versand und Prime Video inzwischen auch den Zugriff auf den Musik-Streaming-Dienst Prime Music und die Kindle Leihbücherei sowie unbegrenzten Speicherplatz für Photos in Amazons Cloud Drive bietet, lediglich 49 Euro.

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Das hierzulande bereits seit 2014 bestehende Angebot, für 7,99 Euro im Monat lediglich Zugriff auf Prime Video zu erhalten, macht rechnerisch also kaum Sinn: Im Jahr müssten deutsche Kunden, die sich für neue Filme und Serien interessieren, damit knapp 96 Euro bezahlen – fast das Doppelte also.

Mehr Flexibilität für Kunden

Doch das Streaming-Angebot, durch das Binge Watching von neuen Serien zum Zeitgeistphänomen geworden ist, hat schließlich neue Zuschauergewohnheiten kreiert: Wer etwa nur die ersten beiden Staffeln von “The Affair” oder gleich vier Staffeln von “Homeland” sehen möchte, kommt bei Amazon Prime Video so schnell zum Zuge, wie es die eigene Zeit hergibt – vielleicht sogar schon in einem Monat. Wer das Amazon-Angebot ausgekostet hat, kann dann wieder kündigen.

An der Wall Street kam der Schachzug für mehr Wachstum auf dem US-Markt gut an: Die Amazon-Aktie legte um 1,5 Prozent zu, während Streaming-Rivale Netflix 3 Prozent im regulären Handel an Wert einbüßte. Nachbörslich kam Netflix nach Vorlage der neusten Quartalsbilanz nach doch mal zweistellig unter die Räder.

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Alle Kommentare

  1. Ich frage mich, warum diese Meldung heute überall zu sehen ist, obwohl es das Angebot schon seit zwei Jahren in Deutschland gibt:
    Kunden, die nach dem 26. Februar den Streamingservice Prime Instant Video als monatliches Abo über amazon.de neu abschließen wollen und vorher auch keine Lovefilm-Kunden waren, zahlen für den Service pro Monat 7,99 Euro.
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-startet-Prime-Instant-Video-in-Deutschland-2122284.html

  2. Ich kann Prime nur empfehlen, ich schaue es mit dem FireTV Stick und empfinde es als echte Alternative zu den TV Sendern

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