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Das passiert, wenn man einen YouTube-Star ein Musiker-Interview machen lässt

I have a question: how are You?
I have a question: how are You?

Die YouTuberin Bibi ist bei Googles Video-Plattform in Deutschland mit über zweieinhalb Millionen Abonnenten für ihren Kanal "Bibis Beauty Palace" eine große Nummer. Nun hat sie zwei Mitglieder der Band One Direction interviewt. Vice meint, das Interview schickt den Musikjournalismus ins Grab.

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“How are You?”

“I am fine, thank You!”

Bibis Einstieg in das Interview mit Grundschul-Englisch ist nicht das Schlimmste an dieser Gesprächssimulation, die bereits über 1,3 Mio. mal bei YouTube angeklickt wurde. Fünf Fragen werde sie den beiden aufgekratzten One Direction-Mitgliedern stellen, erläutert Bibi, während im Hintergrund nervenzerfetzende Plinkerplonker-Musik dudelt. Danach gebe es noch “eine kleine Challenge”.

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Die Fragen, die vom Blatt abgelesen werden, könnten harmloser nicht sein. Ob sie schon mal teures kaputtgemacht hätten. Welches denn ihre eigenen Lieblingssongs seien. Warum das neue Album heißt, wie es heißt. Wohin sie denn gerne mal fliegen würden.

Das ist es, was die Bibi so fragt. Die Banalität der Fragen ist es aber gar nicht, warum Vice das Video als Grab für den Musikjoiurnalismus bezeichnet. Bibi erklärt in der Beschreibung zum Video nämlich gänzlich unverstellt, dass die Fragen vom Management der Band ausgewählt wurden:

So war es mir leider nicht möglich andere, bzw. mehr Fragen zu stellen.. wofür ich natürlich vollstes Verständnis habe. !

Natürlich, Bibi, vollstes Verständnis. Und jetzt bitte wieder zurück zu Schminktipps.

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Alle Kommentare

  1. Hier ist eindeutig nicht festzustellen, dass YouTuber schlechte (Musik-)Interviews führen (siehe z.B. Danisnotonfire und AmazingPhil), sondern man sollte daraus lernen: Das passiert, wenn man BIBI ein Interview führen lässt, das nicht mit Make-up zu tun hat.

    1. Ah, schön dass es hier tatsächlich Leute gibt, die Dan und Phil kennen 🙂 Die beiden sind tatsächlich ein gutes Beispiel dafür, wie gute Unterhaltung auf YouTube aussehen kann. Und auch als Radiomoderatoren machen die beiden eine gute Figur. Aber das ist ja eigentlich nichts neues, Unterhaltung Made in Germany hält dem Vergleich nie stand.

  2. Sind wir nicht “Alle” ein wenig Bibi? Oder besser: Schuster, bleib bei deinem Leisten! Es liegt allerdings nicht nur an Bibilein. Ich denke selbst ein gestandener Mann, wie ein Erik Range alias Gronkh hätte es nicht besser gemacht.

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