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„Eine Enttäuschung“: Apple-Chef Cook lästert über Microsofts erstes Laptop

Apple-CEO Tim Cook

Tim Cook kann auch Trashtalk: Am Rande einer Ansprache des Trinity College Dublin ließ sich der Apple-Chef zu einer ungewöhnlich abfälligen Bemerkung über den Rivalen Microsoft hinreißen. Das neue Surface Book sei eine Enttäuschung, weil es versuche, sowohl Laptop als auch Tablet zu sein – und in beiden Kategorien scheitere. Apple bietet mit dem iPad Pro seit heute ein Maxi-Tablet an, das nach Cooks Meinung den PC ersetzen könne.

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Die Überraschung war groß: Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft, der sich jahrzehntelang damit begnügt hatte, der Computerindustrie Windows auszuliefern, bietet seit einigen Wochen in den USA mit dem Surface Book auch ein waschechtes Laptop an, das von der Tastatur getrennt und auch als Tablet verwendet werden kann.

Das 13,5 Zoll große und 1,6 kg schwere Surface Book, auf dem natürlich das neue Betriebssystem Windows 1o vorinstalliert ist, tritt gegen Apples äußerst erfolgreiche MacBook-Unit an, die dem wertvollsten Konzern der Welt weiter solide Zuwächse beschert.

Tim Cook knöpft sich Microsoft vor: „Warum sollte man noch einen PC kaufen?“

Dass Apple-Chef Tim Cook die ungewohnte Konkurrenz nicht so richtig gefällt, liegt in der Natur der Sache. Also zog der CEO des wertvollsten Konzerns der Welt am Vorabend der Vorbestellungsphase für das neue iPad Pro schon mal gegen die lästigen Erzrivalen aus dem Windows-Lager vom Leder.

„Wenn man sich einen PC anschaut – warum sollte man noch einen PC kaufen?“, fragt sich Cook im britischen Telegraph. „Nein, ernsthaft: Warum sollte man einen kaufen?“. Stattdessen sollte man natürlich Apple-Produkte kaufen – und zwar das neue 13-Zoll-Tablet: „Das iPad Pro wird für viele, viele Leute das Laptop oder den Desktop ersetzen“, ist sich der Apple-CEO sicher. „Die Leute werden es nutzen und feststellen, dass sie nichts anderes mehr brauchen als ihr Smartphone“.

„Das Surface Book ist irgendwie trügerisch“

Vor allem werden sie nach Cooks Meinung kein Laptop aus dem Hause Microsoft benötigen. Der Apple-Chef teilte im Rahmen seines Irland-Besuchs, bei dem ihm an der Dubliner Trinity Universität die ehrenamtliche Schirmherrschaft verliehen wurde, erneut gegen den Erzrivalen aus Redmond aus.

Das Surface Book versuche zu sehr, es beiden Kategorien – Laptop und Tablet – recht zu machen, scheitere aber daher in beiden Bereichen. „Es ist irgendwie trügerisch“, kanzelte Cook das Surface Book ab. „Es ist nicht das beste Laptop und auch nicht das beste Tablet.“

In konzerneigenen Nachrichten bestätigte Cook Apples Verbundenheit zu Irland, wo der iPhone-Hersteller – aus Steuergründen – seit Jahrzehnten in Cork  seine Europa-Zentrale errichtet hat. 1000 neue Jobs in Irland versprach Cook bis 2017. Zudem erklärte der Apple-Chef, er glaube mit dem iPad Pro fest an eine Rückkehr des Wachstums der seit sieben Quartalen schrumpfenden Tablet-Sparte.

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