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Zeitenwende bei Apple: Nächster Analyst warnt vor iPhone-Absatzrückgang

Wird das iPhone 7 doch noch weiß?

Alle Augen auf Apple: Nach dem beeindruckenden Quartalszahlen von Google, Amazon und Microsoft vergangene Woche muss Apple morgen Farbe bekennen. Ausgerechnet KGI Securities-Staranalyst Ming-Chi Kuo stimmt die Wall Street auf Ungemach ein: Obwohl Apple eine weitere Rekordbilanz verkünden dürfte, könnte der Ausblick auf das Weihnachtsquartal die Stimmung verderben. Die iPhone-Absätze könnten nämlich schrumpfen, prognostiziert auch Kuo.

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Geht die Party weiter? Google, Amazon und Microsoft hatten am Donnerstag nach Handelschluss Zahlenwerke wie aus dem Märchenland vorgelegt: Die Geschäfte liefen nach jeder Lesart besser als erwartet, Ableger verfielen in einen regelrechten Kaufrausch, als wäre es noch einmal 1999.

In der Spitze um unfassbare 100 Milliarden Dollar legte der Börsenwert der drei Internet- und Techriesen Freitag in der Spitze zu – eine derartige Wertschöpfung hatte es von Branchenriesen gemeinsam noch nicht gegeben.

Bleibt die Frage, ob sich nun auch der wertvollste Konzern der Branche und der Welt der großen Börsenparty anschließen kann. In Sympathie mit dem furiosen Tech-Trio konnte die Apple-Aktie aus der monatelangen Stagnation an der Wall Street am Freitag nach oben ausbrechen und Freitag um drei Prozent zulegen.

Damit sind die Erwartungen gleichzeitig gestiegen, denn die Wall Street rechnet beim iKonzern nun ebenfalls mit einem beeindruckenden Quartal, wie CNBC-Marktkommentator James Cramer herausarbeitet: „Die Hürde liegt hoch“.

„Sie müssen etwas Überzeugendes zur Uhr sagen,  etwas Überzeugendes zum neuen iPhone“, erklärt Cramer. Doch sowohl beim einen als auch anderen könnte es haken: Zur Apple Watch hüllt die CEO Tim Cook bekanntermaßen seit dem holprigen Verkaufsstart im Frühjahr verdächtig in Schweigen, beim iPhone könnte es ausgerechnet im Weihnachtsquartal eng werden.

Davon gehen inzwischen immer mehr Analysten aus. Zwar dürfte Apple im abgelaufenen Quartal ein weiteres Rekordergebnis sicher sein, da zum letzten Mal größtenteils die Verkäufe von iPhone 6 im Verhältnis zum 4 Zoll großen 5s miteinander verglichen werden – danach jedoch droht Ungemach.

Ming-Chi Kuo: iPhone-Verkäufe zu Weihnachten rückläufig

Nachdem vorvergangene Woche Andy Hargreaves von der Investmentbank Pacific Crest einen Absatzeinbruch von 10 Prozent in Aussicht gestellt hatte, legt nun Staranalyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities nach. „Wir erwarten, dass das iPhone seinen ersten Verkaufsrückgang im Jahresvergleich verbuchen wird“, schrieb Kuo Ende vergangener Woche an Bankkunden.

Der KGI-Analyst rechnet im Weihnachtsquartal mit iPhone-Verkäufen zwischen 70 bis 75 Millionen iPhones, was entweder einem Ergebnis auf Vorjahresniveau oder einem Einbruch von bis zu 7 Prozent entspricht. Der Ausblick, den Apple mit seiner Quartalsbilanz mitliefert, müsste den erwarteten Rückgang dann bereits reflektieren.

Im vergangenen Weihnachtsquartal verkaufte Apple 74,5 Millionen iPhones bei Umsätzen von 74,6 Milliarden Dollar.  Am morgigen Dienstag um 22.30 Uhr deutscher Zeit dürfte es also wieder einmal extrem spannend werden.

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