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“Ich bin ein Star” besiegt ARD-Serien, fällt aber unter das Niveau der Vorjahre

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Dschungelprüfungs-Champion Thorsten Legat in "Das defekte Promi Dinner"

700.000 Zuschauer weniger als Montag sahen am Dienstag den RTL-Dschungel. Die Marktanteile blieben zwar extrem stark, doch die erste Dienstags-Ausgabe landete unter den Zahlen der vorigen Staffeln. Dennoch war "Ich bin ein Star" die klare Nummer 1 des Tages, schlug auch den Staffel-Auftakt von "Um Himmels Willen" und den anderen ARD-Hit "In aller Freundschaft".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. “Ich bin ein Star” schwächelt ein wenig

Es ist natürlich ein Jammern auf sehr sehr hohem Niveau: Mit Marktanteilen von 30,1% im Gesamtpublikum und 43,0% bei den 14- bis 49-Jährigen ist es eigentlich nicht zulässig, von “schwächeln” zu sprechen. Aber: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” kommt derzeit noch nicht so in Fahrt wie z.B. in der Rekordstaffel 2014. Damals sahen am fünften Tag 7,61 Mio. Leute zu, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei 47,0%. Selbst die blasse 2015er-Staffel war am ersten Dienstag erfolgreicher. Auch in den Jahren 2012 und 2013 sahen mehr zu, für die Jahre davor ist ein Vergleich schwierig, da die Dienstags-Sendezeit kürzer war als 2012 bis 2016. Also: Auf Rekordjagd befindet sich “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” diesmal noch nicht. Für eine Aussage, ob sich der Trend fortsetzt, ein Teil des Publikums also die Lust verloren hat, ist die Staffel noch zu jung.

2. “Um Himmels Willen”-Premiere bleibt unter denen aller bisherigen Staffeln

Bleiben wir noch ein bisschen beim Thema “Jammern auf hohem Niveau”. Denn auch die 5,62 Mio. Zuschauer und die 17,2%, die der Staffel-Auftakt von “Um Himmels Willen” am Dienstagabend im Ersten holte, sind natürlich grandiose Zahlen. Dennoch müssen wir auch hier ein “aber” anführen. Denn: Die Zahlen sind die schwächsten, die jemals eine Staffel-Premiere der Serie einfuhr. Zum Vergleich: 2015 sahen die erste Folge noch 6,14 Mio. (18,2%), 2014 waren es 6,67 Mio. (20,3%). Pro Jahr geht also derzeit rund eine halbe Million verloren. 300.000 mehr Leute sahen im Anschluss “In aller Freundschaft”: 5,92 Mio. (18,4%) reichten für Platz 2 hinter dem RTL-Dschungel.

3. ZDF holt solide Zahlen mit dem Discounter-Check, RTL gewinnt im jungen Publikum auch um 20.15 Uhr

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Zufrieden sein kann man auch beim ZDF. 4,08 Mio. sahen den 45-Minüter “Alle gegen Aldi – wer schlägt den Discounter-Riesen?” aus der Reihe “ZDFzeit” – ein solider Marktanteil von immerhin 12,5%. “Frontal 21” fiel danach mit 3,01 Mio. Sehern auf 9,3%. In der jungen Zielgruppe holte der Discounter-Check des ZDF sogar vergleichsweise gute 9,3% – mit 1,04 Mio. 14- bis 49-Jährigen musste er sich um 20.15 Uhr nur RTL und ProSieben geschlagen geben. RTL war auch hier mit “Bones” die Nummer 1, verwies die 20.15-Uhr-Konkurrenz mit 1,79 Mio. jungen Zuschauern und 15,8% auf die Plätze. ProSieben holte mit den “Simpsons” zwischen 20.15 Uhr und 21.40 Uhr gute 12,6% bis 13,4%, mit “Family Guy” danach 11,7%.

4. RTL II stark mit “Zuhause im Glück”, “Vom Spinner zum Gewinner” bleibt ein Flop

Zu den Gewinnern des Abends gehört diesmal auch RTL II. 980.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für “Zuhause im Glück” – ein grandioser Marktanteil von 8,7%. Besser lief es für die Reihe zuletzt im Oktober 2013. Damit besiegte RTL II in der Prime Time auch Sat.1, wo “Die Frau des Schläfers” nicht über 880.000 und 7,8% hinaus kam. Vox war mit “Goodbye Deutschland!” ebenfalls erfolgreich, überholte Sat.1 mit 910.000 und 8,1%. Keine Chance auf gute Quoten hatte hingegen wieder die kabel-eins-Doku-Soap “Vom Spinner zum Gewinner”: 370.000 junge Zuschauer reichten wieder nur für schwache 3,3%.

5. “Lewis” gewinnt die Prime Time der kleineren Sender

Abseits der großen acht Sender lief es um 20.15 Uhr am besten für zdf_neo: 1,23 Mio. sahen dort die Krimireihe “Lewis” – ein toller Marktanteil von 3,8%. Eine weitere Folge der Reihe kam um 21.45 Uhr noch auf 1,13 Mio. und sogar 4,4% – zu großen Teilen gegen den Dschungel wohlgemerkt. Über die Mio.-Marke sprang um 22 Uhr auch noch die SWR-Serie “Hannes und der Bürgermeister” mit 1,11 Mio. und 4,0%, der “Tatort: Eine bessere Welt” scheiterte im Bayerischen Fernsehen um 20.15 Uhr mit 980.000 und 3,0% knapp an der Marke, erzielte aber trotzdem tolle Zahlen. Die stärkste Zuschauerzahl der kleineren Sender gab es aber schon um 19.30 Uhr für die WDR-“Lokalzeit”: 1,82 Mio. sorgten für 6,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Bei diesem TV-Format das Wort “Niveau” zu verwenden (selbst wenn hier diie Quote gemeint ist) tut weh. Warum widmen Sie diesem Schwachsinn soviel Raum?

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