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Diekmanns Fake-Interview: Diese Medien fielen auf falsche Böhmermann-Aussagen herein

Bild-Herausgeber Kai Diekmann hat am Mittwoch für ordentlich Wirbel in der Böhmermann-Debatte um das Schmähgedicht über den türkischen Staatspräsident Erdogan gesorgt. Bei Facebook veröffentlichte er „exklusiv“ das in diesem Zusammenhang erste Interview mit dem ZDF-Moderator – es war ein Fake, den er kurze Zeit später auflöste. Einige Medien konnten es dennoch nicht abwarten und fielen auf die falschen Aussagen herein.

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Darunter waren die Online-Medien der DuMont Abonnement-Zeitungen, die zuerst auf das falsche Gespräch hereingefallen waren. Diese machten gleich deutlich, dass redaktionelle Synergien nicht immer von Vorteil sind. Derselbe Artikel erschien auf gleich drei Plattformen der Mediengruppe gleichzeitig:

Beim Kölner Stadt-Anzeiger:

KSTA

Bei der Berliner Zeitung:

Berliner_Zeitung

Und bei der Mitteldeutschen Zeitung:

MZ

Auch das Online-Portal der sh:z fackelte nicht lange und zitierte fleißig aus dem Fake-Interview:

SHZ

Die Zitate des Satirikers waren so authentisch, dass man auf den ersten Eindruck tatsächlich darüber grübeln konnte, ob sie nun echt waren oder nicht. Der Webauftritt des Nachrichtensenders n-tv reagierte zügig und brachte einen Artikel immerhin als Frage ins Netz. Kurz darauf löschte n-tv den Beitrag aber wieder. Auch der Branchendienst Turi2 hielt das Diekmann-Gespräch für authentisch.

Bildschirmfoto 2016-04-13 um 10.11.49
turi2

Das Interview sorgte aber auch bei Facebook-Nutzern selbst für Aufsehen. Mehr als 1500 Mal wurde es weiterverbreitet, oft ohne es zu hinterfragen, insgesamt kam es bislang auf mehr als 3.000 Likes/Reactions.

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