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Journalistin beschämt, WDR entsetzt: „Keine Anweisungen, positiv über Flüchtlinge zu berichten“

WDR-Intendant Tom Buhrow Bild: WDR/Claus Langer

Claudia Zimmermann hat sich via Pressemitteilung des WDR für ihre Aussagen über die eingeschränkte Freiheit der öffentlich-rechtlichen Journalisten entschuldigt. „Ich habe totalen Quatsch verzapft“, erklärt die freie Mitarbeiterin. Zimmermann hatte in einer Talksendung eines niederländischen Radiosenders erklärt, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“.

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„Ich habe an dieser Stelle Unsinn geredet. Unter dem Druck der Live-Situation in der Talkrunde habe ich totalen Quatsch verzapft. Mir ist das ungeheuer peinlich. Denn ich bin niemals als freie Journalistin aufgefordert worden, tendenziös zu berichten oder einen Bericht in eine bestimmte Richtung zuzuspitzen“, so Zimmermann in der Pressemitteilung des Westdeutschen Rundfunks, der sich ebenfalls „ausdrücklich distanziert“. So sei „der WDR  entsetzt über dieses Gerücht. (…) Das entspricht in keinster Weise der Haltung des Unternehmens.“ Die Berichterstattung des WDR erfolge „nach höchsten journalistischen Standards – ausgewogen und unabhängig“.

Claudia Zimmermann hatte in einem Interview mit dem niederländischen Radiosender L1 erklärt, Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien angewiesen worden, sich in der Berichterstattung zur Flüchtlingspolitik an der Linie der Bundesregierung zu orientieren. Für die öffentlich-rechtlichen Medien gelte, Probleme „mit einer positiven Art anzugehen“.

(ms)

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