Partner von:
Anzeige

Twitter sichert sich Streaming-Rechte der NFL und hofft auf Mastercard-Deal

twitter1.jpg

Leise Turnaround-Hoffnungen bei Twitter: Der kriselnde 140 Zeichen-Dienst konnte zu Wochenbeginn mit gleich zwei guten Nachrichten aufwarten. Am Montag beflügelte die schwer angeschlagene Aktie das Gerücht, dass Mastercard vor einer Kooperation mit Twitter stehen könnte. Gestern schuf Twitter selbst Fakten und verkündete überraschend den Zuschlag für die Internet-Übertragungsrechte der amerikanischen Football-League NFL. Twitter könnte mit dem Deal endlich den Mainstream erreichen.

Anzeige
Anzeige

American Football bald in der Twitter Timeline schauen? Das wird im Herbst 2017 tatsächlich Wirklichkeit: Wie die amerikanische Football-Liga NFL heute mitteilte, werden 10 der 16 Donnerstagsspiele von Twitter übertragen.

Der 140 Zeichen-Dienst sicherte sich überraschend die globalen Streaming-Rechte der NFL und stach dabei die hochkarätige Konkurrenz von Amazon, Yahoo und Verizon aus. Twitter soll nach Angaben des Techportals re/code nur knapp 10 Millionen Dollar für den Deal über 10 Spiele bezahlt haben.

“Der Durchschnittsnutzer braucht einen Grund für Twitter – jetzt hat er ihn”

“Der Erwerb der Rechte ist ein Teil unserer groß angelegten Strategie, die nächste Generation von Echtzeit-Content anzubieten”, feierte Finanzchef Anthony Noto den Deal.

“Das ist ein brillanter Schachzug”, adelte der Vermögensverwalter Cody Willard den Zuschlag der NFL-Rechte. “Sie brauchen etwas, um den Durchschnittsnutzer auf Twitter zu bekommen. Jetzt gibt es einen Grund dafür. Der Deal kann ein Gamechanger für Twitter sein”, mutmaßt Willard.

Ein Gamechanger könnte auch ein anderer Deal sein, der allerdings noch in der Mache ist. Mastercard-Managerin Ann Cairns machte Twitter auf einer Investorenkonferenz Hoffnung auf eine baldige Kooperation.

Twitter-Aktie trotz Kurszuwächsen seit Jahresbeginn weiter um 26 Prozent hinten

“Wir glauben, dass Unternehmen wie Facebook und Twitter den Social Media-Bereich dominieren und führen daher natürlich Gespräche mit ihnen. Wir würden mit ihnen wie mit anderen Tech-Giganten zusammenarbeiten und unser Netzwerk mit ihnen verbinden”, erklärte die Mastercard-Präsidentin, die das internationale Geschäft verantwortet. Twitter hat inzwischen einen Buy-Button eingeführt, der in einen Tweet eingebunden werden kann.

Anleger reagierten auf die neuen Perspektiven erfreut und schickten die Twitter-Aktie seit Wochenbeginn um knapp 7 Prozent auf wieder 17 Dollar nach oben. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus jedoch immer noch mehr als 26 Prozent. Von den einstigen Allzeithochs ist der Kurznachrichtendienst weiter gar über 75 Prozent entfernt.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia