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Steve Jobs-Film: Michael Fassbender und Kate Winslet für Oscar nominiert – Aaron Sorkin nicht

Michael Fassbender (re.) verkörpert den vor vier Jahren verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs im Film als Genie mit dunkler Seite
Michael Fassbender (re.) verkörpert den vor vier Jahren verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs im Film als Genie mit dunkler Seite

Späte Ehren nach einem kommerziellen Fiasko: Die legendär problematische Verfilmung von Steve Jobs' Leben bekommt nach dem schweren Flop an den Kinokassen doch noch den Ritterschlag Hollywoods. Vier Tage nachdem der Film über den Apple-Gründer bereits zwei Golden Globes eingeheimst hatte, folgten die Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt. Sowohl Hauptdarsteller Michael Fassbender als auch Nebendarstellerin Kate Winslet sind in der Kandidaten-Liste für den Oscar dabei – Drehbuchautor Aaron Sorkin nicht.

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Es ist eines der großen ungelösten Mysterien der jüngeren Filmgeschichte: Wie um alles in der Welt kann man die Verfilmung eine der interessantesten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte auf ganze drei kurze Episoden beschränken, wenn zur Verfilmung eine autorisierte Biografie vorliegt, die bis zum Todestag reicht?

Oscar-Preisträger Aaron Sorkin zog es frühzeitig vor, seinen Steve Jobs mit der Kunstform des Mikrokosmos darzustellen, der im Kleinen auf das große Ganze, den Makrokosmos, schließen sollte.

So sahen Zuschauer des Steve Jobs-Films, der vier Jahre nach seiner Planung endlich im vergangenen November angelaufen war, den Apple-Gründer lediglich an drei Stationen seines Lebens jeweils 30 Minuten kurz vor einer Keynote: vor der Enthüllung des ersten Macintosh (1984), des NeXT-Cube (1988) und des iMac (1997).

Total-Flop im Kino – selbst Kutcher-Verfilmung lief besser

Die Beschränkung auf die drei Episoden, die damit nicht nur die ganz großen Erfolgsstories in Jobs’ Leben (die letzten 14 Jahre inklusive iPod, das iPhone und das iPad), sondern auch seinen tragischen Tod, seine Ehefrau in den letzten zwei Lebensjahrzehnten, Laurene Powell, und seine drei weiteren Kinder außer Acht ließen, machen “Steve Jobs” als Film zu einem großen Ärgernis – für einige Filmkritiker wie Rex Reed sogar zum “schlechtesten Film des Jahres 2015“.

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Wenig überraschend floppte die Jobs-Verfilmung an den Kinokassen und spielte in den ersten Wochen sogar noch weniger als die Indie-Verfilmung mit Ashton Kutcher ein (inzwischen liegen beide Jobs-Filme etwa gleichauf). Entsprechend verpasste der Film als auch Star-Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionaire) und Drehbuchautor Aaron Sorkin dann auch eine Oscar-Nominierung.

Kate Winslet bereits mit Golden Globe ausgezeichnet

Doch das ist nur der eine Teil der Geschichte von “Steve Jobs”. Im anderen ist tatsächlich große Kunst zu finden: Selbst in ihren reduzierten Rollen, die vermutlich besser am Broadway aufgehoben wären, brillierten sowohl Michael Fassbender als junger Apple-Gründer und mittelalter Tech-Unternehmer als auch Kate Winslet als Apples erste Marketing-Chefin Joanna Hoffman, die in ihrem Einwirken auf Jobs den schwierigen Charakter des Apple-Chefs erst greifbar macht.

Die verdiente Folge: Titanic-Star Winslet konnte erst am vergangenen Sonntag ihren dritten Golden Globe-Award als beste Nebendarstellerin abräumen.

In derselben Kategorie wurde die 40-jährige Britin nun für den Oscar nominiert. Ebenso auf der Kandidatenliste der Academy steht Michael Fassbender, der sich für seine Inszenierung von Steve Jobs in der Kategorie “Beste männliche Hauptrolle” gegen Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Bryan Cranston und Eddie Redmayne durchsetzen muss. Die Oscars werden am 28. Februar zum 88. Mal verliehen.

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