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Nach mauen Quoten: “Stadlshow” wird abgesetzt

“Stadlshow”-Moderatoren  Alexander Mazza und Francine Jordi
"Stadlshow"-Moderatoren Alexander Mazza und Francine Jordi

Die Nachricht ist nicht wirklich überraschend: Die "Stadlshow", die Neuauflage des "Musikantenstadls", wird abgesetzt. Kein Wunder, waren die Quoten bei der Premiere im September und an Silvester nicht berauschend. Ganz aus ist es mit dem Stadl aber doch nicht. Die Sender planen Silvesterausgaben.

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Die “Stadlshow” wird nach den mauen Quoten im September und an Silvester abgesetzt. Die Partnersender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten sich nach eingehender Analyse der bisherigen Sendungen darauf geeinigt, die regulären Ausgaben nicht fortzusetzen, teilte der Bayerische Rundfunk (BR) am Dienstag in München mit. Ganz verzichten wollen der österreichische ORF, der BR und das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf das Stadl-Konzept aber nicht. Für 2016 und 2017 seien Silvestershows geplant, die auf den bisherigen Erfahrungen aufbauten, erklärte der BR. Das Format mit Publikumslieblingen und Stars der Branche habe auf diesem Sendeplatz Potenzial.

Die Programmverantwortlichen hatten 2015 nach mehr als 30 Jahren “Musikantenstadl” den langjährigen Moderator Andy Borg abgesetzt und im vergangenen Sommer eine Neuauflage angekündigt. Mit einem “Stadl 2.0” sollten die Sängerin Francine Jordi und der Moderator Alexander Mazza Tradition und Moderne verbinden. Der Plan: Das musikalische Spektrum erweitern und jüngeres Publikum anlocken. “Unser Spagat wird sein, die alten Zuschauer zu behalten und neue hinzuzugewinnen”, hatte Mazza im Spätsommer erklärt.

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Doch die erste “Stadlshow” im vergangenen September wollten gerade mal 2,5 Millionen Zuschauer sehen, zu wenig für das erfolgsverwöhnte Format. An Silvester schalteten zwar rund 300 000 Leute mehr ein, doch zufriedenstellend war das nicht. Ein Jahr zuvor hatte Andy Borg am 31. Dezember 2014 noch fast vier Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen versammelt.

Der “Musikantenstadl” wurde 1981 von Karl Moik (1938-2015) in Österreich ins Leben gerufen. Ab 1983 lief die Eurovisionssendung in Deutschland, auch in der Schweiz war sie zu sehen. Moik alias «Mr. Musikantenstadl» machte seinen geliebten Stadl zu einem der erfolgreichsten TV-Formate. Andy Borg übernahm die Moderation 2006 in einer Zeit immer größeren Konkurrenzdrucks im Fernsehen. Trotzdem lief es noch ganz gut. Doch die Senderverantwortlichen fanden das Publikum mit durchschnittlich 68 Jahren zu alt und tauschten Borg gegen das jüngere Moderatorenduo Jordi und Mazza ein.

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Alle Kommentare

  1. Und wieder mehr Sendeplatz für Krimis 😡

    Ich hoffe die Verantwortlchen lernen daraus und gehen nicht jedem Jugendwahn nach. Um Andy Borg tut es mir leid. Schade um Karl Moiks Erfindung.

  2. Und was wird aus den Unterhaltungschefs, die diese Schwachsinnige Entscheidung (Borg feuern, Musikantenstadl absetzen) zu verantworten haben? Es zeigt sich doch wieder einmal, dass da öffentlich-rechtlich absolute Experten in den verantwortungsvollen Positionen sind – wie an so vielen anderen Stellen in diesen Häusern.
    Ich kann mausbinb nur zustimmen: Weniger Jugendwahn täte gut – auch in anderen Bereichen. Blonde junge Frauen, die teilweise kaum geradeaus reden können, dazu noch wenig Ahnung haben im Sport, heute+ als “Jugend forscht”, statt seriösem Nachrichtenjournalismus von jugendlicher (linker) Ideologie triefende Moderationen….
    Lasst “die Jungen” im Off etwas reifer und erfahrener werden und sägt die älteren und eben erfahrenen Kollegen nicht so schnell ab.

  3. Die spinnen doch total … dann holt halt den Borg wieder ran und gebt den Rentnern ihre Lieblingsshow zurück!
    Man muss sich dieses musikalische “Grauen” ja nicht ansehen, aber was soll den das heißen: Zu alt?
    Immerhin zahlen die Rentner auch Rundfunkgebühren und 4,4 Millionen Zuschauer ist doch wohl in Ordnung!

  4. Gut, dass Karl Moik das nicht mehr erleben musste.
    Unverständlich, bei der immer breiteren Verteilung der Zuseher auf die vielen TV-Möglichkeiten, ein Format, das wirklich viele Menschen gerne gesehen haben, der bisherigen Zielgruppe wegzunehmen.
    Eine Fehleinschätzung, mit ein bisschen oberflächlicher Veränderung, “die Jungen” ins Boot holen zu können. Und nun nicht die Größe haben, eine Entscheidung rückgängig zu machen.
    Was wäre dabei, den Borg zu fragen und zurück zu holen?
    Die Aufmerksamkeit wäre sicher garantiert. Und die Freude bei vielen älteren SeherInnen groß.

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