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Desaströse Premiere für die „Stadlshow“, „Schlag den Raab“ mit starkem Comeback

"Stadlshow"-Moderatoren Alexander Mazza und Francine Jordi

Oh je: Der Neustart des „Musikantenstadls“ als „Stadlshow“ ging völlig in die Hose. Mit 2,46 Mio. sahen über 1,3 Mio. weniger zu als in schlimmsten „Stadl“-Zeiten und im jungen Publikum gab es keinerlei Plus. Freuen kann sich hingegen ProSieben: „Schlag den Raab“ ging gewohnt stark in die letzte Staffel.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. „Stadlshow“ unterbietet „Musikantenstadl“-Minusrekorde deutlich

Die 2,46 Mio. Neugierigen, die die Premiere der „Stadlshow“ einschalteten, reichten dem Ersten nur für einen miesen Marktanteil von 9,6%. Nun sollte die Quote für öffentlich-rechtliche Sender zwar nicht das entscheidende Kriterium sein, bei einer flachen Unterhaltungsshow wie dieser aber wohl doch. Zum Vergleich: Der Alltime-Minusrekord des „Musikantenstadls“ lag bei 3,79 Mio. Sehern, also 1,33 Mio. mehr als den nun erreichten 2,46 Mio. Da der „Stadl“ explizit deswegen renoviert wurde, um auch mehr junge Menschen zu erreichen, blicken wir auch auf die. Und auch dort gibt es Ernüchterung: Ganze 280.000 14- bis 49-Jährige waren dabei – gewohnt miese 3,3%. „Gewohnt“ deswegen, weil gegenüber dem „Musikantenstadl“ keinerlei Aufwärtstendenz zu erkennen ist. Die ernüchternde Premieren-Bilanz lautet also: Viel zu viele Stammzuschauer des „Stadls“ wurden vergrault – ohne neues junges Publikum hinzu zu gewinnen.

2. „Schlag den Raab“ holt im jungen Publikum einen 3-Jahres-Marktanteils-Rekord

Gewohnt grandios lief der Abend hingegen für „Schlag den Raab“. 2,52 Mio. sahen die ProSieben-Show insgesamt, also sogar ein paar mehr als die „Stadlshow“ im Ersten. 1,64 Mio. der 2,52 Mio. waren im Alter von 14 bis 49 Jahren, das reichte für den Tagessieg. Der Marktanteil von 22,8% war zudem der beste seit einem Jahr. Auch damals gab es 22,8%. Einen besseren Marktanteil gab es zuletzt im Mai 2012 – mit damals 25,0%. Am stärksten war die Show wie immer bei den 14- bis 29-Jährigen: 600.000 Seher reichten hier für 34,8%.

3. ZDF freut sich über den „Quiz-Champion“, muss in den Tages-Charts aber „Tagesschau“ und „Sportschau“ den Vortritt lassen

Die Schwäche der „Stadlshow“ ausgenutzt hat Johannes B. Kerner im ZDF. Seinen „Quiz-Champion“ schalteten 4,15 Mio. Leute ein – so viele wie kein anderes 20.15-Uhr-Programm am Samstagabend. Der Marktanteil lag bei guten 16,0%. Nur drei der bisherigen zehn Ausgaben liefen noch besser. Den Tagessieg verpasste die Show dennoch: die 20-Uhr-„Tagesschau“ und die Bundesliga-„Sportschau“ des Ersten erreichten 5,79 Mio. und 4,72 Mio. Leute, sowie 25,0% und 25,2%. Um so schlimmer, dass die „Stadlshow“ nach den 25,0% der „Tagesschau“ auf 9,6% herunter rauschte.

4. „Dirty Dancing“ schlägt „Harry Potter“, zweite Privat-TV-Liga ohne Chance auf gute Quoten

Gegen „Schlag den Raab“ hatten die anderen großen Privatsender keine Chance, deswegen probierten sie es auch gar nicht erst mit starken Konkurrenzprogrammen, sondern nur mit alten Filmen. Durchgesetzt hat sich dabei RTL mit „Dirty Dancing“: 2,17 Mio. (8,2%) sahen insgesamt zu, darunter 1,05 Mio. 14- bis 49-Jährige (12,4%). Etwas blasse Marktanteile. Einen Tick zufriedener dürfte daher Sat.1 sein, auch wenn man sich mit 890.000 14- bis 49-Jährigen für „Harry Potter und der Stein der Weisen“ „Dirty Dancing“ geschlagen gegen musste. Der Marktanteil von 10,8% lag aber über Sender-Soll. Weit dahinter folgen die Sender der zweiten Privat-TV-Liga: Vox erreichte mit „Cop Out“ unbefriedigende Werte von 500.000 14- bis 49-Jährigen und 5,9%, RTL II mit „Independence Daysaster“ 430.000 und 5,1%, kabel eins mit „Navy CIS“ ganze 230.000 und 330.000, bzw. 2,9% und 3,7%.

5. Super RTL trumpft mit „Asterix“ auf, das WDR Fernsehen mit einem Kölner „Tatort“

Grandiose Quoten erzielten am Samstagabend ein paar kleinere Sender: Super RTL zeigte „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ und besiegte damit im Gesamtpublikum sogar Vox, RTL II und kabel eins. 1,12 Mio. sahen insgesamt zu, darunter 480.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile lagen bei tollen 4,3% und 5,6%, im jungen Publikum sprang sogar Platz 23 der Tages-Charts heraus. Noch mehr Zuschauer erreichte insgesamt das WDR Fernsehen mit dem erst ein Jahr alten „Tatort: Wahre Liebe“ aus Köln. 1,44 Mio. Krimifans waren dabei – 5,4% und Rang 18 in den Gesamtpublikums-Charts. Auch die Nummer 1 der Pay-TV-Tabelle sprang über die Mio.-Marke: 1,18 Mio. Fußballfans sahen um 15.30 Uhr die Konferenz oder eins der Einzelspiele der Bundesliga – 11,0%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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