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“Ich will euch Nachricht geben”: Norbert Blüm springt auf Platz 1 der Blendle-Charts

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Norbert Blüm und sein Zeit-Text "Ich will euch Nachricht geben"

Der Überraschungssieger der dieswöchigen Verkaufs-Charts des Artikel-Shops Blendle heißt Norbert Blüm. Seine Erlebnisse im Flüchtlingslager Idomeni, die er für Die Zeit aufgeschrieben hat, verleiteten mehr Blendle-Nutzer zum Kauf als alle anderen Artikel der vergangenen sieben Tage. Auch auf Platz 2 folgt ein Zeit-Text: über die "Gesundheitsdiktatur" in unserer Gesellschaft.

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Mit einem Zitat von Bertolt Brecht aus “An die Nachgeborenen” beginnt der ehemalige Bundesminister Blüm seinen emotionalen Text, in dem er über seine Nacht in Idomeni schreibt – eine Nacht, die er in einem Zelt verbrachte, um halbwegs nachfühlen zu können, wie es den Flüchtlingen dort geht. 2243 Wörter lang ist seine Abrechnung, 89 Cent kostet sie bei Blendle. Wie viele Nutzer diese 89 Cent ausgegeben haben, ist nicht bekannt, da Blendle solche Zahlen weiterhin nicht veröffentlicht, doch es waren genug, um den Artikel auf Platz 1 der Wochen-Charts zu hieven.

Rang 2 geht ebenfalls an die Zeit – und ebenfalls an eine Art Abrechnung. In “Ruiniert eure Körper!” prangert Jens Jessen die “Gesundheitsdiktatur” der Gesellschaft an, “die Entstehung einer Verbotskultur” und das “schamlose Hineinregieren in persönliche Lebensentwürfe”. Lesenswerte 1203 Wörter für 59 Cent. Das Gegenteil – ein Artikel für mehr Gesundheit – folgt auf Platz 3: der Focus-Ratgeber “Das neue Workout-Laufen”. Offenbar haben sich am langen Feiertags-Wochenende also einige Leute mit ihrer Gesundheit befasst. Ob sie sich gegen oder für die “Gesundheitsdiktatur” entschieden haben, ist natürlich nicht bekannt.

Die Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 23. bis 29. März 2016:

1. “Ich will euch Nachricht geben” – Die Zeit, Norbert Blüm, 2242 Wörter, 89 Cent
Norbert Blüm schreibt sich nach einer Nacht im Flüchtlingslager von Idomeni den Frust von der Seele.

2. “Ruiniert eure Körper!” – Die Zeit, Jens Jessen, 1203 Wörter, 59 Cent
Ein Aufschrei gegen die “Gesundheitsdiktatur” und gegen die Bevormundung, die sich heutzutage in unserer Gesellschaft breit gemacht habe.

3. “Das neue Workout-Laufen” – Focus, A. Haslauer, H. Koine und C. Thiele, 2874 Wörter, 69 Cent
Praktischer Ratgeber mit konkreten Übungen, die das Jogging zu einem richtigen Workout machen.

4. “Sarah” – Süddeutsche Zeitung Magazin, Marc Baumann, 1556 Wörter, 79 Cent
Ein amüsanter Selbsttest, bei dem sich der Autor auf Online-Dating-Seiten als Frau ausgibt.

5. “Fett-Lösungen” – Profil, Robert Buchacher, 4028 Wörter, 59 Cent
Profil-Titelstory, in der Forscher erklären, wie Diäten funktionieren. Und warum die meisten nicht wirken.

6. “Ich bin nicht gegen Einwanderung” – Der Spiegel, 2308 Wörter, 75 Cent
Großes Spiegel-Interview mit AfD-Chefin Frauke Petry über Einwanderung, über Rechtsextremismus und ihr Leben.

7. “Molenbeek hat mir das Herz gebrochen” – Die Welt, Teun Voeten, 1202 Wörter, 29 Cent
Ein Erfahrungsbericht von Kriegsfotograf Teun Voeten, der jahrelang im Brüsseler Stadtteil Molenbeek lebte, bis er es nicht mehr aushielt.

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8. “Erst denken, dann reden” – Die Zeit, Markus Baumanns, 759 Wörter, 29 Cent
Ein wütendes Plädoyer für klügere Sprache in Unternehmen. Denglizism und inhaltsleere Floskeln ersticken wahre Innovation und entziehen Verantwortung.

9. “Foreign policy, in Trump’s view, is about deals” – The New York Times, David E. Sanger und Maggie Haberman, 1849 Wörter, 15 Cent
Die New York Times hat Donald Trump 100 Minuten lang Fragen zur US-Außenpolitik gestellt.

10. “Donald Trump spricht wie ein Viertklässler” – NZZ am Sonntag, Charlotte Jacquemart, 1261 Wörter, 89 Cent
Eine Linguistin analysiert Reden von Politikern und erklärt warum Rechtspopulisten mehr Erfolg haben als Linke.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech wird diesmal von Capital angeführt. Das Porträt des Start-Up-Gründers und -Beraters Uri Levine erreichte den ersten Platz. Dahinter folgen Artikel aus der F.A.S. und der Welt.

1. “Der Einfallspinsel” – Capital, Mareike Enghusen, 2041 Wörter, 89 Cent
Faszinierendes Porträt von Start-up-Guru Uri Levine, der Probleme zu Apps macht und anschließend zu Geld.

2. “Lieber cool als CEO” – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Georg Meck, 1317 Wörter, 45 Cent
Porträt einer Investorin, die lieber Gutes tut statt in die “nächste Foto-Sharing-App” zu investieren.

3. “Mut zur Stille” – Die Welt, Claudia Becker, 1072 Wörter, 35 Cent
Spannender Selbstversuch einer Welt-Redakteurin, die eine App getestet hat, mit der man mehr Ruhe im Alltag finden soll.

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

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