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iPad-Implosion: Umsätze brechen nochmals um 25 Prozent ein

Stetiger Schrumpfkurs: Immer weniger Käufer greifen zum iPad
Stetiger Schrumpfkurs: Immer weniger Käufer greifen zum iPad

Die Erwartungen waren bereits niedrig, das Ergebnis dann aber eine heftige Enttäuschung: Apples iPad-Absätze brechen immer massiver ein. Einen Umsatzrückgang von nochmals 25 Prozent auf ein Niveau von 2011 musste Konzernchef Tim Cook eingestehen – und das trotz der Kooperation mit IBM und des hochgehypten neuen iPad Pro. Die Tage des Apple-Tablets, das nie seinen hochfliegenden Erwartungen gerechet werden konnte, scheinen gezählt.

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Es war der Schocker in Apples Weihnachtsbilanz: Das iPad schrumpft nicht – mit einem Absatzeinbruch von 25 Prozent implodiert es förmlich. Nur noch 16,1 Millionen Einheiten seines 2010 gelaunchten Tablets konnte Apple im wichtigsten Geschäftsquartal des Jahres absetzen – Analysten hatten zuvor noch mit 17,3 Millionen Einheiten gerechnet, die ebenfalls einem zweistelligen Einbruch entsprochen hatten.

Besonders dramatisch fällt der Aderlass in Apples zweitjüngster Konzernsparte im Vergleich zu den vergangenen Jahren aus: Im Vorjahresquartal wurden noch 21,4 Millionen Einheiten verkauft, zwei Jahre zuvor waren es sogar 26 Millionen Stück. Binnen zwei Jahren ist der iPad-Absatz also fast um 40 Prozent eingebrochen!

iPad-Verkäufe brechen auf tiefsten Stand seit 2011 ein

Die iPad-Absätze im Weihnachtsquartal sind damit in der Zeitachse auf ein Niveau von vor fünf Jahren zurückgefallen: Ähnlich geringe iPad Verkäufe vermeldete Apple zuletzt im ersten Quartal des Fiskaljahres 2012.

Der Absatzrückgang des iPads wurde von Apple-CEO Tim Cook lange als temporärer Effekt abgetan, doch weder eine Generalüberholung in Form des iPad Air noch die 2014 geschlossene Vertriebskooperation mit IBM konnten den Abwärtstrend brechen. Im Gegenteil: Die Abwärtsdynamik hat sich im abgelaufenen Weihnachtsquartal mit dem erdrutschartigen Minus von 25 Prozent nochmals beschleunigt.

iPad Pro ohne Impulse

Auch das im November unter großem Buhei eingeführte neue Maxi-Tablet iPad Pro konnte nicht annähernd die hochgesteckten Erwartungen erfüllen. „Das iPad Pro wird für viele, viele Leute das Laptop oder den Desktop ersetzen“, war sich Apple-CEO Tim Cook nun zum Launch im November noch sicher. „Die Leute werden es nutzen und feststellen, dass sie nichts anderes mehr brauchen als ihr Smartphone“.

Mehr noch: Seinerzeit hatte der Apple-Chef noch verkündet, er sei optimistisch, mit dem iPad bald wieder in die Wachstumszone vorstoßen zu können.

Bleibt die Frage, was in den letzten sieben Wochen des Jahres schiefgelaufen ist. Einen höheren Absatzeinbruch als im Weihnachtsquartal hat das Apple-Tablet, das nun schon seit acht aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpft, nämlich in seiner knapp sechsjährigen Historie noch nie hinnehmen müssen.

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Entsprechend bemühten sich Tim Cook und Finanzchef Luca Maestri in der anschließenden Telefonkonferenz einen großen Bogen um Apples große Problemsparte zu machen. Den Finger in die Wunde legten unterdessen die Techpresse:

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Alle Kommentare

  1. Kein Wunder, warum sollte man sich ein neues iPad kaufen, wenn es das alte noch tut und das aktuelle Betriebssystem läuft? Außerdem gibt es genügend andere Tablets, die weniger als die Hälfte kosten und ebenfalls ihren Zweck erfüllen, im Bett und auf dem Sofa zu surfen, ein paar Mails zu schreiben etc.

    Apple hat hat mit dem ersten iPad einen neuen Markt erschlossen, aber sich dann nicht mehr sonderlich darum gekümmert, aus dem iPad ein vernünftiges Arbeitsgerät zu machen. Das iPad Pro kam zu spät, ist zu teuer und kann ein MacBook nicht ersetzen :-((

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