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“Lebender Geist”: 92-jähriger Medientycoon Sumner Redstone tritt als CBS-Chef ab

Medien-Tycoon der alten Schule: Sumner Redstone
Medien-Tycoon der alten Schule: Sumner Redstone

Sumner Redstone legt seine Tätigkeit als Vorstandschef von CBS nieder. Über den Gesundheitszustand des 92-Jährigen war in den vergangenen Wochen vielfach spekuliert worden – seine Ex-Partnerin nannte ihn zuletzt einen "lebenden Geist", der nicht mehr eigenständig kommunizieren könne. Redstones Nachfolge beim US-TV-Giganten wird Les Moonves antreten.

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Der Abschied hatte sich angedeutet. In den vergangenen Wochen hatte vor allem Redstones (Ex-) Partnerin Manuela Herzer für Schlagzeilen über den Gesundheitszustand des 92-Jährigen gesorgt. Herzer diktierte etwa dem britischen Klatschblatt Daily Mail, Redstone sei “ein lebender Geist“, der nicht mehr eigenständig kommunizieren könne.

Auf Betreiben seiner Tochter Shari wurde Redstone nun als Vorsitzender beim US-Fernsehriesen CBS  vom langjährigen Weggefährten Leslie Moonves ersetzt, der seit 1995 bei CBS beschäftigt ist und bereits als Präsident fungiert. “Les folgt der visionären Tradition meines Vaters und wird CBS in die digitale Zukunft begleiten”, erklärte Shari Redstone im begleitenden Statement.

Sumner Redstone gilt als Medientycoon der alten Schule, höchstens noch mit News Corp.-Gründer Rupert Murdoch vergleichbar. Redstone erbte ein beträchtliches Vermögen von seinem Vater, der mit der Kinokette National Amusements reich wurde, die Redstone Jr. dann mit dem Zukauf von Paramount Pictures, Viacom und schließlich CBS zum Film-und Fernsehimperium umbaute. (National Amusements fungierte am Ende als Holding.)

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Der Multimilliardär erschuf mit Viacom (MTV, Nickelodeon) und CBS (inklusive Fernsehtochter Showtime), die er 2005 in zwei Unternehmen aufteilte, zwei der mächtigsten Medien-Unternehmen der USA, über die Redstone als Mehrheitsaktionär bis zuletzt die Kontrolle behielt.

Aktien von CBS und Viacom legen deutlich zu

CBS und Viacom bringen es zusammen genommen auf einen Börsenwert von mehr als 40 Milliarden Dollar, hatten im vergangenen Jahr aber wegen einer fehlenden Digitalisierungsstrategie und stagnierenden Umsätzen massiv an Wert verloren. „Viacom produziert immer noch mit die überzeugendsten und unterhaltsamsten Inhalte der Welt“, hatte Redstone im vergangen Jahr noch auf einer Analystenkonferenz erklärt.

Aktien beider Unternehmen legten nach Bekanntgabe von Redstones CBS-Rückzug nachbörslich deutlich an Wert zu. Es wird erwartet, dass der 92-Jährige seinen Vorsitz bei Viacom ebenfalls niederlegt und CEO Philippe Dauman Redstones Chairman-Rolle übernimmt. Im Falle von Redstones Tod liegt der Nachfolgeanspruch bei Tochter Shari, die bei CBS bereits erklärte habe, keine führende Rolle anstreben zu wollen.

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