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Bundesliga: So könnte eine neue Vergabe der Fernsehgelder an die Clubs aussehen

Bundesliga-Spiel Bayern München – Bayer Leverkusen
Bundesliga-Spiel Bayern München - Bayer Leverkusen

Sechs Bundesliga-Traditionsvereine wollen sich zusammen schließen, um eine aus ihrer Sicht gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen zu erwirken. Sie plädieren für Faktoren, die über den aktuellen sportlichen Erfolg hinaus gehen. MEEDIA hat solche Faktoren zusammen getragen und ausführlich errechnet, wie eine neue Verteilung der Gelder aussehen könnte - welche Clubs profitieren und welche nicht.

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Aktuell werden die Einnahmen aus der TV-Inlandsvermarktung – in der aktuellen Saison 663 Mio. Euro – ausschließlich aufgrund des sportlichen Erfolgs in den jüngsten fünf Jahren verteilt. Die aktuellste Saison wird dabei am höchsten gewichtet, die vor fünf Jahren am niedrigsten. Genaue Erläuterungen finden sich u.a. auf fernsehgelder.de. Das meiste Geld bekommt so Bayern München, dahinter finden sich Dortmund, Leverkusen und Schalke. Aber selbst der Letzte der Wertung, Darmstadt 98, bekommt noch die Hälfte des FC-Bayern-Geldes.

Um dieses Solidar-Prinzip geht es den sechs Traditionsclubs derzeit aber nicht. Sie wollen vielmehr erreichen, dass andere Faktoren eine Rolle bei der Verteilung spielen: der Marktwert der Clubs, der bei Vereinen, die schon lang dabei sind und eine große Tradition aufweisen, höher läge, als es der aktuelle sportliche Erfolg ausdrückt. Aus Sicht der sechs Clubs – Bremen, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Hertha und Köln finden sich bei den TV-Geldern nur auf den Rängen 11 bis 16 – sehr verständlich. Solche Faktoren würden aber in der Tat Sinn machen, denn der sportliche Wert ist nur ein Argument für das Einschalten eines Fußballspiels.

Um zu überprüfen, ob die sechs Clubs Recht haben – ob sie in Sachen Fans, Zuschauer, TV-Quoten, etc. populärer sind als andere, ob sie also der Liga mehr nützen und daher auch mehr von ihr profitieren sollten, hat MEEDIA eine ausführliche Analyse erstellt. Wir haben mit Hilfe von vier Hauptfaktoren, die sich wiederum in 13 Einzelfaktoren aufgliedern, ein Ranking errechnet, das den Marktwert der 18 Clubs wohl besser zeigt als ein reines auf Bundesliga-Platzierungen basierendes.

Die vier Hauptfaktoren haben wir mit den Schlagworten “sportlicher Erfolg”, “Erfolg im Fernsehen”, “Erfolg bei den Fans in Deutschland” und “Erfolg bei den weltweiten Fans” überschrieben. Zum “sportlichen Erfolg” zählen wir neben der 5-Jahres-Wertung auch die ewige Tabelle der Bundesliga, von der Traditionsclubs profitieren dürften, aber auch die aktuelle Tabelle nur der aktuellen Saison. Zudem der Erfolg in der Champions League, denn die Spiele in der Königsklasse bescheren den Vereinen einen großen Image- und Popularitätsgewinn.

Für den “Erfolg im Fernsehen” haben wir hingegen nur einen Einzelfaktor gewertet: die Zuschauerzahlen bei Sky. Sie zeigen am besten, welche Vereine im Fernsehen die meisten Fans anlocken. Für den “Erfolg bei den Fans in Deutschland” haben wir wiederum vier Faktoren heran gezogen: die Zuschauerzahlen in den eigenen Stadien, die Zuschauerzahlen bei Auswärtsspielen, die Zahl der Vereinsmitglieder und die laut einer Umfrage vorhandenen Fans, die ein Club in Deutschland hat. Zu guter Letzt noch zum “Erfolg bei den weltweiten Fans”. Der lässt sich recht gut mit den sozialen Medien messen. Wir haben hier also die Pagelikes bei Facebook, die Follower bei Twitter und Instagram, sowie die Abonnenten bei Youtube gewertet.

Beginnen wir mit dem sportlichen Erfolg. Die Nummer 1 heißt bei allen vier Einzelfaktoren Bayern München. Die ewige Tabelle hilft Clubs wie Werder Bremen (dort Zweiter) und dem HSV (Dritter). In der aktuellen Saison ist hingegen Hertha BSC extrem stark. Auffällig: Nur sechs Vereine spielten in den jüngsten fünf Jahren in der Champions League – ohne die aktuelle Saison wären es sogar nur vier.

Die Platzierungen der Vereine in den vier Einzelfaktoren haben wir dann zusammengerechnet. Der erste bei einem Einzelfaktor bekam dort 18 Punkte, der Letzte einen. Mit insgesamt 72 Punkten gewinnt Bayern München die sportliche Wertung klar. Dahinter folgen Borussia Dortmund, Schalke, Mönchengladbach und Leverkusen, am Ende finden sich Hoffenheim. Ingolstadt und Darmstadt.

Die Bundesliga-Tabelle nach sportlichem Erfolg
Platz Verein Punkte 5-Jahre* Ewige Tabelle** Saison*** UEFA CL****
1 Bayern München 72 536 3.424 69 123
2 Borussia Dortmund 66 503 2.594 64 60
3 FC Schalke 04 57 481 2.330 44 34
4 Borussia Mönchengladbach 54 468 2.400 42 5
5 Bayer 04 Leverkusen 54 498 1.950 42 39
6 VfL Wolfsburg 44 461 908 38 18
7 Werder Bremen 42 384 2.674 28
8 Hertha BSC 40 328 1.496 48
9 VfB Stuttgart 40 365 2.574 32
10 Hamburger SV 40 352 2.654 31
11 1. FSV Mainz 05 39 402 435 41
12 1. FC Köln 36 306 2.213 33
13 Hannover 96 32 405 1.106 17
14 FC Augsburg 31 405 199 27
15 Eintracht Frankfurt 31 383 2.137 27
16 TSG Hoffenheim 28 398 327 27
17 FC Ingolstadt 04 24 163 33 33
18 SV Darmstadt 98 21 85 82 28
*: nach der Methodik der aktuellen TV-Gelder-Verteilung
**: Punkte in der ewigen Bundesliga-Tabelle
***: Punkte in der laufenden Saison
****: Punkte in den fünf jüngsten Champions-League-Saisons
Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Für den Faktor “Erfolg im Fernsehen” haben wir die Sky-Quoten-Tabelle verwendet, die wir nach jedem Spieltag aus den Zuschauerzahlen errechnen. Hier werden nicht nur die Einzelspiele, sondern auch die Konferenz mit einberechnet. Die Konferenz-Zuschauer kommen dabei in den Verhältnis in die Wertung, in dem sich die entsprechenden Einzelpartien die Zuschauer aufteilen – und nicht zu gleichen Teilen für alle spielenden Clubs.

Die aktuelle Nummer 1 heißt auch hier Bayern München, dahinter folgen seit jeher Borussia Dortmund und Schalke 04. Besonders diese Zahlen dürften für die sechs Clubs, die sich zusammen schließen wollen, ein Anreiz gewesen sein. Denn: Hamburg, Frankfurt, Bremen, Köln, Hertha und Stuttgart finden sich hier auf den Rängen 5 bis 10 – und damit klar vor sportlich erfolgreicheren Vereinen wie Leverkusen (12) und Wolfsburg (16).

Die Bundesliga-Tabelle nach Erfolg im Fernsehen
Platz Verein Punkte Sky*
1 Bayern München 18 890.000
2 Borussia Dortmund 17 760.000
3 FC Schalke 04 16 520.000
4 Borussia Mönchengladbach 15 450.000
5 Hamburger SV 14 440.000
6 Eintracht Frankfurt 13 420.000
7 Werder Bremen 12 400.000
8 1. FC Köln 11 390.000
9 Hertha BSC 10 380.000
10 VfB Stuttgart 9 360.000
11 1. FSV Mainz 05 8 340.000
12 Bayer Leverkusen 7 310.000
13 Hannover 96 7 310.000
14 SV Darmstadt 98 5 300.000
15 FC Augsburg 5 300.000
16 VfL Wolfsburg 3 290.000
17 TSG Hoffenheim 2 270.000
18 FC Ingolstadt 04 1 210.000
*: Durchschnittliche Zuschauer bei Sky / Stand: 27. Spieltag
Rohdaten-Quelle: AGF/GfK – Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Faktor Nummer 3 ist der “Erfolg bei Fans in Deutschland“. Er setzt sich aus den Zuschauern in den Stadien, den Vereinsmitgliedern und den Fans zusammen. Die Zuschauerzahl in den Stadien ist der erste Faktor, bei dem Bayern München nicht vorn liegt, das Stadion von Borussia Dortmund ist einfach größer. Etwas mehr Aussagekraft als die Zuschauerzahlen bei Heimspielen, die nunmal oft auch einfach von der Stadiongröße begrenzt wird, ist die bei Auswärtsspielen. Nur die attraktivsten Clubs machen schließlich zuverlässig die Stadien voll, bringen viele Auswärtsfans mit und locken Zuschauer, die sonst kein Spiel der Heim-Mannschaft besuchen. Die Unterschiede sind hier nicht groß, da viele Clubs immer oder oft ausverkaufte Stadien haben. Vorn liegt Bayern München, dahinter folgt noch vor Borussia Dortmund der HSV. Der VfB Stuttgart, einer der Traditionsvereine, liegt hier hingegen in der unteren Hälfte, ebenso wie Hertha BSC.

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Bei den Vereinsmitgliedern belegt Schalke 04 den zweiten Platz hinter dem FC Bayern. Dahinter folgen Dortmund und wiederum der HSV. Der verfügt laut der Studie “Fantypologie der Bundesliga” der Agentur Advant Planning (PDF-Link) auch über die drittmeisten Fans: 1,83 Mio. Meilenweit vorn liegen hier wiederum Bayern (9,17 Mio.) und Dortmund (5,95 Mio.). Leverkusen und Wolfsburg finden sich hier mit 310.000 und 250.000 weit hinten, Wolfsburg hat der Studie zufolge sogar weniger Fans als Hoffenheim. Keine Werte liegen hier für die Aufsteiger Ingolstadt und Darmstadt vor, sie wurden – nicht unrealistischerweise – daher ans Ende der Tabelle gestellt.

Die Gesamtwertung des Faktors gewinnt also wiederum Bayern München – vor Borussia Dortmund und dem Hamburger SV, der immer noch extrem populär unter den deutschen Fußballfans ist. Die restlichen fünf der zusammen geschlossen Traditionsclubs belegen die Ränge 6 bis 10 – vor Leverkusen und Wolfsburg, die bei diesem Faktor nicht punkten können. Erneut weit hinten: Hoffenheim, Darmstadt und Ingolstadt.

Die Bundesliga-Tabelle nach Erfolg bei den Fans in Deutschland
Platz Verein Punkte Zuschauer* Auswärts** Mitglieder*** Fans****
1 Bayern München 71 72.882 45.674 270.329 9.170.000
2 Borussia Dortmund 67 80.463 45.002 125.000 5.950.000
3 Hamburger SV 63 53.252 45.051 72.400 1.830.000
4 FC Schalke 04 60 61.578 44.075 136.000 1.800.000
5 Borussia Mönchengladbach 55 50.660 44.673 70.800 1.300.000
6 1. FC Köln 50 48.329 44.430 70.896 1.190.000
7 VfB Stuttgart 47 50.713 42.555 44.000 1.300.000
8 Werder Bremen 44 40.906 44.356 36.500 1.250.000
9 Eintracht Frankfurt 40 47.618 43.971 30.000 1.080.000
10 Hertha BSC 37 50.185 42.450 32.500 920.000
11 Hannover 96 28 43.459 41.769 20.500 650.000
12 Bayer 04 Leverkusen 27 29.311 42.598 27.500 310.000
13 1. FSV Mainz 05 23 31.008 42.045 13.500 370.000
14 VfL Wolfsburg 22 28.199 42.631 19.750 250.000
15 FC Augsburg 20 29.165 41.597 13.500 490.000
16 TSG Hoffenheim 20 27.183 42.790 6.578 280.000
17 SV Darmstadt 98 8 14.135 18.881 5.800
18 FC Ingolstadt 04 4 9.932 18.231 1.600
*: Zuschauer-Durchschnitt in den Stadien 2014/15
**: Zuschauer-Durchschnitt bei Auswärtsspielen 2014/15
***: Vereinsmitglieder (Quelle: kicker)
****: Fans laut Studie von Advant Planning (siehe Text)
Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Ein guter Indikator für den “Erfolg bei den weltweiten Fans” sind die Social-Media-Zahlen der offiziellen Vereins-Accounts, denn ihnen folgen längst nicht mehr nur einheimische Fans, sondern in der Mehrheit welche aus fernen Ländern. Ein Beispiel: Die Facebook-Pagelikes von Borussia Dortmund stammen nur zu 6,7% aus Deutschland. Mehr Facebook-Fans hat der Verein in Ägypten (3,3 Mio.) und Indonesien (2,9 Mio.), fast so viele wie in Deutschland (2,4 Mio.) in Brasilien (2,1 Mio.). Bei international noch bekannteren Clubs wie dem FC Barcelona ist das Verhältnis noch extremer: Spanien findet sich hier in der Liste der Pagelikes nur auf Platz 10 – hinter Indonesien, Mexiko, Brasilien, Ägypten, Indien, den USA, der Türkei, Kolumbien und Argentinien.

Diese Internationalisierung des Fußballs spielt für die Vergabe der Inlands-TV-Gelder zwar keine direkte Rolle, für den Marktwert und die Attraktivität des Clubs allerdings eine immer größere. Spannend ist hier z.B. auch, dass ein Verein wie Bayer Leverkusen mit 2,1 Mio. Facebook-Likes auf Platz 4 dieses Einzelfaktors liegt – weit vor den sechs Traditionsclubs. Land Nummer 1 für Bayer Leverkusen ist Mexiko – Chicharito ist das Stichwort. Er ist ein solcher Star in seiner Heimat, dass die Mexikaner zuhauf auch der Bayer-Leverkusen-Facebook-Page folgen. Ebenfalls auf Platz 4 liegen die Leverkusener bei Instagram. Beispiele, die zeigen, dass Tradition in den sozialen Netzwerken keine so große Rolle spielt wie bei den Fans in den Stadien und vor den Fernsehern. Stattdessen spielt hier der Star-Faktor eine große Rolle.

Doch auch zwei der Traditionsclubs finden sich hier weit vorn: In der Gesamtwertung belegen Bremen und Hamburg die Ränge 4 und 5 – nur geschlagen von Bayern, Dortmund und Schalke. Leverkusen läge hier noch weiter vorn als auf Platz 8, wenn man bei Youtube nicht so schwach wäre. Die Traditionsclubs Frankfurt und Hertha belegen hier nur die Ränge 11 und 12.

Die Bundesliga-Tabelle nach Erfolg bei den weltweiten Fans
Platz Verein Punkte Facebook* Twitter** Instagram*** Youtube****
1 Bayern München 72 35.960.035 2.694.934 5.882.619 463.418
2 Borussia Dortmund 68 14.004.315 2.032.115 2.017.470 143.087
3 FC Schalke 04 64 2.787.578 374.312 265.117 58.920
4 Werder Bremen 54 934.129 248.580 84.131 34.804
5 Hamburger SV 52 766.942 273.966 105.514 27.875
6 Borussia Mönchengladbach 49 891.458 213.707 118.157 19.317
7 1. FC Köln 45 689.628 245.935 75.366 19.295
8 Bayer 04 Leverkusen 45 2.067.303 244.007 209.399 2.729
9 VfB Stuttgart 39 508.968 244.830 72.280 15.906
10 VfL Wolfsburg 38 840.937 152.593 170.894 4.435
11 Eintracht Frankfurt 34 538.809 166.101 68.936 10.759
12 Hertha BSC 29 310.660 128.165 42.544 18.869
13 Hannover 96 28 318.918 157.683 37.019 14.590
14 FC Augsburg 21 231.480 106.889 38.113 5.592
15 1. FSV Mainz 05 17 421.785 109.717 23.335 1.608
16 TSG Hoffenheim 16 221.629 93.901 31.630 5.475
17 FC Ingolstadt 04 7 69.274 39.144 13.610 1.793
18 SV Darmstadt 98 6 141.788 34.707 23.147
*: Pagelikes auf Facebook (30. März 2016)
**: Follower auf Twitter (30. März 2016)
***: Follower auf Instagram (30. März 2016)
****: Abonnenten bei Youtube (30. März 2016)
Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Kommen wir also zur Gesamtwertung. Für die haben wie den jeweiligen Ersten aller vier Einzelfaktoren erneut mit 18 Punkten belohnt, den jeweiligen Zweiten mit 17 bis zum Letzten mit einem Punkt. Die ersten drei Plätze dürften nach der Betrachtung der vier Einzeltabellen keine Überraschung mehr sein: der FC Bayern, Borussia Dortmund und Schalke 04 liegen hier vorn. Dahinter folgt Borussia Mönchengladbach vor den vier ersten Clubs des Traditionsverein-Verbundes: Hamburg, Bremen, Köln und Stuttgart. Hertha und Frankfurt folgen hinter Bayer Leverkusen, aber vor dem VfL Wolfsburg, ganz hinten finden sich Hoffenheim, Darmstadt und Ingolstadt.

Die Bundesliga-Tabelle: Gesamtwertung mit allen vier Faktoren
Platz Verein Punkte Sport TV Fans / D. Fans / Welt
1 Bayern München 72 18 18 18 18
2 Borussia Dortmund 68 17 17 17 17
3 FC Schalke 04 63 16 16 15 16
4 Borussia Mönchengladbach 57 15 15 14 13
5 Hamburger SV 55 11 14 16 14
6 Werder Bremen 50 12 12 11 15
7 1. FC Köln 43 7 11 13 12
8 VfB Stuttgart 42 11 9 12 10
9 Bayer 04 Leverkusen 41 15 7 7 12
10 Hertha BSC 37 11 10 9 7
11 Eintracht Frankfurt 36 5 13 10 8
12 VfL Wolfsburg 30 13 3 5 9
13 Hannover 96 27 6 7 8 6
14 1. FSV Mainz 05 26 8 8 6 4
15 FC Augsburg 19 5 5 4 5
16 TSG Hoffenheim 12 3 2 4 3
17 SV Darmstadt 98 9 1 5 2 1
18 FC Ingolstadt 04 6 2 1 1 2
Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Spannend ist nun natürlich noch der Vergleich zur aktuellen Verteilung der TV-Gelder. Würde die DFL ein neues Verteilsystem auf Basis unserer Berechnungen beschließen, so würden vor allem der HSV und der 1. FC Köln profitieren. Sie lägen auf den Rängen 5 und 7 statt auf 14 und 16. Das entspräche nach dem aktuellen Verteilschlüssel einem Plus von rund zehn Millionen Euro mehr pro Saison. Zu den Profiteuren gehören zudem Bremen, Stuttgart und Hertha, die in unserer Gesamtwertung jeweils fünf Plätze weiter oben zu finden sind als in der aktuellen TV-Gelder-Tabelle.

Der große Verlierer wäre der FC Augsburg, der statt auf Platz 7 nur noch auf Rang 15 läge. Sechs Plätze weiter unten als aktuell wären Leverkusen, Wolfsburg, Hannover und Hoffenheim zu finden, fünf Plätze verlöre Mainz. Für München, Dortmund, Schalke, Mönchengladbach, Frankfurt, Darmstadt und Ingolstadt hätte die Änderung des Systems keine oder nur sehr geringe Auswirkungen. Mit Eintracht Frankfurt ist also auch einer der genannten Traditionsvereine unter den Clubs, denen eine Systemänderung egal sein könnte.

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Alle Kommentare

  1. Mich würde interessieren, inwieweit die Bundesligisten mit geringem Ranking im Vergleich zu Zweitligisten abschneiden (oder ggf. Drittligisten, wie Dynamo Dresden). Hast Du dazu Zahlen?

  2. Bitte sendet diesen Vorschlag doch so an die DFL. Ich finde auch, dass Attraktivität und der damit verbundene Reiz, mich vor den Fernseher zu hocken, definitiv mit der Strahlkraft und der Markenstärke (in die Tradition ja einfließt) zu tun haben. Nicht umsonst sind die Werksclubs oft bei den Sky-Zahlen letzter und manchmal sogar unter dem messbaren Bereich. Eventuell könnte man auch die Europaleague mit einrechnen, auch das trägt zur Bekanntheit bei (siehe Augsburg mit “keine Sau kennt uns”)

  3. Den Ansatz, die Markenstaerke in Form der Skyzahlen und der Anhaengerschaft mit einzubeziehen, finde ich generell gut. Die aktuelle sportliche Leistung kommt mir dabei jedoch deutlich zu kurz. Da die drei Saeulen TV/Fans D/ Fans W ziemlich stark korrelieren, wuerde nach ihrem Vorschlag jedoch die Geldausschuettung zu 75% vom Beliebtheitsgrad abhaengen, der ja mittelfristig eher festbetoniert ist. Mannschaften, die eine gute Saison spielen sollen m.E. auch die Moeglichkeit haben Punkte gut zu machen. In meinen Augen waere da eine staerkere Gewichtung der Saisonergebnisse in der Saeule Sport etwa im Verhaeltnis 1/1/3/1 (5 JW/E/S/U) sowie eine Gewichtung in der Gesamtwertung Sport/TV/ Fans D/ Fans W z.B. im Verhaeltnis 3/2/1/1 sinnvoller, da so die aktuellen Saisonergebnisse wenigstens einen spuerbaren Einzug in die Gewichtung haetten.

  4. Sehr gute Arbeit.

    Die Einbeziehung der europaleague macht Sinn.
    Auch denke ich, da es um eine dritte Säule geht, wird wohl weiterhin der grossteil der Gelder gleich verteilt und der Rest zur Hälfte nach Platzierung und der hier vorgeschlagenen marktwertbewertung oder einer ähnlichen.

    Das fände ich insgesamt sinnvoll und entspräche auch dem vorgehen der anderen, europäischen topligen.

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